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„Icon of the Seas“: Das neue größte Kreuzfahrtschiff der Welt

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So irre soll das neue größte Kreuzfahrtschiff der Welt aussehen

Icon of the Seas
Erste Renderings zeigen: Die „Icon of the Seas“ wird ein schwimmender Freizeitpark Foto: Royal Caribbean

Die „Wonder of the Seas“ von Royal Caribbean ist das aktuell größte Kreuzfahrtschiff der Welt. Doch diesen Titel wird sie voraussichtlich schon nächstes Jahr abgeben müssen, denn dann soll die „Icon of the Seas“ derselben Reederei fertiggestellt sein – und die wird nochmal um einiges größer. Jetzt hat Royal Caribbean erste Renderings veröffentlicht, die zeigen, was das Riesenschiff alles zu bieten hat.

Die „Icon of the Seas“ wird Platz für 7600 Passagiere haben. Inklusive der Crew werden dann fast 10.000 Menschen an Bord sein, wenn das neue größte Kreuzfahrtschiff der Welt Anfang 2024 erstmals in See sticht. Zum Vergleich: Auf dem aktuellen Rekordhalter, der „Wonder of Seas“, haben „nur“ knapp 7000 Passagiere Platz.

Icon of the Seas
Das Schiff soll eine Länge von 365 Metern habenFoto: Royal Caribbean

Am Donnerstag hat die Reederei Royal Caribbean weitere Details zur „Icon of Sea“ bekannt geben und auch erste Renderings veröffentlicht. Diese zeigen, dass das neue Kreuzfahrtschiff vor allem eines sein wird: ein gigantischer schwimmender Freizeitpark. So wird auf dem Oberdeck der nach Angaben der Reederei größte Wasserpark auf See gebaut, mit insgesamt sechs Wasserrutschen. Darunter wird sich eine offene Freifallrutsche befinden sowie eine Floßrutsche, auf der vier Personen gleichzeitig fahren können. Zu den weiteren Highlights zählen unter anderem ein Minigolfplatz, eine Eislaufbahn, ein Kletterpark und ein Surfsimulator.

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Dazu kommen natürlich diverse Annehmlichkeiten wie einen schwebender Infinity Pool, Whirpools, Spas, Sportangebote und mehr als 40 Restaurants. Im gigantischen „Aquadome“ sollen abends Akrobatik- und Tauchshows stattfinden, außerdem gibt es diverse Bars.

Icon of the Seas
Im sogenannten Aquadome gibt es einen künstlichen WasserfallFoto: Royal Caribbean

Das Schiff ist laut Royal Caribbean vor allem auf Familien mit Kindern ausgerichtet. Aber auch für Paare oder Freunde biete die „Icon of the Seas“ eine „Vielzahl von Neuheiten und Favoriten für alle.“

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Weitere Fakten über die „Icon of the Seas“

Die „Icon of the Seas“ wird sich über 20 Decks erstrecken, also zwei mehr als die „Wonder of the Seas“. Das Schiff wird mehr als 365 Meter lang sein und 250.800 Bruttotonnen wiegen. Die Kabinenzahl beträgt 2805 – das sind zwar weniger als bei der „Wonder of the Seas“ (2867 Kabinen), aber trotzdem passen rund 600 Menschen mehr auf das neue Schiff. Das liegt daran, dass die Reederei mit der „Icon of Seas“ vor allem Familien ansprechen möchte und deshalb mehr Kabinen mit Platz für mehr als zwei Personen plant.

Erfreulich: Es ist das erste Schiff von Royal Caribbean, das mit Flüssigerdgas (LNG) betrieben und mit Brennstoffzellentechnologie ausgestattet ist. Es verfügt der Reederei zufolge außerdem „über ein hochmodernes Abfallmanagementsystem und kann Maschinenwärme in Strom umwandeln.“

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Die erste Fahrt der „Icon of the Seas“ soll am 28. Januar 2024 stattfinden. Nach Angaben der Reederei wird das Schiff das ganze Jahr über jeweils für siebentägige Kreuzfahrten in der östlichen und westlichen Karibik ab Miami unterwegs sein. Zu den angesteuerten Häfen zählen unter anderem die Bahamas, Cozumel, Philipsburg, St. Maarten, und Honduras.

Noch ein neues größtes Schiff der Welt? Ein Kommentar unserer Redakteurin Susanne Resch:

Höher, schneller, weiter! Das ist offensichtlich weiterhin das Motto von Royal Caribbean und anderer großer Reedereien. Durchaus bedenklich, gerät die Kreuzfahrt-Branche doch insbesondere immer wieder wegen ihrer Ökobilanz und ihrem Massentourismus in die Kritik.

Braucht es wirklich NOCH größere Schiffe? NOCH einen schwimmenden Freizeitpark mehr? NOCH mehr Menschen, die während eines Landgangs im Hafen „ausgekippt“ werden, um die Städte zu fluten? Viele Städte mit Kreuzfahrthäfen, wie etwa Dubrovnik, raten „Nicht-Kreuzfahrern“, die Stadt außerhalb der Anlegezeiten der Giganten zu erkunden. Weil es sonst einfach viel zu voll ist. Die Schiffe sind teilweise so groß, dass sie gar nicht mehr in die Häfen passen. Klar, dann werden neue Piers gebaut – die Fahrt in die Stadt, die man von der Anlegestelle nur mit dem Fernglas sieht, wird dann eben länger und somit meistens auch teurer.

Höher, schneller, weiter?

Was meinen Sie? Sollte sich der Kreuzfahrt-Tourismus nicht bestenfalls sogar vom Massenmarkt zurückziehen und eher auf qualitativ hochwertige und hochpreisige Reisen setzen? Der Umwelt und den Städten zuliebe? Schreiben Sie uns an info@travelbook.de!

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