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Köln-Berlin nonstop

Die Bahn plant ab Dezember eine neue ICE-Sprinter-Verbindung

Ein ICE-Sprinter der Deutschen Bahn in Frankfurt
Ein ICE-Sprinter der Deutschen Bahn in Frankfurt Foto: dpa picture alliance

Mit dem Zug fahren, statt den Flieger zu nehmen – das ist nicht nur im Sinne des Umweltschutzes, sondern auch der Deutschen Bahn. Das Unternehmen möchte Zugfahren attraktiver machen als Fliegen und plant deswegen einen Ausbau der besonders schnellen Strecken, der ICE-Sprinter. Welche als erstes neu hinzukommt und was Bahnreisende über die Sprinter wissen sollten.

Wer oft mit der Deutschen Bahn unterwegs ist, freut sich über die sogenannten ICE-Sprinter. Die Fernzüge fahren nämlich mit deutlich weniger Halts oder teilweise sogar komplett durch. Gerade bei längeren Strecken bedeutet das mitunter eine deutliche Zeitersparnis. Nun hat die Deutsche Bahn angekündigt, diese Strecken in Zukunft weiter auszubauen.

Das Projekt ist Teil eines Aktionsplans, den die Deutsche Bahn und der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) unterzeichnet haben, der das Ziel hat, mit dem Ausbau des Schienennetzes und einer besseren Zusammenarbeit etwa jeden fünften Passagier deutscher Inlandsflüge in die Züge zu holen. So sagte DB-Vorstand Ronald Pofalla in einer Pressemitteilung der Bahn: „Reisende, die bislang das Flugzeug nutzen, sollen in Zukunft ganz selbstverständlich den umweltfreundlichen Zug nehmen.“

Endlich!

Ich kann nicht mehr sagen, wie oft ich schon von Berlin nach Köln mit dem Zug gefahren bin. Mehrere hundert Male werden es sicher gewesen sein. Und dabei ist das Gefühl immer dasselbe: Zunächst geht die Reise relativ flott, man fährt los und ist bald darauf schon in Hannover und beim nächsten Halt dann schon in NRW, in Bielefeld.

Der ungeübte Reisende denkt nun: Wunderbar, jetzt kann es ja nicht mehr lange dauern! Doch falsch. Jetzt geht das Elend erst los, denn der ICE muss sich durch die „Metropole Ruhr“ quälen. Das bedeutet, dass ab Hamm erstmal alle zehn Minuten angehalten wird. Dortmund, Bochum, Essen, Duisburg, Düsseldorf. Auf der Alternativ-Route sieht es mit den Halten Hagen und Wuppertal immerhin etwas besser aus – dennoch wird der Zug gefühlt direkt wieder abgebremst, sobald er gerade Geschwindigkeit erreicht hat.

Seit Jahren wünsche ich mir deswegen eine solche Sprinter-Strecke. Und auch wenn ich mir „nur“ eine halbe Stunde spare: Die 30 Minuten sind es definitiv Wert!

Larissa Königs, Redakteurin TRAVELBOOK

Welche neue Sprinter-Strecke plant die Deutsche Bahn aktuell?

Schon im Dezember 2021 soll ein neuer Sprinter auf der Strecke Köln-Berlin eingesetzt werden. Der Zug soll in Bonn starten und nach Köln keinen weiteren Halt haben. Das ist insofern erstaunlich, als dann alle Ruhrgebietsstädte (Duisburg, Essen, Bochum, Dortmund, Hamm) sowie das Drehkreuz Hannover ausgelassen werden. Ziel der Bahn ist jedoch, die Zugstrecke Köln-Berlin gegenüber der Flugverbindung attraktiv zu machen und dafür ist eine Zeitersparnis unerlässlich. Durch den Wegfall der Zwischenhalte kann in Zukunft eine halbe Stunde eingespart werden, sodass die Fahrt von Köln nach Berlin nur noch knapp 4 Stunden dauert.

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Welche Strecken gibt es bislang?

Aktuell bietet die Bahn auf 9 Strecken ICE-Sprinter an. Dazu zählen folgende Verbindungen:

  • Berlin – Frankfurt (Zwischenhalte: Halle, Erfurt)
  • Berlin – München (Zwischenhalte: Halle, Erfurt, Nürnberg)
  • Düsseldorf – Stuttgart
  • Frankfurt – Berlin
  • Dortmund – Frankfurt (Zwischenhalt: Düsseldorf)
  • Frankfurt – Köln
  • Frankfurt – Paris (Zwischenhalte: Mannheim, Karlsruhe)
  • Hamburg – Frankfurt (Zwischenhalt: Hannover)
  • Hamburg – Köln (Zwischenhalte: Essen, Duisburg, Düsseldorf)

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Kostet eine Fahrt im Sprinter mehr als im normalen ICE?

Jein. Zumindest im teuren Flex-Tarif, der bis kurz vor Fahrtbeginn storniert werden kann, ist eine Fahrt im Sprinter genauso teuer wie im ICE. Bei den Spartarifen können die Preise jedoch variieren.

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