Schlangemassage, Bierbad, Vogelkot-Treatment

Die 11 ungewöhnlichsten Spas der Welt

Schlangenmassage
Die Wellness-Behandlungen, die wir hier vorstellen, sind sicher nicht jedermanns Sache– wie zum Beispiel die Schlangenmassage...
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Wellness- und Beauty-Behandlungen tun Geist und Körper gut, so viel ist bekannt. Aber wussten Sie, dass dabei zuweilen mit recht ungewöhnlichen Ingredienzien und Hilfsmitteln gearbeitet wird, die vermutlich nicht jeder an seine Haut lassen würde? Wir zeigen elf besonders ungewöhnliche Spas.

Schlangenmassage

Ein Rat an alle Schlangenphobiker: Diesen Absatz sollten Sie unbedingt überspringen! Hier geht es nämlich um Schlangen, ziemlich große sogar, die sich auf nackter Haut winden, über den Rücken kriechen und um den Kopf wickeln. Was eher nach einem Adrenalin-Kick als nach Entspannung klingt, wird im Wellnesscenter Bali Heritage Reflexology and Spa in der indonesischen Hauptstadt Jakarta tatsächlich als Wellness-Erlebnis angeboten. Die Massage mit riesigen Pythons soll durch den mitunter sehr festen Griff der Tiere Verspannungen lösen. Zwar werden die Mäuler der Schlangen vor der Behandlung mit Klebeband verschlossen – allerdings sind Pythons gar nicht giftig, sondern erwürgen ihre Beute. Zubeißen könnten sie allerdings trotzdem.

Bierbad

Dass Bier gut für die Haare ist, wussten schon unsere Großmütter. Aber den Kopf gleich ganz in das nicht für alle Nasen unbedingt wohlriechende Hopfen-Gesöff eintauchen? In Tschechien ist man überzeugt, dass Bier eine heilende Wirkung für den Körper hat. In Karlsbad etwa können Gäste des nach eigenen Angaben ersten Bierkurbades Pivni Lazne in große hölzerne Bottiche voll mit Bier eintauchen– und dazu natürlich auch ein frisch Gezapftes aus dem Glas genießen. „Der hohe Hopfenessenzanteil trägt zur allgemeinen Vitalisierung bei und öffnet die Hautporen. Die Brauereihefe wirkt dank ihres hohen Gehalts an B-Vitaminen und aktiven Enzymen wohltuend auf die Hautregeneration“, heißt es auf der Website des Bierbad-Anbieters. Na dann, ein Prosit der Gemütlichkeit!

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Bathing in beer is our new favourite thing… cheers 🍻

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Kaktus-Massage

Ja, die Kaktus-Massage gibt es wirklich. Allerdings spielen die Stacheln dabei zum Glück keine Rolle, sondern vielmehr die Blätter. Vor allem wenn man sie lange genug in Tequila einlegt, sollen sie eine gesundheitsfördernde Wirkung entfalten. Die sogenannte Hakali-Massage verspricht Entspannung und wird zum Beispiel im Apuane Spa im Four Seasons Resort Punta Mita in Mexiko angeboten.

Kaktus

Vorsichtig, pieksig! Zum Glück kommen bei der Kaktus-Massage keine Stacheln zum Einsatz. Und falls doch: Der Tequila wirkt desinfizierend
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Im Wein schwimmen

Die Japaner gelten ja nicht unbedingt als das trinkfesteste Volk. Umso lieber schwimmen sie stattdessen im Alkohol, genauer gesagt: in Wein. Im Spa-Park Hakone Kowakien Yunessun in Ninotaira ist ein ganzes Schwimmbecken mit dem edlen Tropfen gefüllt, an deren Rand eine überdimensionierte Beaujolais-Flasche stetig für Nachschub sorgt. Nicht nur in Wein kann man in dem riesigen Wellness-Areal baden, sondern wahlweise auch in Kaffee, Grünem Tee, Sake oder Ramen-Suppe.

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Wein-Bad im Hakone Kowakien Yunessun

Bleibt zu hoffen, dass die Badenden sich den Wein im Hakone Kowakien Yunessun nicht aus dem Becken ins Glas abfüllen und trinken. Denn darin ist jede Menge Chlor enthalten
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Kaviar mal anders

Wer das nötige Kleingeld hat, kann sich im Luxushotel Rome Cavalieri Kaviar nicht nur zum Essen bestellen, sondern sich die rohen Fischeier auch ins Gesicht oder wahlweise auf den ganzen Körper schmieren lassen. Die Gesichts- oder Ganzkörpermaske mit Kaviar soll die Haut straffen und verjüngen. Fischeier-Fans können sich zwischendurch genüsslich mit der Zunge über die Lippen streichen und sich eine Portion ihres exquisiten Lieblingsschmankerls im Munde zergehen lassen.

