Von Italien bis Hawaii

13 der aktivsten Vulkane der Welt

Vulkane sind eines der faszinierendsten Naturphänomene auf unserer Welt – aber auch eines der gefährlichsten. Ihr Ausbruch ist im besten Fall harmlos oder vielleicht sogar ein Spektakel für Touristen, kostet aber auch immer wieder Menschenleben.

Rund um den Globus gibt es laut dem Naturgeschichtlichen Museum in Washington, USA 1449 Feuerberge, die während der letzten 10.000 Jahre mindestens einmal ausgebrochen sind.

TRAVELBOOK stellt 13 der aktivsten Vulkane der Welt vor.

Ätna, Italien

Der Ätna auf Sizilien von oben

Der Ätna auf Sizilien von oben
Foto: Getty Images

Einer der gefährlichsten Vulkane der Welt liegt quasi direkt vor unserer Haustür: der Ätna. Laut „ntv“ sind bereits Ausbrüche aus dem Jahr 693 vor Christus dokumentiert. Seitdem erschüttern immer wieder neue Eruptionen die Insel Sizilien, werden Häuser zerstört, der Himmel von Aschewolken verdunkelt. In diesem Jahrhundert ist er bereits mehrfach ausgebrochen, zuletzt 2019.

Hunga Ha’apai, Tonga

Aktive Vulkane

Der Hunga Ha’apai ist ein Unterwasservulkan
Foto: Getty Images

Der Unterwasservulkan vor dem Pazifikinselstaat Tonga brach 2009 spektakulär aus und wirbelte laut „ntv“ mächtige Dampfsäulen und Rauchwolken auf. Da der Hunga Ha’apai unter der Meeresoberfläche liegt, kann sein Gefahrenpotential nicht so genau eingeschätzt werden wie bei einem überirdischen Schlot. Die letzten Aktivitäten datieren aus dem Jahr 2015.

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Mount St. Helens, USA

Aktive Vulkane

Der Mount St. Helens in den USA
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Dieser 2550 Meter hohe Berg war ursprünglich einmal um ganze 400 Meter höher, bis eine gewaltige Detonation im Jahr 1980 die komplette Nordflanke des Berges zerriss. Die Kraft des Ausbruchs entsprach damals 24 Megatonnen und damit dem 16-fachen der Kraft der Hiroshima-Atombombe. Laut BILD verteilte sich die Asche damals über elf US-Bundesstaaten und kostete 57 Menschen das Leben – seitdem ist er zum Glück ruhig geblieben.

Llaima, Chile

Aktive Vulkane

Der Llaima gilt als einer der gefährlichsten Vulkane in Südamerika
Foto: Getty Images

Der Llaima zeigte seine Urgewalt 2008, als er laut „ntv“ 54 Touristen mit seinen Lavaströmen einschloss, die anschließend nur unter vollem Einsatz der Rettungskräfte in Sicherheit gebracht werden konnten – vor den Augen der Fernsehzuschauer im Land, denn der Ausbruch wurde als „Event“  live übertragen. Die Lava aus dem Schlund des Llaima wurde über einen Kilometer in die Luft geschleudert, die Rauchsäule nach der Eruption erreichte gar eine Höhe von zehn Kilometern.

Anak Krakatau, Indonesien

Aktive Vulkane

Der Anak Krakatau ist das „Kind“ eines viel größeren Vulkans
Foto: Getty Images

Der Anak Krakatau wächst quasi aus den Überresten des Supervulkans Krakatau, der 1883 ausbrach und die gesamte gleichnamige Insel zur Explosion brachte – durch die Sprengkraft entstanden Tsunamis, die insgesamt 36.000 Menschen das Leben kosteten. Laut der Seite „Spektrum“ gilt dieser Ausbruch als der zweitstärkste der vergangenen 10.000 Jahre. Der Vulkan liegt nur etwa 80 Kilometer von Indonesiens Hauptstadt Jakarta entfernt und steht deshalb unter ständiger Beobachtung – seit 1930 hat er sich bereits 450 Meter über den Meeresspiegel erhoben und wird als sehr aktiv eingeschätzt.

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Arenal, Costa Rica

Aktive Vulkane

Der Arenal in Costa Rica
Foto: Getty Images

Bei seinem bisher schlimmsten Ausbruch im Jahre 1968 tötete der Vulkan laut „ntv“ fast 90 Menschen und ist seither permanent aktiv – ohne Vorwarnung schleudert er an manchen Tagen Gestein kilometerhoch in die Luft.  Die letzte Eruption 2010 war derart massiv, dass der gesamte umliegende Nationalpark evakuiert werden musste. Der Arenal gilt als einer der aktivsten Vulkane Costa Ricas und sogar der ganzen Welt.

Popocatepetl, Mexiko

Aktive Vulkane

Der Popocatepetl ist über 5000 Meter hoch
Foto: Getty Images

Aus dem Aztekischen übersetzt bedeutet laut „Spektrum“ der Name Popocatepetl „Rauchender Berg“, und genau das tut der „Popo“ seit Mitte der 1990er-Jahre wieder regelmäßig. Früher konnte man den über 5000 Meter hohen Berg sogar besteigen, heute ist das wegen seiner starken Aktivität nicht mehr möglich. 2013 brach er das letzte Mal aus, weswegen zahlreiche Flüge in und nach Mexiko gestrichen sowie auch der Flughafen in der nahegelegenen Stadt Puebla geschlossen werden musste.

