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9 Orte weltweit, die kein Tourist betreten darf

Svalbard Global Seed Vault
Da öffentlich finanzierte Gebäude in Norwegen immer auch Kunst Platz geben sollen, ziert eine Lichtinstallation den Eingang des „Svalbard Global Seed Vault“. Betreten dürfen das Gebäude aber nur Forscher. Foto: picture alliance / ZB | Jens Büttner
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TRAVELBOOK Redaktion

2. Januar 2026, 14:03 Uhr | Lesezeit: 7 Minuten

Sie sind so geheim, dass die meisten Menschen nicht einmal etwas von ihrer Existenz ahnen: Auf der Welt gibt es einige Orte, die man als Normalsterblicher niemals zu Gesicht bekommen wird. TRAVELBOOK stellt 9 Orte vor, die niemand besuchen darf.

Man könnte fast meinen, alle Winkel dieser Erde seien touristisch längst erschlossen. Aber es gibt auch solche Orte, die kein normaler Mensch jemals betreten darf – und von denen viele nicht einmal wussten, dass es sie überhaupt gibt. Es sind Orte, die geheim sind, weil sie selbst Geheimnisse bergen sollen. Und bei so viel Geheimniskrämerei ist es denn auch kein Wunder, dass sich Legenden bilden und Verschwörungstheoretiker zum Teil skurrile Antworten auf die offenen Fragen finden.

Royal Air Force Menwith Hill, North Yorkshire, England

Befindet sich hier die weltweite Zentrale der Spionage? Genaueres ist über diesen geheimen Ort natürlich nicht bekannt. Aber in der Militärbasis soll sich der Sitz von Echelon befinden, dem Spionagenetzwerk der USA, des Vereinigten Königreichs, Kanadas, Australien und Neuseeland. Bereits 1954 wurde die Basis errichtet, um im Kalten Krieg über die Kommunikation der Sowjets im Bilde zu sein. Bis heute wird vermutet, dass von hier aus die Welt abgehört wird. Zutritt haben nur die Mitarbeiter von Echelon sowie der US-Behörde NSA.

Wird von der Royal-Air-Force-Basis Menwith Hill die ganze Welt ausspioniert?
Wird von der Royal-Air-Force-Basis Menwith Hill die ganze Welt ausspioniert? Foto: Getty Images

Ni’ihau, Hawaii, USA

Bei Niʻihau handelt es sich um eine zu Hawaii gehörende, 180 Quadratkilometer große Quasi-Privatinsel. 84 Menschen leben dort wie ihre Vorfahren. Sie sammeln und jagen. Es gibt keine Straßen oder Wasserleitungen, Solarstrom existiert nur in der Schule, in die die Insulaner ihre Kinder schicken können.

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1863 an reiche Plantagenbesitzer verkauft, darf seit 1915 praktisch niemand mehr Ni’ihau betreten. Nur wer eine Einladung von einem Insulaner erhält, darf das Eiland besuchen. Die hiesige Küstenwache patrouilliert in den vorgelagerten Gewässern und sorgt dafür, dass das auch so bleibt. Seit Anfang der 1990er-Jahre ist die Abschottung etwas gelockert: Für mehrere tausend Euro kann man eine Jagdtour auf Ni’ihau machen. Dennoch gilt: Der Kontakt zu den Einheimischen soll tunlichst vermieden werden.

Offiziell heißt es, man wolle die Sprache – hier wird noch ein hawaiianischer Dialekt gesprochen –, die Kultur und die einzigartige Pflanzen- und Tierwelt bewahren. Doch gerade die Kommerzialisierung wird auch sehr kritisch gesehen.

Area 51, Nevada, USA

Die Mutter aller geheimen Orte auf der Welt steht schon seit Jahrzehnten im Fokus der weltweiten Aufmerksamkeit. Der Grund ist vor allem, dass niemand genau weiß, was in diesem militärischen Sperrgebiet eigentlich wirklich passiert. Gerüchte besagen, dass hier ein im Jahr 1947 angeblich abgestürztes UFO aufbewahrt und Außerirdische untersucht würden. Offiziell bestätigt wurde die Existenz des Sperrgebiets erst 2013. Laut CIA dient das Gelände zum Testen neuartiger Flugzeuge. Das Betreten ist Normalsterblichen bis heute strengstens untersagt, und viele Fragen, etwa zu seltsamen Lichterscheinungen über dem Gebiet, sind bis heute unbeantwortet. Deshalb ruft die Area 51 auch weiterhin Verschwörungstheoretiker auf den Plan.

Area 51
Gerüchte über UFO-Abstürze und Alien-Obduktionen: Die Area 51 in Nevada ist (noch immer) einer der geheimnisvollsten Orte der Welt Foto: Getty Images

Global Seed Vault, Spitzbergen, Norwegen

An diesem geheimen Ort, in einem Bunker 120 Meter tief in einem Berg, liegt die Zukunft der Menschheit, konserviert für die Ewigkeit – oder zumindest einige Jahrhunderte. Tiefgefroren und wasserdicht eingeschweißt, sind hier Nutzpflanzensamen eingelagert. Insgesamt sind es unglaubliche 250 Millionen Exemplare von 850.000 Saatgut-Sorten aus der ganzen Welt. Sollte es zu Katastrophen kommen, bei denen natürliche Ressourcen und Pflanzenarten zerstört werden, finden sich in der Svalbard Global Seed Vault quasi Sicherungskopien. Der Zutritt ist nur Forschern und den Mitarbeitern des Projekts gestattet, das eine Art „Arche Noah“ für Pflanzen sein soll.

