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Infos für Urlauber

Großbritannien erleichtert die Einreise für Geimpfte

Großbritannien Corona
Großbritannien lockert ab dem 7. Januar 2022 seine Einreisebeschränkungen für Geimpfte und MinderjährigeFoto: dpa picture alliance

Am 4. Januar wurde Großbritannien wieder zu einem Hochrisikogebiet zurückgestuft. Durch die neuen Regelungen, die am Freitag, dem 7. Januar in Kraft treten, werden die Einreisebedingungen für Geimpfte weiter gelockert. Mit einem Impfnachweis bei der Ankunft im Land müssen diese keinen negativen PCR–Test mehr mitbringen und auch die Quarantänepflicht entfällt für alle mit einem gültigen Impfzertifikat. TRAVELBOOK gibt einen Überblick über alle aktuellen Regelungen.

Mit dem Ziel, die schnelle Ausbreitung der Omikron-Variante des Corona-Virus einzudämmen, galt Großbritannien für knapp drei Wochen als Virusvariantengebiet. Mit der aktuellen Zurückstufung Großbritanniens zu einem Hochrisikogebiet enden etwa die eingeschränkten Einreisemöglichkeiten nach Deutschland.

Seit Freitag (7. Januar) hat das Vereinigte Königreich die Einreiseregelungen für Geimpfte gelockert. Zuvor waren alle dazu verpflichtet, bei der Ankunft einen negativen PCR-Test vorzuweisen und sich mindestens bis zum Ergebnis eines weiteren Tests in Quarantäne zu begeben. Das ändert sich jedoch ab sofort für Geimpfte. Personen, die ein in Großbritannien gültiges Impfzertifikat nachweisen können, sind von nun an von der Quarantänepflicht befreit und müssen nur noch einen PCR–Test spätestens am zweiten Tag nach der Einreise machen.

Die aktuelle Corona-Lage in Großbritannien

Zuletzt wurden 180.610 Neuinfektionen täglich registriert, die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei 1.864,8. Seit Beginn der Pandemie infizierten sich 14 Millionen Menschen im Vereinigten Königreich mit dem Coronavirus. 149.600 starben im Zusammenhang damit. 76 Prozent der britischen Bevölkerung sind einmal, 69,7 Prozent vollständig geimpft (Stand: 7. Januar 2022, Quelle: Corona in Zahlen und Britische Regierung). Mittlerweile gibt es kaum jemanden, der sich nicht infiziert hat oder jemanden kennt, der an Corona erkrankt ist, wie unter anderen die „Zeit“ berichtete.

Trotz der hohen Infektionszahlen landen wegen des milderen Verlaufs der Omikron-Variante und wegen der steigenden Anzahl der Geimpften deutlich weniger Personen im Krankenhaus als zu Zeiten der Corona-Welle Anfang 2021. Dennoch kämpfen die Krankenhäuser mit logistischen und organisatorischen Problemen, da viele der Patienten, die wegen anderer Verletzungen und Krankheiten in die Notaufnahme eingeliefert werden, gleichzeitig mit Corona infiziert sind.

Das Auswärtige Amt warnt vor allen nicht notwendigen, touristischen Reisen in das Vereinigte Königreich Großbritannien und Nordirland sowie die britischen Überseegebiete.

Auch interessant: Die aktuellen Corona-Risikogebiete des RKI

Das gilt für die Einreise ins Vereinigte Königreich

Seit dem 4. Oktober werden Länder aus britischer Sicht nicht mehr mithilfe eines Ampelsystems eingeteilt, sondern in „rot“ bzw. „nicht rot“. Für Einreisende nach England, die sich in den letzten zehn Tagen vor Einreise in einem Land auf der „roten Liste“ aufgehalten haben, müssen sich neben dem COVID-19-Test vor Einreise für zehn Tage in eine Hotelquarantäne in Großbritannien begeben, während der mehrere Testungen durchgeführt werden. Am 15. Dezember hat die Regierung jedoch vorerst alle Länder von der Liste entfernt.

Für Einreisende aus Deutschland gelten unterschiedliche Regeln, je nach Impfstatus. Vollständig Geimpfte und Minderjährige müssen bei ihrer Ankunft in England seit dem 7. Januar nur noch einen PCR–Test spätestens am zweiten Tag nach der Einreise machen und sind von der Quarantänepflicht befreit. Ab dem 9. Januar sollen neben PCR–Tests auch Schnelltests akzeptiert werden. Als „vollständig geimpft“ zählen alle, die vor 14 Tagen das zweite Mal mit BioNTech, AstraZeneca, Moderna oder einem der anderen in Großbritannien anerkannten Impfstoffe geimpft wurden. Laut dem Schweizer Newsportal „Travelnews“ reicht bei Johnson&Johnson auch eine Impfdosis.