Nyiragongo, Afrika

Der Nyiragongo in der Demokratischen Republik Kongo

Der Nyiragongo in der Demokratischen Republik Kongo
Foto: Getty Images

In der Grenzregion zwischen der Demokratischen Republik Kongo und Ruanda gelegen, ist der Nyiragongo letztmals 2002 so heftig ausgebrochen, dass 500.000 Menschen evakuiert werden mussten. Die Großstadt Goma wurde dabei von der extrem schnell fließenden Lava des Vulkans überrascht, etliche Gebäude zerstört und dadurch zahllose Menschen obdachlos. Laut „Süddeutsche“ brodelt in seinem Krater der größte Lavasee der Welt: 270 Meter lang und 250 Meter breit.

Kilauea, Hawaii, USA

Der Kilauea ist nicht nur einer der aktivsten Vulkane, sondern auch eine Touristenattraktion

Der Kilauea ist nicht nur einer der aktivsten Vulkane, sondern auch eine Touristenattraktion
Foto: Getty Images

Nicht wirklich gefährlich, aber der Kilauea auf Big Island gilt laut „ntv“ als der aktivste Vulkan überhaupt auf der ganzen Welt. Übersetzt bedeutet der Name Kilauea „spucken“, was sich natürlich auf die Lava bezieht, die hier seit 1983 ununterbrochen sprudelt. Das Besondere: Sie fließt ins Meer und erstarrt dort, weswegen der Kilauea bei Touristen eine sehr beliebte Attraktion ist.

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Stromboli, Italien

Der Stromboli ist einer der aktivsten Vulkane überhaupt und bricht mitunter im Minutentakt aus

Der Stromboli ist einer der aktivsten Vulkane überhaupt und bricht mitunter im Minutentakt aus
Foto: Getty Images

Und noch ein europäischer Vulkan: Der Stromboli liegt auf der gleichnamigen Insel, die eigentlich nichts anderes ist als der Vulkankegel. Der Berg, der zu den Äolischen Inseln gehört, erhebt sich laut „ntv“ 924 Meter über den Meeresspiegel und speit quasi permanent Feuer – manchmal gar im Minutentakt. Die Lava fließt jedoch immer über denselben, „Feuerbahn“ genannten Abhang bergab, weswegen die Eruptionen meist keine Gefahr für die 500 Inselbewohner oder Touristen darstellen. Die Ausbrüche des Stromboli sind deshalb auch bei Besuchern aus aller Welt sehr beliebt.

Sakurajima, Japan

Der Sakurajima, einer der aktivsten Vulkane der Welt, aus der Luft

Der Sakurajima, einer der aktivsten Vulkane der Welt, aus der Luft
Foto: Getty Images

Japan ist das Land mit der weltweit vierthöchsten Dichte an Vulkanen – und der Sakurajima (poetisch übersetzt mit Kirschblüteninsel) gilt laut „ntv“ als besonders wild, ist dauerhaft aktiv und bricht mehrmals täglich aus. Er liegt nur acht Kilometer von der Stadt Kagoshima entfernt, die 500.000 Einwohner hat. Die dort lebenden Menschen sind deshalb auch mit Staubmasken und Schutzbrillen ausgerüstet, in der Schule wird für den Vulkan-Ernstfall trainiert – der letzte ereignete sich 1914.

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Eyjafjallajökull, Island

Aktive Vulkane

Der Ausbruch des Eyjafjallajökull war verantwortlich für das „Aschemonster“, das 2010 für Chaos im Flugverkehr sorgte
Foto: Getty Images

Island selbst ist die größte Vulkaninsel der Welt, und ihr berüchtigster Feuerschlot sorgte im Jahr 2010 für Schlagzeilen, als sein Ausbruch laut „WDR“ zahlreiche Flughäfen von Russland bis Spanien lahmlegte – die Eruption war so gewaltig, dass die ausgestoßenen Aschewolken den Himmel verdunkelten, was den Flugverkehr zu unsicher gemacht hätte. Für die Insel war der Ausbruch aber der Startschuss für einen beispiellosen Touristenansturm: Island zählt mittlerweile jährlich etwa zehnmal so viele Besucher, wie das Land überhaupt Einwohner hat.

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Piton de La Fournaise, La Réunion

Auch der Piton de la Fournaise ist einer der aktivsten Vulkane der Welt

Auch der Piton de la Fournaise ist einer der aktivsten Vulkane der Welt
Foto: Getty Images

Streng genommen ist der Piton, zu Deutsch: „Glutofen“, Franzose, denn zu unserem Nachbarland gehört auch die Insel La Réunion. Der Vulkan entstand vor etwa 500.000 Jahren und ist heute einer der aktivsten der Welt. Laut der Seite „Reunion“ datiert der letzte heftige Ausbruch aus dem Jahr 2007, insgesamt soll der Piton seit 1950 aber fast 50 Mal Feuer gespuckt haben.