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Unterwasser-Spa

In diesem Spa müssen Sie keine Fische an ihre Haut lassen, sondern ihnen nur zusehen, während Sie selbst von einer Massage verwöhnt nur so dahinschweben. Wo das geht? Im Indischen Ozean, genauer gesagt im Malediven-Resort auf Huvafen Fushi. Im nach eigenen Angaben „weltweit ersten Unterwasser-Spa“ geben Panoramascheiben den Blick frei auf die beeindruckende Meereswelt der Malediven.

Schlammschlacht

Dass Schlammpackungen gesund sind, ist längst bekannt. Im Ojai-Spa in Kalifornien ist man überzeugt, dass das gegenseitige Bewerfen mit Schlamm, während man dabei meditiert, noch viel mehr zum Wohlbefinden beitragen soll. Ganz wichtig ist auch das anschließende gemeinsame Abwaschen der Schlammkruste. Dadurch soll laut einem Bericht der österreichischen Zeitung „Die Presse“ symbolisch ein innerer Reinigungsprozess eingeleitet werden. Angeblich stamme das Ritual von den Ureinwohnern Kaliforniens.

Ojai-Spa in Kalifornien

Eins ist sicher: Gemeinsame Schlammschlachten machen Spaß. Ob sie auch relaxter machen, sei mal dahingestellt.
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Frieren bei minus 120 Grad

Wer schön sein will, muss leiden: Dieses Motto ist in der Aquacity im slowakischen Poprad Programm – zumindest, wenn man sich in dem riesigen Sport- und Wasserpark für eine Behandlung mit Kryotherapie entscheidet. Unter ärztlicher Überwachung werden die Teilnehmer in eine Kältekammer gesteckt, in der Minus 120 Grad herrschen. „Durch die extreme Kälte werden die Nervenenden angeregt, zu reagieren“, schreiben die Betreiber auf ihrer Website. Außerdem werde die Hormonproduktion und der Stoffwechsel angeregt und das Schmerzempfinden verringert. Auch einige Sportler, etwa Cristiano Ronaldo, schwören auf die therapeutische Wirkung der Kryotherapie.

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Bad im Eisloch

Wenn man in ein Eisloch springt, dürfte der Effekt in etwa der gleiche sein
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Po-Pimping

Ja, es gibt auch Spa-Behandlungen, die sich den sonst im Wellness-Bereich eher vernachlässigten Körperteilen widmen. Das Smooth Synergy Cosmedical Spa in New York etwa kümmert sich mit seinem speziellen „Fanny Facial“-Treatment ausschließlich um den Allerwertesten. Mit Peeling, Massagen und Stromstößen sollen Unebenheiten und unschöne Dellen beseitigt werden, so das Versprechen des Anbieters. Als Finish kommt am Ende noch Selbstbräunungs-Spray drauf, für einen „strahlenden Teint“.

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Sperma im Haar

Sie haben richtig gelesen. Bei diesem Treatment kommt Sperma ins Haar, genauer gesagt: das Sperma eines Angus-Bullen. Es soll wie Viagra für das Haar wirken und es besonders kräftig machen. Für eine besondere Standfestigkeit der Frisur, sozusagen. Angeboten wird das Treatment mit Bullensperma-Haarkur beim Trend-Frisör Hari’s Salon in London und kostet 130 Euro. Angeblich ist die Tinktur geruchsneutral – was den Kunden bei einer Einwirkzeit von 30 Minuten auch zu wünschen wäre.

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Vogel-Kot im Gesicht

Kein Scherz, auch das gibt es wirklich: eine Beauty-Behandlung, bei der der Kot einer Nachtigall zum Einsatz kommt. Genauer gesagt handelt es sich um eine Gesichtsmaske aus der Hinterlassenschaft des Vogels, welche großzügig aufgetragen wird. Das Naturprodukt soll dank darin enthaltener Enzyme für einen frischen Teint sorgen und beschädigte Haut reparieren. Wo man sich sozusagen freiwillig besch***** lassen kann? Im Diamond Hawaii Resort & Spa.