Das Auswärtige Amt schreibt, dass man für die Einreise in die anderen Länder des britischen Königreichs (Wales, Nordirland und Schottland) nach wie vor einen negativen PCR-Test benötigt.

Für nicht oder nicht vollständig Geimpfte gelten weiterhin die alten Maßnahmen. Gehören Sie zu dieser Gruppe, müssen Sie vor Ihrer Ankunft und jeweils am zweiten und achten Tag nach Ihrer Einreise einen PCR–Test machen. Die Quarantäne darf nicht unterbrochen werden, bis das Ergebnis des zweiten (negativen) Tests eingetroffen ist. Die Dauer der Quarantäne kann im besten Fall von zehn auf fünf Tage reduziert werden. Außerdem ist eine Online-Anmeldung notwendig, die frühestens 48 Stunden vor Abreise ausgefüllt werden soll.

Buchen müssen Sie die PCR–Testungen schon vor der Einreise bei einem Anbieter, der von der Regierung zertifiziert wurde. Hier finden Sie eine Liste mit allen Anbietern, die zugelassen sind. Die Kosten für einen Test belaufen sich auf circa 40 Euro. Wer an Wochenenden oder anderen beliebten Tagen verreist, sollte seinen Termin für die Testung früh buchen, da diese schnell ausgebucht sind.

Durchreise durch Großbritannien

Auch bei der Durchreise durch das Vereinigte Königreich sind einige Regelungen zu beachten: So müssen sich auch Transitreisende, die nicht vollständig geimpft sind, vorab elektronisch anmelden und einen negativen PCR–Test vorlegen.

Was für Reise-Rückkehrer aus Großbritannien gilt

Ungeimpfte müssen bei der Rückkehr aus einem Hochrisikogebiet daheim für zehn Tage in Quarantäne. Sie können sich frühestens nach fünf Tagen mit einem negativen Test davon befreien. Für Geimpfte und Genesene gibt es dagegen keine Quarantänepflicht nach der Rückkehr. Unabhängig davon müssen aber alle Reisenden eine Einreiseanmeldung ausfüllen, wenn sie aus einem Hochrisikogebiet nach Deutschland heimkehren. Das geht online, aber im Notfall auch auf Papier. Für Kinder unter 12 Jahren endet die Quarantäne auch ohne Nachweis eines negativen Testergebnisses fünf Tage nach der Wiedereinreise. Von der Quarantänepflicht ausgenommen sind Urlauber, die auf dem Weg nach Hause ein Hochrisikogebiet lediglich durchfahren.

Corona-Maßnahmen in Großbritannien

Trotz der zugespitzten Lage verzichtet die britische Regierung auf einen Lockdown und ermöglicht ihren Bürgern weiterhin viele Freiheiten. In den Ländern des Vereinigten Königreichs gelten unterschiedliche Maßnahmen. In England gilt eine Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln und Geschäften. Bei einigen Veranstaltungen oder Clubs und Bars benötigen Gäste darüber hinaus ein gültiges Impfzertifikat oder einen negativen Schnelltest.

In Schottland wurden fast alle Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie aufgehoben, aber auch hier kann der COVID–Pass Voraussetzung für die Teilnahme an diversen Veranstaltungen sein. In Wales hingegen wurden ab dem 27. Dezember Nachtclubs geschlossen und weitere Sicherheitsmaßnahmen getroffen. Details können auf der Webseite der walisischen Regierung nachgelesen werden.

In Nordirland dürfen sich maximal 30 Personen privat oder 15 Personen im nicht-häuslichen Umfeld drinnen treffen. In öffentlichen Verkehrsmitteln ist das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes vorgeschrieben. Weitere Informationen gibt es auf den Seiten der nordirischen Regierung.

Brexit

Neben der Corona-Situation gibt es für deutsche Großbritannien-Reisende auch noch den Brexit zu bedenken. Hier finden Sie Informationen zu den Folgen des Brexits für Urlauber. Das Vereinigte Königreich von Großbritannien und Nordirland ist seit dem 1. Februar 2020 nicht mehr Mitglied der Europäischen Union und Anfang 2021 offiziell ausgetreten.