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Frankreich verschärft Einreiseregeln für Ungeimpfte

Frankreich Corona
Frankreich hat die Einreiseregeln wegen Corona nochmals verschärftFoto: Getty Images

Die Corona-Lage verschlechtert sich auch in Frankreich. Daher wird Ungeimpften die Einreise durch strengere Vorgaben beim PCR-Test weiter erschwert. Was das für Reisende bedeutet und wie die Regeln in Frankreich aktuell sind – TRAVELBOOK gibt den Überblick.

Frankreich verlangt bei der Einreise aus Deutschland von Ungeimpften künftig einen PCR-Test, der höchstens 24 Stunden alt ist. Dies teilte Regierungssprecher Gabriel Attal in Paris mit. Bislang betrug die Frist 48 Stunden. Die Regelung gilt auch für Einreisen aus allen anderen EU-Ländern. Wer geimpft oder genesen ist, braucht den Test nicht.

Für Menschen aus Ländern außerhalb der Europäischen Union gilt künftig grundsätzlich, dass sie bei der Ankunft in Frankreich einen PCR-Test vorweisen müssen – unabhängig davon, ob sie geimpft sind oder nicht. Der Test darf dann höchstens 48 Stunden alt sein.

Wie ist aktuell die Corona-Lage in Frankreich?

Die Corona-Lage in Frankreich verschlechtert sich zusehends. Erstmals seit April liegt die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz wieder über 300. Dieser Wert gibt die Zahl der registrierten Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner binnen einer Woche an. Die Zahl der Krankenhauseinweisungen von Corona-Patienten ist innerhalb einer Woche um 40 Prozent gestiegen, was zu einer wachsenden Belastung für die Kliniken wird (Stand: 1. Dezember).

Omikron könnte in Frankreich bald dominieren

Omikron könnte bis Ende Januar die dominierende Variante des Coronavirus in Frankreich sein. Es sei mit einem raschen Anstieg der Omikron-Fälle zu rechnen, sagt der Berater der französischen Regierung, Jean-Francois Delfraissy, dem Fernsehsender BMF. Derzeit sei aber der „wahre Feind“ noch immer die Delta-Variante, die sich in einer fünften Welle ausbreite. „Weihnachten ist nicht gefährdet, wenn die Bevölkerung und die Entscheidungsträger alle sehr vorsichtig sind“, sagt Delfraissy und bekräftigt, dass soziale Distanzierung und eine Auffrischungsimpfung Schlüsselwaffen im Kampf gegen das Coronavirus seien.

Welche Corona-Maßnahmen gelten aktuell in Frankreich?

Bereits seit dem 9. August gilt, dass jeder, der ins Kino, Theater oder Museum, Restaurant, Cafés oder Einkaufszentren möchte, einen sogenannten „pass sanitaire“ vorlegen muss. Dabei handelt es sich um den Nachweis einer vollständigen COVID-19-Impfung, einer Genesung von der Krankheit oder eines aktuellen negativen Corona-Tests. Dieser kann digital z. B. durch die deutschen Apps „CovPass“ oder „Corona-Warn-App“ oder in Papierform vorgelegt werden. Gleiches gilt auch in Flugzeugen, Zügen und Bussen.

Für Touristinnen und Touristen ohne vollständige Impfung könnten die strengeren Regeln ins Geld gehen. Denn der Negativtest darf nicht älter als 24 Stunden sein. Wer sich also ohne vollständige Impfung in Frankreich aufhält, wird künftig wohl tiefer in die Tasche greifen müssen. Der Grund: PCR- und Antigentests sind für ausländische Touristen in Frankreich nicht kostenlos.

Welche Hygiene-Maßnahmen gelten aktuell?

Für alle ab elf Jahren besteht im ganzen Land die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasenschutzes in allen öffentlich zugänglichen, geschlossenen Räumen sowie in öffentlichen Verkehrsmitteln. Die Masken müssen chirurgische Einwegmasken oder zertifizierte Stoffmasken sein, die mehr als 90 Prozent ausgeatmeter Partikel der Größe 3 Mikrometer filtern.

Die Maskenpflicht im Freien ist entfallen. Bei Menschenansammlungen in Warteschlangen oder auf Märkten gilt sie weiter.

Quellen