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Diese neuen Zugverbindungen in Europa starten 2026

2026 gibt es in Europa einige neue Zugverbindungen – welche das sind, lesen Sie hier im Überblick
2026 starten in Europa einige neue Zugverbindungen – welche das sind, lesen Sie hier Foto: Getty Images
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Delia Krumhaar
Werkstudentin

2. Januar 2026, 14:50 Uhr | Lesezeit: 5 Minuten

Europa bekommt 2026 ein Upgrade auf der Schiene: neue Nachtzüge, mehr Direktverbindungen – und Reisen, bei denen der Weg Teil des Erlebnisses ist. Das europäische Bahnnetz wächst weiter zusammen und macht Zugreisen nicht nur bequemer, sondern auch deutlich attraktiver. TRAVELBOOK stellt die neuen Zugverbindungen für 2026 in Europa vor.

Ob komfortable Nachtverbindungen, neue familienfreundliche Züge oder mit Hochgeschwindigkeit über die Alpen – 2026 zeigt, wie vielseitig und zeitgemäß Bahnreisen in Europa geworden sind. Immer mehr Routen machen das Reisen selbst wieder zum Erlebnis und eröffnen neue Möglichkeiten, Städte und Regionen nachhaltig zu entdecken.

1. Paris – Berlin: Der Nachtzug feiert sein Comeback

Einsteigen am Abend in Paris, aufwachen in Berlin – genau das soll 2026 wieder möglich sein. Das private Bahnunternehmen European Sleeper übernimmt die traditionsreiche Nachtzugverbindung zwischen den beiden Metropolen, nachdem die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) ihre Nachtzüge zwischen Paris, Wien und Berlin zum 14. Dezember 2025 eingestellt haben. Hintergrund war der Rückzug französischer Fördermittel.

Der erste Zug soll am 26. März 2026 fahren und dreimal pro Woche verkehren. Abfahrten erfolgen voraussichtlich dienstags, donnerstags und sonntags abends am Gare du Nord in Paris. Die Rückfahrten starten montags, mittwochs und freitags ab Berlin Hauptbahnhof und Ostbahnhof.

2. Paris – München: Schnellere Verbindung ab Ende 2026

Auch tagsüber wird Bahnfahren zwischen Frankreich und Deutschland attraktiver. Laut „Sortir à Paris“ soll Ende 2026 eine neue, schnellere Hochgeschwindigkeitsverbindung zwischen Paris und München starten. Betrieben wird die Strecke gemeinsam von der Deutschen Bahn und der französischen SNCF. Schon heute verkehrt täglich jeweils ein TGV in beide Richtungen. Künftig sollen die Züge häufiger fahren und weniger Zeit benötigen. Angaben zu konkreten Fahrplänen oder Preisen gibt es bislang nicht.

3. Prag – Kopenhagen: Direktzug mit Kinderkino

Eine der neuen internationalen Direktverbindungen führt von Prag nach Kopenhagen. Wie „rbb24“ berichtete, starten die Deutsche Bahn, die Dänischen Staatsbahnen und die Tschechischen Bahnen am 1. Mai 2026 eine neue Direktverbindung von Prag nach Kopenhagen über Berlin. Die ganzjährige Tagesverbindung fährt in beide Richtungen. Zwischen Berlin und Kopenhagen beträgt die Fahrzeit rund sieben Stunden, zwischen Prag und Kopenhagen etwa elf Stunden. Zusätzlich verlängern die Betreiber einen bestehenden sommerlichen Nachtzug, der bisher Hamburg und Kopenhagen verbindet, künftig bis nach Prag.

Eingesetzt werden die neuen ComfortJet-Züge der Tschechischen Bahnen mit Platz für 555 Fahrgäste. Sie verfügen über ein Bordrestaurant, WLAN und Fahrradstellplätze. Hinzu kommen Rollstuhllifte, ein Kinderkino sowie funkwellendurchlässige Fenster, die den Mobilfunkempfang verbessern. Geplante Zusatzhalte sind unter anderem Dresden und Hamburg.

