Verflucht, verlassen oder absolut tödlich

Diese 9 Inseln darf niemand betreten!

Sie haben weiße Sandstrände und türkisblaues Meer oder liegen mitten in spannenden Metropolen – und trotzdem sind diese neun Inseln für die Öffentlichkeit gesperrt. TRAVELBOOK erklärt, welche Geheimnisse sich hinter den Traumkulissen verbergen.

1. Ni’ihau, Hawaii

Auf der zu Hawaii gehörenden 180 Quadratkilometer großen Insel Ni’ihau (großes Foto oben) leben die rund 200 Bewohner vom Sammeln und Jagen. Der Zutritt ist nur Menschen erlaubt, die ausdrücklich von den Insulanern eingeladen wurden. Einzige Ausnahme: Seit Anfang der 1990er können Touristen eine mehrere Tausend Euro teure Jagdtour auf Ni’ihau buchen. Ansonsten hält die Küstenwache strikt jeden neugierigen Besucher fern. Mehr zu der Insel lesen Sie hier.

Luftaufnahme der Insel Ni’ihau

Die Hawaii-Insel Ni’ihau ist seit 1915 für Besucher komplett gesperrt. Foto: wikimedia/Polihale at English/CC3.0

2. North Sentinel Island, Andamanen

Erst vor Kurzem geriet das Volk der Sentinelesen wieder in die Schlagzeilen: Ein junger US-Tourist, der den fernab jeder Zivilisation im Indischen Ozean lebenden Stamm vermutlich missionieren wollte, wurde mit Pfeilen beschossen und starb. Seine Leiche wird wohl nie geborgen werden, denn die indischen Behörden haben es wegen Vorfällen wie diesen untersagt, die Insel zu betreten – zu gefährlich! Mehr über North Sentinel Island lesen Sie hier.

NORTH SENTINEL ISLAND

Wenn überhaupt, so sollte man North Sentinel Island nur aus gebührendem Abstand betrachten, wie hier aus der Luft
Foto: dpa picture alliance

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3. Queimada Grande, Brasilien

Diese Insel ist tödlich! Der Grund: Auf einen Quadratmeter kommt auf der bewaldeten Insel vor der Millionen-Metropole Sao Paolo mindestens eine Insel-Lanzenotter (Bothrops insularis). Die aus der Familie der Vipern stammenden Schlangen mit dem lebensgefährlichen Biss haben die gesamte menschliche Insel-Population vertrieben, die hier einst heimisch war. Die Behörden haben den Zutritt zur „tödlichsten Insel der Welt“ daher untersagt. Lesen Sie hier die vollständige Geschichte von Queimada Grande!

4. Plum Island, New York

Auf der nur sieben Quadratkilometer großen Insel vor New York wurden einst die Maul- und Klauenseuche und die Rinderpest erforscht. Weil im dortigen Hochsicherheitszentrum zur Erforschung von Tierseuchen und -krankheiten lebende Erreger gelagert werden, die sowohl Tieren als auch Menschen gefährlich werden können, ist der Zutritt nur befugten Forschern gestattet. Die spannende Geschichte von Plum Island lesen Sie hier.

Luftaufnahme von Plum Island

Plum Island liegt nicht weit entfernt von Long Island. Zutritt zur Insel hat längst nicht jeder
Foto: Google Earth

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5. North Brother Island, New York

Die 5,3 Kilometer große Insel im Hudson River diente einst als Quarantäne-Station für an Pocken oder Typhus erkrankte Städter. In den 50er-Jahren beherbergte sie eine Drogenentzugsstation. Heute darf die Insel nicht betreten werden und ist für die Öffentlichkeit gesperrt. Lesen Sie hier die spannende Geschichte der „Insel der Aussätzigen“.

Anlegestelle auf North Brother Island

Die inzwischen verfallene Anlegestelle auf North Brother Island
Foto: 2E

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6. Riems, Deutschland

Auf der Boddeninsel vor Greifswald (Mecklenburg-Vorpommern) gründete Friedrich Loeffler, Schüler von Robert Koch, im Jahr 1910 das weltweit erste Virusforschungsinstitut. Nachdem später vorübergehend die Nazis Biowaffen auf der Insel erforschten, untersuchen bis heute Wissenschaftler des Friedrich Löffler Instituts auf Riems gefährliche Seuchen. Daher ist die Insel streng von der Öffentlichkeit abgeschottet. Lesen Sie hier die gesamte Geschichte über Riems.

Luftaufnahme der Insel Riems

Auf der Insel Riems befindet sich ein Tierseuchen-Forschungszentrum
Foto: dpa Picture Alliance

7. Farallon Islands, USA

Die zerklüfteten Vulkaninseln liegen vor der Küste San Franciscos in Kalifornien – und auf ihnen lauert eine unsichtbare Gefahr: Weil zwischen 1946 und 1970 radioaktive Abfälle rund um die Farrallon Inseln abgeladen wurden, gelten sie als verstrahlt und sind deshalb Sperrgebiet. Fast 50.000 Container und Stahlfässer mit kontaminierten Abfällen liegen am Meeresgrund – sie zu heben und woanders zu entsorgen, ist Experten zufolge zu gefährlich. Niemand weiß genau, wie hoch der Grad der Gefährdung für das Meer und den Menschen wirklich ist.

Farallon Islands

Die Frallon Islands sind, bis auf eine Küstenwache und eine Forschungsstation, unbewohnt. Allerdings leben hier viele Vögel.
Foto: Google Earth

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8. Gruinard Island, Schottland

Vom schottischen Festland aus ist die Insel mit einem Ruderboot in zehn Minuten erreichbar. Weil im Zweiten Weltkrieg auf der Insel Versuche an Schafen mit dem Milzbrandbakterium, auch bekannt als Anthrax, durchgeführt wurden, ist es heute zu gefährlich, sie zu besuchen. Mehr Informationen über die Insel finden Sie hier.

Forscher auf Gruinard Island in Schottland

In den 40er Jahren wurden auf der schottischen Gruinard Insel Bio-Kampfstoffe getestet

9. Poveglia, Italien

Die Insel in der Lagune von Venedig gilt als verflucht, seit ein Arzt in der dort befindlichen psychiatrischen Klinik Experimente an Kranken durchführte. Seit rund 50 Jahren ist sie unbewohnt, und weil die Gebäude darauf inzwischen sehr baufällig geworden sind, darf niemand sie betreten. Möglicherweise soll Poveglia demnächst versteigert werden.

Luftaufnahme der Insel Poveglia

Die Insel Poveglia vor Venedig sollte eigentlich verkauft werden, doch die Bevölkerung ist dagegen
Foto: dpa Picture Alliance