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in Südkorea

„SpaceWalk“ – diese Attraktion ist keine Achterbahn

„SpaceWalk“: gigantische Treppe in Südkorea
Es ist tatsächlich keine Achterbahn, deshalb aber nicht weniger imposant: das Kunstwerk „SpaceWalk“ in SüdkoreaFoto: Mutter/Genth

Auf den ersten Blick: eindeutig eine Achterbahn. Doch sein Name lässt erahnen, dass der „SpaceWalk“ im südkoreanischen Pohang kein Fahrgeschäft ist. Lesen Sie bei TRAVELBOOK, was hinter der Großskulptur steckt und wo Sie so etwas auch bei uns in Deutschland besuchen können.

Ein wild gewundener Streckenverlauf in schwindelerregender Höhe – die typischen Merkmale einer Achterbahn. Aber schauen Sie mal genauer hin: Der „SpaceWalk“ ist mit einem hohen Geländer ausgestattet, ganz wie eine Treppe.

„SpaceWalk“
Auf dem „SpaceWalk“ ist Treppensteigen ähnlich aufregend wie Achterbahnfahren Foto: Mutter/Genth

Treppe „SpaceWalk“ sieht aus wie eine Achterbahn

Gelegen ist die enorme Treppe auf einer Grundfläche von 60 mal 57 Metern im südkoreanischen Pohang, genauer gesagt vor der bewaldeten Hügellandschaft des Hwanho-Parks. Sie darf rund um die Uhr und bei freiem Eintritt von maximal 250 Personen gleichzeitig besucht werden. Von einer zentralen Zugangstreppe aus kann man sich zwischen einem sanfteren und einem steileren Anstieg entscheiden. Beide Wege enden kurz vor dem Looping, der aus Sicherheitsgründen nicht zu betreten ist. Der höchste Punkt der Konstruktion liegt mehr als 20 Meter in der Luft.

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„SpaceWalk“
Keine Sorge, der Looping im Streckenverlauf des „SpaceWalk“ ist nicht betretbarFoto: Mutter/Genth

Dahinter steckt ein Designer-Duo aus Deutschland

Die Assoziation mit einer Achterbahn kommt natürlich nicht von ungefähr. Dadurch aber, dass die übergroße Treppe „gängige Erwartungen an maschinelle Beschleunigung ironisch unterläuft, treibt die imposante Arbeit ein subtiles Spiel mit den Kategorien Geschwindigkeit und Entschleunigung“. So erklären es die Designer des Kunstwerks, die Hamburger Heike Mutter and Ulrich Genth, in einer Pressemitteilung. Jenes Spiel soll den Charakter der Industrie- und Hafenstadt Pohang, seines Schauplatzes, widerspiegeln. Weiterhin wollen die Kreativen mit ihrem Werk Fragen zur Gestaltung der Zukunft (buchstäblich) in den Raum werfen.

Nachts ist die Treppe beleuchtet und dadurch besonders eindrucksvoll – für den Betrachter am Boden sowie für den, der sich hinauf getraut hat. In der Ferne will das Gebilde am Himmel verschiedene Motive darstellen können, je nachdem, von wo aus man es sieht. Und für die Spazierenden selbst soll sich das Gefühl vermitteln, durch den Weltraum zu spazieren. Daher der Name „SpaceWalk“.

Eine Treppe wie eine Achterbahn gibt es auch in Deutschland

Man muss nicht unbedingt bis nach Südkorea reisen, um eine Erfahrung wie auf dem „SpaceWalk“ zu machen. Ihre erste begehbare Achterbahn-Skulptur haben Mutter und Genth nämlich bei uns in Deutschland umgesetzt, im Rahmen des Projekts „RUHR.2010 – Kulturhauptstadt Europas“. Dieses war gleichzeitig der Durchbruch des Künstler-Duos. Seither ist das „Tiger and Turtle – Magic Mountain“ eine beliebte Besucherattraktion in Duisburg, die zwar zwischenzeitlich aufgrund der Corona-Pandemie gesperrt war, nun aber (mit Maske) wieder betreten werden darf.

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Auch der „Tiger and Turtle – Magic Mountain“ ist bei Nacht beleuchtet. Wer den Treppenaufstieg erklommen hat, soll bei klarem Himmel bis nach Düsseldorf blicken können.

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Tiger & Turtle – Magic Mountain
Viele Treppenstufen, die es sich lohnt, zu erklimmen: der „Tiger & Turtle – Magic Mountain“ in Duisburg Foto: Nikolay Dimitrov // Duisburg Kontor

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