4. London – Stirling: Schottlands unterschätzte Stadt

Auch im Bahnverkehr des Vereinigten Königreichs entstehen neue Direktverbindungen. Laut „BBC“ plant die britische Bahngesellschaft Lumo eine neue Direktverbindung von London Euston nach Stirling, rund eine Stunde nördlich von Edinburgh. Der Start wird für Mitte 2026 erwartet. Unterwegs hält der Zug in Lockerbie, Carlisle, Preston und Nuneaton. Stirling gilt als eine der unterschätzten Städte Schottlands und lockt mit einer eindrucksvollen mittelalterlichen Burg auf einem vulkanischen Felsen sowie dem National Wallace Monument zu Ehren des schottischen Nationalhelden Sir William Wallace.

5. München – Mailand & München – Rom: Direktverbindungen

Auch Richtung Süden wird Bahnreisen ab Ende 2026 deutlich einfacher. Denn laut Deutscher Bahn hat man gemeinsam mit der italienischen Trenitalia und den Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) eine enge Kooperation vereinbart, um neue Direktverbindungen von München nach Mailand und Rom einzuführen – ohne Umstieg und mit italienischen Frecciarossa-Hochgeschwindigkeitszügen. Damit rücken nicht nur Norditalien, sondern auch die italienische Hauptstadt spürbar näher an den deutschen Fernverkehr.

Geplant sind Fahrtzeiten von rund sechseinhalb Stunden nach Mailand sowie etwa achteinhalb Stunden nach Rom. Als zentraler Knotenpunkt dient Innsbruck – von dort aus geht es über den Brenner weiter nach Italien. Auf dem Weg nach Mailand sind unter anderem Stopps in Bozen, Trento, Rovereto, Verona und Brescia vorgesehen, während die Züge Richtung Rom zusätzlich in Bologna und Florenz halten sollen. Voraussetzung für den Start ist die fristgerechte Zulassung der Züge. Ab Dezember 2026 sollen zunächst eine tägliche Hin- und Rückfahrt pro Strecke angeboten werden.

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6. Amsterdam/Brüssel – Mailand: Nachtzug ins Stadtzentrum

Parallel dazu wächst auch ein weiteres Nachtzugangebot: Laut European Sleeper ist für Juni 2026 eine neue Nachtzugverbindung von Amsterdam und Brüssel nach Mailand geplant, die unter anderem über Bern sowie Stresa am Lago Maggiore führt. Damit entsteht eine direkte Schienenverbindung zwischen dem Benelux-Raum, der Schweiz und Norditalien – ganz ohne Umsteigen. Als konkretes Startdatum nennt der Betreiber den 18. Juni 2026. Abfahrten ab Amsterdam und Brüssel sind jeweils montags, donnerstags und samstags vorgesehen, während die Rückfahrten ab Mailand mittwochs, freitags und sonntags stattfinden sollen. Der Ticketverkauf soll laut Anbieter im Januar oder Februar 2026 starten.

7. Deutschland – Schweiz: Direktverbindungen in den Alpenraum

Auch der grenzüberschreitende Bahnverkehr zwischen Deutschland und der Schweiz soll 2026 komfortabler werden. Laut SBB entstehen neue umsteigefreie Direktverbindungen von deutschen Großstädten wie Berlin, Hamburg, Köln und Dortmund in den Alpenraum der Schweiz. Zielpunkt der neuen Linien ist Brig im Kanton Wallis – für Reisende vor allem deshalb relevant, weil die Stadt als wichtiger Ausgangspunkt für Bergregionen mit Wandergebieten und Wintersportorten gilt. Wer aus Deutschland anreist, erreicht die Alpen damit künftig ohne Umstieg und mit deutlich vereinfachter Reiseplanung.

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