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Niederlande sind wieder Hochrisikogebiet und im Teil-Lockdown

Amsterdam Niederlande
In den Niederlanden verschlechtert sich die Corona-Lage zunehmend – die Regierung hat bereits einen Teil-Lockdown verhängtFoto: Getty Images

In den Niederlanden steigen die Infektionszahlen weiter drastisch an. Daher hat die Regierung bereits einen Teil-Lockdown verhängt. Ab Sonntag, dem 21. November gelten die Niederlande auch hierzulande wieder als Hochrisikogebiet.

Angesichts stark steigender Corona-Zahlen hat die niederländische Regierung bereits Mitte November einen neuen Teil-Lockdown verhängt – als erste solche Maßnahme in Westeuropa seit dem Sommer. Seit Samstag (13. November) müssen für mindestens drei Wochen Bars und Restaurants ab 20:00 Uhr sowie nicht lebensnotwendige Geschäfte ab 18:00 Uhr schließen. Zudem sollen die Menschen so viel wie möglich von zu Hause aus arbeiten und bei Sportveranstaltungen keine Zuschauer zugelassen werden. Schulen, Theater und Kinos sind aber weiter geöffnet. Auch die deutsche Bundesregierung stuft die Niederlande wieder als Corona-Hochrisikogebiet ein, wie das RKI berichtet.

Welche Corona-Sicherheitsmaßnahmen sonst noch in den Niederlanden gelten, was Urlauber bei der Einreise beachten müssen – TRAVELBOOK gibt einen Überblick.

Die aktuelle Corona-Lage in den Niederlanden

In den Niederlanden verschlechtert sich die Corona-Lage zunehmend. Binnen einer Woche gab es nach der jüngsten Statistik vom Dienstag, den 16. November, 110.588 gemeldete neue Infektionen, in der Vorwoche waren es 76.790. Die Sieben-Tage-Inzidenz, das heißt die Zahl neuer Fälle binnen einer Woche auf 100.000 Einwohner, stieg auf 628. Krankenhäuser müssen wegen der steigenden Anzahl an Coronafällen Behandlungen verschieben.

Ab Sonntag, den 21. November gelten die Niederlande für Deutschland als Corona-Hochrisikogebiet. Das Auswärtige Amt warnt vor nicht notwendigen, touristischen Reisen in die überseeischen Teile des Königreichs der Niederlande, mit Ausnahme von Aruba, Curaçao und St. Maarten und ab dem 21. November auch vor Reisen aus das niederländische Festland.

Das gilt für Einreisende in die Niederlande

Die Niederlande gelten in Deutschland ab dem 21. November als Hochrisikogebiet und auch die Niederlande haben Deutschland bereits am 4. September hochgestuft – es herrscht die sogenannte „Warnstufe gelb“. Daher gelten verschärfte Auflagen für Urlauber aus Deutschland und bei der Einreise tritt die 3G-Regel in Kraft: Erforderlich ist der Nachweis einer Impfung, einer Genesung oder eines negativen Tests. Ausgenommen von der Corona-3G-Regel sind Kinder unter 12 Jahren.

Wer in die Niederlande fliegt, muss außerdem vor Abflug ein Gesundheitsformular ausfüllen und mit sich führen. Zwischen Deutschland und den Niederlanden gibt es keine Grenzkontrollen. Es kann jedoch zu Stichprobenkontrollen kommen.

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Corona-Maßnahmen in den Niederlanden

In den Niederlanden gilt seit dem 13. November ein Teil-Lockdown: Geschäfte, die nicht für den täglichen Bedarf notwendig sind, müssen bis um 18 Uhr schließen, Gastronomie und Supermärkte dürfen bis 20:00 Uhr öffnen. Sportveranstaltungen finden wieder ohne Publikum statt und auch das Homeoffice ist die neue alte Norm. In den eigenen vier Wänden dürfen nicht mehr als vier Gäste täglich empfangen werden. Auch die Maskenpflicht und die 1,5-Meter-Regel wurde wieder eingeführt – das Nicht-Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes kann mit einem Bußgeld über 95 Euro geahndet werden.

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Das gilt für Rückreisende aus den Niederlanden

Die Bundesregierung stuft die Niederlande ab dem 21. November als Hochrisikogebiet ein. Damit einher gehen zusätzliche Maßnahmen für die Rückreise nach Deutschland. So müssen sich etwa alle Einreisenden zuvor digital anmelden. Wer nicht geimpft oder von einer Coronainfektion genesen ist, muss sich bei der Rückkehr in eine zehntägige Quarantäne begeben. Diese kann frühestens nach fünf Tagen durch Vorlage eines negativen Tests aufgehoben werden. Vollständig Geimpfte und Genesene brauchen keine Quarantäne anzutreten. Voraussetzung ist, dass sie den entsprechenden Nachweis ebenfalls über das Einreiseportal der Bundesregierung übermitteln.

Mit Material von Reuters und dpa