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Lohnt sich ein Ausflug nach Long Island?

Hamptons – die Sommerresidenz superreicher New Yorker

Die Hamptons auf Long Island sind ein beliebtes Ausflugsziel für reiche New Yorker. Außerdem haben viele Promis hier eine Sommerresidenz – unter anderem Jennifer Lopez, Mariah Carey und Tiger Woods
Die Hamptons auf Long Island sind ein beliebtes Ausflugsziel für reiche New Yorker. Außerdem haben viele Promis hier eine Sommerresidenz – unter anderem Jennifer Lopez, Mariah Carey und Tiger WoodsFoto: Getty Images

Reiseblogger Flo Roser lebte zusammen mit seiner Freundin für insgesamt sechs Monate in New York City. Die meiste Zeit hat das Paar in der Stadt verbracht – schließlich gibt es dort unendlich viel zu entdecken und zu erleben. Wenigstens einmal wollte Flo aber den Ort sehen, an dem New Yorks Superreiche ihre Wochenenden verbringen oder gleich eine eigene Sommerresidenz besitzen: die legendären Hamptons auf Long Island. Lohnt sich ein Ausflug dorthin?

Los ging unser Ausflug in die Hamptons am Samstagmorgen mit einem Mietwagen. Wir holten unseren Familien-Van am Broadway in Manhattan ab und fuhren über die Williamsburg Bridge nach Brooklyn. Von dort ging es dann weiter nach Osten, wo die Stadt allmählich der Natur wich und wir nach zwei Stunden Fahrt durch richtig schnuckelige Dörfer cruisten, bis wir in Southampton ankamen.

Weit und breit kein Parkplatz

Ab dann nahm der Tag zunächst eine etwas unangenehme Wendung: In einem Sportartikelladen fragten wir nach dem schönsten Strand der Gegend, woraufhin uns der Teenager-Sohn des Besitzers umfassend erklärte, wo wir denn hinfahren sollten, um uns die enorm hohen Parkgebühren an den meisten Stränden zu sparen. Das Ergebnis der Gurkerei war dann aber, dass man dort ohne eine Art Anwohnerparkausweis gar nicht parken konnte – kilometerlang waren die Straßen mit „Parkverbot – bei Nichtbeachtung wird abgeschleppt!“-Schildern gesäumt.

Und so kurvten wir den Tank leer auf der Suche nach einem Strand mit Parkmöglichkeit. Nach einigen Kilometern und einiger Fragerei kamen wir schließlich an einen Parkplatz, wo man Tagestickets für 20 Dollar (15 Euro) kaufen konnte – nur leider nicht mit Kreditkarte, und wer hat in Amerika schon Bargeld dabei? Zu allem Überfluss begann es dann auch noch zu regnen, und wir fuhren frustriert zurück nach Southampton, wo wir Geld holten und tankten.

Bummel durch Southampton

Wir beschlossen, gemütlich durch das beschauliche Southampton zu schlendern – eine gute Idee, wie sich herausstellte: Southampton ist eines der Zentren der Hamptons, in denen bekanntlich unzählige Millionäre und Milliardäre schmucke Ferienhäuser besitzen. Dementsprechend hoch war auch die Dichte an Ferraris, Maseratis und Bentleys, sodass ich zumindest in Sachen Carspotting auf meine Kosten kam.

Teure Autos gibt es in dieser Gegend zuhauf
Teure Autos gibt es in dieser Gegend zuhauf. Foto: Flo Roser / UberdingFoto: Flo Roser / Uberding

Auch sonst ist der Ort echt nett, viele bekannte Labels wie Ralph Lauren oder Michael Kors besitzen kleine Geschäfte, und man fühlt sich beim Bummeln einfach so richtig wie im Urlaub. Southampton ist sehr ruhig und gemütlich und immer wieder sieht man nette kleine Hinterhöfe. Der Ort wirkt wie ein Ruhepol, wenn man aus New York City kommt – vermutlich ist genau das der Grund, warum es jedes Wochenende so viele Menschen aus der Stadt nach Long Island verschlägt.

Southampton ist ein hübsches Städtchen mit vielen kleinen Geschäften
Southampton ist ein hübsches Städtchen mit vielen kleinen Geschäften. Foto: Flo Roser / UberdingFoto: Flo Roser / Uberding

Southampton Beach

Das Wetter wurde dann gegen Nachmittag wieder besser, und so beschlossen wir, einen weiteren Strand-Versuch zu wagen. Mit gefülltem Tank und Bargeld fuhren wir direkt südlich von Southampton an den millionenschweren Villen und dem Agawam Lake vorbei an die Küste, wo wir tatsächlich Glück hatten: Abseits von unzähligen ‘by permit only’-Parkplätzen fanden wir fünf Stellplätze, für die man wohl weder eine Genehmigung noch einen Parkschein brauchte – und einer davon war sogar frei. Also kamen wir sogar noch an den Strand, den man mit der Villen-Kulisse im Hintergrund direkt als Location für die nächste Tommy-Hilfiger-Kampagne hätte nutzen können.

Bei unserem Besuch war so gut wie keine Menschenseele am Strand. Vermutlich lag es am eher mäßigen Wetter
Bei unserem Besuch war so gut wie keine Menschenseele am Strand. Vermutlich lag es am eher mäßigen Wetter. Foto: Flo Roser / UberdingFoto: Flo Roser / Uberding

Da das Wetter nicht allzu brillant war, war am Strand kaum etwas los, und auch wir zogen nach einer guten Stunde des Relaxens weiter, da es echt kühl wurde und wir Hunger bekamen. Bei einem ordentlichen Burger in Southampton ließen wir den Hamptons-Tag ausklingen, bevor wir uns auf den Rückweg nach New York machten.

Mein Fazit zu den Hamptons

Vielleicht lag es am Wetter, oder wir hatten einfach Pech, doch ich würde bezweifeln, dass sich ein Tagesausflug in die Hamptons wirklich lohnt. Zumindest, solange man dort niemanden kennt, den man dann zu Hummer und Champagner in dessen Villa besuchen kann. Ist das nicht der Fall, so sollte man sich zweimal überlegen, ob man all die Fahrerei in Kauf nehmen möchte. Denn ordentliche Strände gibt es schließlich auch in der Nähe von New York – und ohne Auto.

Flo Roser schreibt für den Lifestyle-Blog Uberding.

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