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DDR-Villa mit eigenem Strand

Diesen Lost Place in Brandenburg können Sie jetzt ersteigern

Das ehemalige Waldhotel Seehof Atterwasch wird versteigert
Soll bei der Sommerauktion der Deutschen Grundstücksauktionen AG versteigert werden: das ehemalige Waldhotel Seehof Atterwasch Foto: Deutsche Grundstücksauktionen AG
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Laura Pomer
Freie Autorin

15. Juni 2026, 14:52 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten

Raus aus der Großstadt, rein ins Grüne! Für viele Berliner ist Brandenburg längst zur beliebten Alternative geworden, und auch für Menschen von weiter her ist es ein zunehmend beliebtes Reiseziel. Nun kommt dort, genauer gesagt am Deulowitzer See, ein ganz außergewöhnliches Objekt unter den Hammer: das ehemalige Waldhotel Seehof Atterwasch. Es soll im Rahmen einer Immobilienauktion versteigert werden. Dabei bietet das weitläufige Areal nicht nur jede Menge Platz und einen eigenen Seezugang, sondern blickt auch auf eine bewegte Geschichte zurück. Klingt wie ein schöner Rückzugsort? Bevor Sie Ihre Finanzen checken: Als Ferienhäuschen könnte das Ganze vielleicht eine Nummer zu groß sein …

Waldhotel Seehof Atterwasch wird versteigert

Nähere Informationen zu dem Areal finden sich sowohl auf der Website der Deutschen Grundstücksauktionen AG als auch in einem ausführlichen Exposé bei Immoscout, wo die Auktion bereits offiziell beworben wird. Das ehemalige Waldhotel Seehof Atterwasch befindet sich im gleichnamigen Ortsteil Atterwasch. Dieser liegt in der Gemeinde Schenkendöbern im Landkreis Spree-Neiße. Den Deulowitzer See dürften Sie womöglich kennen, es handelt sich dabei um ein beliebtes Ausflugsziel in der Lausitz. Die weitläufige Anlage ist von Natur umgeben, mit dichten Wäldern und Feldern, die zum Spazieren einladen. Unweit finden Sie eine funktionierende Dorfinfrastruktur vor.

Das Grundstück umfasst eine beeindruckende Fläche von rund 14,6 Hektar. Darüber hinaus verfügt es über eine mehrere Hundert Meter lange Uferlinie am See. Zum Gebäudebestand, der teilweise unter Denkmalschutz steht, gehören unter anderem eine historische Seevilla, ein ehemaliges Forsthaus, ein Apartmenthaus, mehrere Bungalows sowie ein alter Wasserturm.

Areal des Waldhotel Seehof Atterwasch
Das Areal des Waldhotel Seehof Atterwasch ist von beachtlicher Größe Foto: Deutsche Grundstücksauktionen AG
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Was über die Geschichte des Hotels bekannt ist

Die Quellenlage zur genauen Nutzungsgeschichte ist teilweise fragmentiert. Das ist alles andere als untypisch bei Immobilien mit wechselvoller Nutzung über viele Jahrzehnte, die später privatisiert und schließlich aufgegeben wurden.

Man weiß, dass das Waldhotel Seehof Atterwasch in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts errichtet wurde. Die Anlage begann als Fachwerkbau und wurde im Laufe der Jahre durch weitere Gebäude und Strukturen erweitert. Nach und nach entstand so das heutige Ensemble.

Auch ist bekannt, dass es über längere Zeit als Ausflugs- und Erholungsstandort genutzt wurde. Auf der Outdoor-Plattform „Komoot“ erwähnt ein Nutzer, dass das Areal zu DDR-Zeiten nur bestimmten Personengruppen zugänglich gewesen sei. Berichten zufolge wurde es als Urlaubsdomizil für die Parteischule der SED genutzt und später, nach der Wende, als Hotel weitergeführt. Diese Informationen sind allerdings nicht gesichert.

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Areal seit vielen Jahren geschlossen – jetzt steht es zum Verkauf

Das ehemalige Waldhotel steht seit vielen Jahren leer. Heute ist es ein typischer „Lost Place“ in der Region, also ein verlassener und verfallender Ort. Doch es könnte bald wieder mehr sein als das.

Waldhotel Seehof Atterwasch
Wird das Waldhotel Seehof Atterwasch bald vom Lost Place zu einer frequentierten Unterkunft? Foto: Deutsche Grundstücksauktionen AG

Das Objekt soll am 26. Juni 2026 in Berlin versteigert werden. Die Auktion startet bei einem Limit von 495.000 Euro, und es ist stark davon auszugehen, dass der finale Kaufpreis deutlich höher ausfallen wird. Schließlich bietet das Areal aufgrund seiner Lage und beachtlichen Größe ein enormes, vor allem touristisches Potenzial.

Doch noch ist es vor allem eines: stark sanierungsbedürftig. Insbesondere im Bereich der Elektrik, der Heizung und der Wasserleitungen dürften weitreichende Maßnahmen erforderlich sein. Gleiches gilt für das Dach. Weiterhin hängt es vom zu klärenden Bebauungs- und Nutzungsrecht ab, welche dauerhafte Nutzung zulässig ist. Ein ehemaliges Hotel darf etwa nicht automatisch zu einem privaten Wohnsitz werden. Und wie erwähnt, stehen Teile des Ensembles unter Denkmalschutz, sodass Umbauten nicht ohne vorherige Abstimmungen mit den zuständigen Behörden erfolgen dürfen.

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