Beliebte Touristenorte kommen schnell an ihre Grenzen. Dann übersteigen die Besucherzahlen gerne mal deutlich die der Einwohner. Laut einer aktuellen Analyse von Holidaycheck sticht ein Ort im Süden Deutschlands dabei besonders hervor.
Im Urlaub wimmelt es meist von anderen Touristen, außer man reist an einen gänzlich unbekannten Ort. Ansonsten hat man das Vergnügen mit vielen anderen Reisenden. Das Verhältnis zwischen Gästen und Einwohnern kann dann schnell mal ins Wanken geraten. In einer Untersuchung von Holidaycheck schafft es aber ein kleiner Ort mit großem Abstand ganz an die Spitze der Unverhältnismäßigkeit: In Rust kommen auf jeden Einwohner rund 200 Touristen.
Europa-Park ist Besuchermagnet
Rust in Baden-Württemberg dürfte vielen ein Begriff sein. Allerdings nicht wegen besonderer Sehenswürdigkeiten, einer schönen Altstadt oder anderer Dinge. Rust ist vor allem für den Europa-Park, Deutschlands größten Freizeitpark, bekannt.
Im vergangenen Jahr feierte der Europa-Park sein 50-jähriges Jubiläum und knackte dabei zum ersten Mal die 7-Millionen-Besuchermarke. Und das hat natürlich auch Auswirkungen auf Rust, den Ort, in dem sich der Freizeitpark befindet. Laut Holidaycheck zählte Rust 2025 rund 200 Gästeankünfte pro Einwohner. Mit großem Abstand auf Platz zwei des Rankings befindet sich das Ostseebad Binz mit rund 80 Touristen pro Einwohner und auf Platz drei landet mit Heringsdorf ebenfalls ein Ostseebad mit rund 70 Touristen pro Einwohner.
Mehr Gäste, weniger Übernachtungen
Für die Analyse hat Holidaycheck Tourismusdaten der Regionaldatenbank für 2025 ausgewertet und mit dem Jahr 2024 verglichen. Berücksichtigt wurden dabei die Daten von mehr als 80 Großstädten und rund 2000 Gemeinden in Deutschland. Für die Auswertung wurden die jährlichen Gästeankünfte ins Verhältnis zur Einwohnerzahl gesetzt.
Dabei kam auch heraus, dass es 2025 rund 2,2 Millionen mehr Gästeankünfte gab, also insgesamt rund 192 Millionen. Diesem Plus von 1,2 Prozent steht der eher geringe Anstieg von nur 0,3 Prozent bei den Gästeübernachtungen gegenüber. Heißt im Umkehrschluss, dass es zwar mehr Gäste gibt, diese aber kürzer bleiben.
Bei großen Städten gibt es außerdem ein Ungleichgewicht beim Wachstum: Während Lübeck, Heidelberg und Hamburg deutlich zulegen, kommen in Berlin und Dresden weniger Gäste an.
Sie haben erfolgreich Ihre Einwilligung in die Nutzung unseres Angebots mit Tracking und Cookies widerrufen.
Damit entfallen alle Einwilligungen, die Sie zuvor über den (Cookie-) Einwilligungsbanner bzw. über den
Privacy-Manager erteilt haben. Sie können sich jetzt erneut zwischen dem Pur-Abo und der Nutzung mit
Tracking und Cookies entscheiden.
Bitte beachten Sie, dass dieser Widerruf aus technischen Gründen keine Wirksamkeit für sonstige
Einwilligungen (z.B. in den Empfang von Newslettern) entfalten kann. Bitte wenden Sie sich diesbezüglich an
datenschutz@axelspringer.de.