Svalbard Global Seed Vault
Im Svalbard Global Seed Vault liegt die Zukunft der Welt – in Form von Millionen von Pflanzensamen Foto: Getty Images

Iron Mountain, Pennsylvania, USA

Auch dieser geheime Ort ist ein Hochsicherheitsbunker. Doch in ihm werden keine Samen aufbewahrt, sondern Daten. Dabei handelt es sich nicht um irgendwelche Daten, sondern laut „The Richest“ um die wichtigsten Daten einiger der größten Unternehmen der Welt. 22 Stockwerke tief in einer alten Mine lagern zum Beispiel Datenschätze von Bill Gates, aber auch von Regierungsbehörden und Musiklabels, die hier die Mastertapes ihrer größten Stars aufbewahren. Der Ort ist nach der gleichnamigen Firma Iron Mountain benannt, die überall auf der Welt solche Bunker betreibt. Auch in Deutschland gibt es ein solches Depot, und zwar in Hamburg. Dort lagern die Daten hinter einer 750 Kilogramm schweren Stahltür, die selbst einen Angriff mit einer Panzerfaust überstehen würde.

Mount Weather, Virginia, USA

Die Federal Emergency Management Agency, eine Art Katastrophenschutzbehörde, betreibt diese geheime Anlage. Schon seit Jahren berichten Medien, dass hier im Falle eines Atomkriegs die „wichtigsten“ Menschen evakuiert und somit gerettet werden könnten. Dass die Anlage überhaupt existiert, wurde erst 1974 bekannt. Damals wollten Medien nach einem Flugzeugabsturz in unmittelbarer Nähe berichten. Doch Bundesagenten hielten sie von der Bildberichterstattung ab. Auch in der nahe gelegenen Stadt Berryville wüssten die meisten Einwohner laut dem Artikel bis heute nicht, was in Mount Weather eigentlich geschehe. Beim Eintreten einer größeren Naturkatastrophe könnte Mount Weather wohl aber eine tragende Rolle bei der Rettung relevanter US-Persönlichkeiten spielen.

Höhle von Lascaux, Frankreich

Statt der Original-Höhle können Interessierte eine Nachbildung besuchen
Statt der Originalhöhle können Interessierte eine Nachbildung besuchen Foto: Getty Images

Dieser Schatz der Menschheitsgeschichte wurde 1940 entdeckt und beinhaltet einige der ältesten Höhlenmalereien überhaupt. Bereits 1963 wurde die Höhle aber für Besucher geschlossen, da die Bilder anfingen, sich durch das ausgeatmete CO2 der bis zu 1500 Besucher täglich zu zersetzen. So wurde die Höhle zu einem Ort, den niemand mehr betreten darf. Urlauber müssen sich aber nicht sorgen, denn nur 200 Meter vom Eingang der Originalhöhle entfernt gibt es mit Lascaux II eine detailgetreue Nachbildung der echten Höhle. In dieser sind ebenfalls alle Wandmalereien vertreten, und mit interaktiven Elementen zusätzlich auch erklärt. Wer sich über die Höhle informieren möchte, findet auf der offiziellen Webseite Tipps.

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Fort Knox, Kentucky, USA

An diesem geheimen Ort sollen nicht nur die Goldreserven der USA lagern, sondern auch wichtige Dokumente wie die Original-Unabhängigkeitserklärung oder die Magna Carta. Legendär wurde die Bunkeranlage durch den James-Bond-Film „Goldfinger“, in dem ein gleichnamiger Bösewicht plant, besagtes Gold zu stehlen. Fort Knox wird auch als der bestbewachteste Ort des Landes bezeichnet. Kein Wunder, sollen doch hier weit über 200.000 Goldbarren lagern, und zwar hinter einer 22 Tonnen schweren Stahltür, die angeblich jeder Sprengung widerstehen könnte. Das Gelände ist außerdem durch Stacheldraht und Minenfelder gesichert – hier kommt also wirklich niemand (unbefugt) rein.

Fort Knox
Näher kommt niemand ran: Die Bunkeranlage Fort Knox Foto: Getty Images

Insel Riems, Deutschland

Auf der Boddeninsel vor Greifswald (Mecklenburg-Vorpommern) gründete Friedrich Loeffler, Schüler von Robert Koch, im Jahr 1910 das weltweit erste Virusforschungsinstitut.

Insel Riems
Aus der Luft betrachtet sieht Riems aus wie eine idyllische Ferieninsel der Ostsee Foto: picture alliance / POP-EYE | Artist-At-Work/Peng

Nachdem später vorübergehend die Nazis Biowaffen auf der Insel erforscht hatten, untersuchen bis heute Wissenschaftler des Friedrich Löffler Instituts (FLI) auf Riems gefährliche Seuchen. Daher ist die Insel streng von der Öffentlichkeit abgeschottet. Eine Sprecherin des FLI teilte auf Nachfrage von TRAVELBOOK mit: „Die Insel Riems ist nur für Befugte (AnwohnerInnen und Mitarbeitende des FLI) zugänglich, für das für die Verwaltungsgebäude und Labore des FLI wird eine Zutrittsgenehmigung benötigt.“

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