Drive-in, virtuell, Glühweinstände...

Welche Weihnachtsmarkt-Alternativen gibt es 2020?

Weihnachtsmärkte Corona 2020
Weihnachtsmärkte in Zeiten von Corona – geht das überhaupt?
Foto: Getty Images

Weihnachtsmärkte gehören für viele Deutsche einfach zur Weihnachtszeit dazu. Doch in diesem Jahr wird es vielerorts keinen Weihnachtsmarkt geben, die Corona-Infektionszahlen sind immer noch deutlich zu hoch und die Ansteckungsgefahr auf den Märkten zu groß. Doch in einigen Städten gibt es Alternativen. TRAVELBOOK weiß, wo Sie doch noch an Glühwein und gebrannte Mandeln kommen – oder zumindest an die weihnachtliche Atmosphäre.

Wer in diesem Jahr auf einen Weihnachtsmarkt gehen möchte, muss schon mit einem rechnen: Ein normaler Weihnachtsmarktbesuch wie noch im vergangenen Jahr wird unmöglich sein. Aber es gibt einige Alternativen, wie doch noch etwas Weihnachts-Feeling aufkommt – sei es auf dem Drive-In-Weihnachtsmarkt oder beim virtuellen Rundgang.

Weihnachtsmärkte unter Corona-Auflagen

Einige wenige Weihnachtsmärkte haben unter strengen Corona-Auflagen tatsächlich eröffnet. Dazu gehört unter anderen der Weihnachtsmarkt in Dinkelsbühl (Bayern). Dort sind in der historischen Altstadt rund 15 Buden verteilt. Jeder Betrieb muss einen Mitarbeiter mit einer Warnweste ausstatten, der die Einhaltung der Abstände kontrolliert, zusätzlich wird täglich die Polizei von 16 bis 18 Uhr vor Ort sein. Außerdem ist der Ausschank von branntweinhaltigen Getränken verboten. Der Weihnachtsmarkt in Dinkelsbühl hat Montag bis Freitag von 13:00 bis 20:00 Uhr und Samstag bis Sonntag von 11:00 Uhr bis 20:00 Uhr geöffnet.

Auch in der Hamburger Hafencity soll es einen kleinen Weihnachtsmarkt geben. Auf dem Überseeboulevard sollen täglich Besucher unter dem Motto „Es weihnachtet sehr“ von 12.00 bis 20.00 Uhr die Buden erkunden können. Dr. Claudia Weise, Quartiersmanagerin nördliches Überseequartier, sagte, man habe „selbstverständlich die Hygiene- und Schutzmaßnahmen in das diesjährige Konzept integriert.“ TRAVELBOOK hat bisher noch keine Rückmeldung, wie diese Maßnahmen genau aussehen.

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Dezentrale Weihnachtsmärkte

Dezentraler Weihnachtsmarkt 2020 Berlin

Eine Weihnachtsbude am Breitscheidplatz in Berlin
Foto: dpa picture alliance

Eine Alternative zu stark kontrollierten „klassischen“ Weihnachtsmärkten sind dezentrale Weihnachtsmärkte, bei denen nur vereinzelte Buden aufgestellt werden. So ein Konzept gibt es z.B. in Berlin im Stadtteil Charlottenburg. Dort verteilen sich laut „Tagesschau“ etwa 20 bis 25 kleinere Buden mit Glühwein, Süßigkeiten und Handwerksartikeln unter anderem am Kurfürstendamm, Breitscheidplatz und an der Einkaufsmeile Wilmersdorfer Straße.

Wie die „Tagesschau“ weiter berichtet, liegen dem Deutschen Städtetag ähnliche Konzepte aus anderen Großstädten wie Hamburg, Bayreuth oder Düsseldorf vor.

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Drive-In-Weihnachtsmärkte

Drive-In-Weihnachtsmarkt 2020

Während der Corona-Pandemie setzen einige Weihnachtsmärkte auf Drive-In-Konzepte, zum Beispiel in Landshut
Foto: dpa picture alliance

Im Auto ist man abgegrenzt und kann sich bei Fremden nicht infizieren – es ist also das perfekte Setting für einen Weihnachtsmarkt zu Coronazeiten. Immer mehr Städte entwickeln Konzepte dieser Art. Vorreiter war die Stadt Düsseldorf, der dort geplante Drive-in-Lichterzauber mit Weihnachtsmarkt musste allerdings abgesagt werden. Eine Alternative bietet der Drive-In-Weihnachtsmarkt in Kalkar: Der Drive-In-Weihnachtsmarkt findet dort vom 10. bis 31. Dezember 2020 (ausgenommen Heiligabend), mittwochs bis sonntags von jeweils 16:30 Uhr bis 21 Uhr statt. Mehr Infos zu dem Angebot und dem skurrilen Freizeitpark finden Sie hier. 

Ein ähnliches Angebot gibt es auch in Süddeutschland, nämlich in der bayerischen Stadt Landshut. Dort hat Gastronom Patrick Schmidt den Biergarten seiner Gaststätte Zollhaus mit über 100 Christbäumen, tausend Lichtern und einer Kunstschnee-Kanone in einen Drive-In-Christkindlmarkt verwandelt. Der Drive-in-Christkindlmarkt ist bis 20. Dezember von Donnerstag bis Sonntag jeweils von 11 bis 20 Uhr geöffnet.

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Virtueller Weihnachtsmarkt

Der Nürnberger Christkindlesmarkt ist einer der bekanntesten Weihnachtsmärkte der Welt – doch auch er wird dieses Jahr, wie so viele andere große Märkte – nicht stattfinden. Doch es gibt eine Alternative, die sich auch für alle eignet, die wegen der Pandemie sicherheitshalber einfach zu Hause bleiben. Der Weihnachtsmarkt findet nämlich „virtuell“ statt. So kann man auf der Webseite des Christkindlesmarkts zahlreiche Buden auswählen und bekommt Infos zu den Anbietern, falls man dort Produkte kaufen möchte.

Sie möchten nebenbei einen Glühwein trinken? Probieren Sie das Rezept von myHOMEBOOK aus. Alternativ gibt es dort auch ein Rezept für Feuerzangenbowle!

Außerdem öffnet sich auf der Internetseite ab dem 1. Dezember 2020 täglich ein neues Fenster des digitalen Adventskalenders.

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