Was einst ein prächtiges Hotel mit fantastischem Ausblick auf den Gardasee war, ist heute eine heruntergekommene Ruine. Für einige ist die „Casa della Trota“ eine der interessantesten Lost-Place-Attraktionen des Touristenorts und begeistert mit ihrer außergewöhnlichen Bauart direkt am Fels. Nun wird das Gebäude jedoch abgerissen, um neue Bauprojekte zu ermöglichen.
Was macht das ehemalige Hotel so einzigartig?
Was das sogenannte „Hotel Ponale“ oder auch „Forellenhaus“ so besonders macht, ist vor allem die Architektur. Das einstige Hotel ist direkt an eine Felswand angebaut und zeichnet sich durch seine atemberaubende Sicht auf den Gardasee aus. Das Restaurant liegt am Fluss Ponale, der aus dem Wasserfall des Ledrotals am Westufer in den Gardasee fließt.
Die Herberge besaß lediglich 18 Zimmer und wurde hauptsächlich als Restaurant betrieben. Den Namen „Forellenhaus“ bekam das Hotel durch ein Gericht mit selbst geangelter Forelle. Erreichen ließ sich die Anlage mit dem Boot über den hoteleigenen Bootsanleger oder auch mit dem Auto durch den oberhalb angelegten Tunnel hindurch.
Restaurant musste schließen
Wegen zu hoher Instandhaltungskosten – wie der Sicherung vor Steinschlägen – aber auch wegen erschwerter Verkehrsanbindungen und dadurch fehlender Kundschaft wurde das Restaurant vor über 25 Jahren geschlossen.
Seitdem steht das Haus nun leer. Auch von dem Schild des Restaurants ist nur noch das „STORANTE“ übrig geblieben und gibt dem verlassenen Gebäude genau das heruntergekommene Flair, das es zu einem abgelegenen Lost Place macht.
Das Betreten des Gebäudes ist verboten. Trotzdem kann man in sozialen Medien und beim äußeren Betrachten der Ruine erkennen, dass nicht alle das Verbot ernst nehmen. Auf der Außenwand kann man Graffiti-Bemalungen erkennen und auch in den sozialen Medien findet man Videos von Menschen, die von den hohen Balkonen des ehemaligen Hotels springen. Der illegale Hotspot ist jedoch bald Geschichte.
Areal für 2,3 Millionen Euro abgekauft
Lange war unklar, was aus der Ruine gemacht wird. Im Juli 2026 berichtete die italienische Tageszeitung „Corriere della Sera“, dass die Regierung von Trient das Areal für 2,3 Millionen Euro gekauft habe. Ihre Idee ist es, die vermoderten Teile des verkommenen Hotels abzureißen und die Teile des Gebäudes, die von historischem Wert sind, beizubehalten.
Besonders der Wanderweg „Strada del Ponale“ profitiert von dem Abriss. Durch das Freilegen der Klippe kann die beliebte Route mit dem Ufer des Gardasees verbunden werden. Ein kleiner Seitenpfad soll von der Straße aus zum Wasser führen. Für Besucher also eine Bereicherung.
Und auch der Radweg „Ciclovia del Garda“ kann durch den Abriss auf dieser Teilstrecke erweitert werden. Durch den Wegfall der Hotelruine sind auch die Pläne für den Bau eines Tunnels hinfällig, was wiederum Kosten spart.
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