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Wie ist die Corona-Lage in den Niederlanden?

Corona Niederlande Amsterdam
Lockdown in den Niederlanden: Wegen der Corona-Pandemie herrscht auch im weltberühmten Rotlichtbezirk in Amsterdam gähnende Leere
Foto: dpa picture alliance

Die Corona-Situation in den Niederlanden ist immer noch nicht unter Kontrolle. Nachdem bereits im Oktober das Auswärtige Amt das gesamte Land zum Risikogebiet erklärt hatte, zählt nun auch Deutschland für die Niederlande als Risikogebiet. Was das für Einreisende aus Deutschland heißt und welche Corona-Maßnahmen aktuell in den Niederlanden gelten – TRAVELBOOK hat die Infos.

Die Corona-Lage in den Niederlanden ist immer noch angespannt. Obwohl sich die Niederlande wie auch Deutschland im harten Lockdown befinden, gibt es in den Niederlanden immer noch täglich knapp 6000 Neuinfektionen (Stand 6. Januar). Insgesamt gab es in dem Land mit gut 17 Millionen Einwohnern bislang 834.064 bestätigte Covid-19-Infektionen. Zudem wurde der niederländische Gesundheitsminister in den vergangenen Tagen heftig kritisiert, da die Niederlande erst am Mittwoch, 6. Januar, als letztes Land der EU mit dem Impfen begonnen haben.

Infos zur Einreise in die Niederlande trotz Corona

Die Niederlande haben Deutschland Ende Dezember zum Risikogebiet erklärt. Seit dem 29. Dezember 2020 müssen alle Flugreisenden beim Einchecken einen negativen PCR-Test vorweisen, wenn sie in die Niederlande fliegen wollen. Gleiches gilt für Reisende per Zug, Bus oder Schiff. In den Niederlanden angekommen, wird dringend empfohlen, sich in eine zehntägige Hausquarantäne zu begeben.

Die niederländische Regierung bittet dringend darum, auf Reisen in die Niederlande zu verzichten und empfiehlt auch ihren eigenen Einwohnern eindringlich, bis Mitte März 2021 möglichst auf nicht notwendige Reisen zu verzichten.

Das Auswärtige Amt hatte die Niederlande schon Mitte Oktober auf Basis von Zahlen des Robert-Koch-Instituts zum Risikogebiet erklärt. In der Provinz Zeeland sowie in den Provinzen Nordholland, inklusive Amsterdam, Südholland, inklusive Den Haag und Rotterdam, Utrecht, Limburg, Nord Brabant, Groningen, Gelderland, Flevoland, Drenhe, Overijssel und Friesland liegen die Inzidenzen derzeit bei mehr als 50 Fällen pro 100.000 Einwohner auf sieben Tage. Infolgedessen warnt das Auswärtige Amt seitdem vor „nicht notwendigen, touristischen Reisen in die Niederlande“.

 

Aktuelle Corona-Maßnahmen in den Niederlanden

In den Niederlanden gilt seit dem 15. Dezember ein harter Lockdown, seitdem sind Geschäfte und Einrichtungen geschlossen. Der Shutdown war auch eine Reaktion auf den Lockdown in Deutschland, da man so verhindern wollte, das Deutsche für Einkäufe über die Grenze fahren. Bis 19. Januar sind auch Kinos, Theater und Museen sowie Friseure, Fitnessstudios, Schwimmbäder und andere vergleichbare Einrichtungen geschlossen.

Restaurants und Cafés sind weiterhin geschlossen. Essen darf nur noch geliefert oder von Kunden abgeholt werden.

Alkohol und Softdrugs (Cannabis) dürfen zwischen 20 Uhr und 6 Uhr nicht verkauft werden. In dieser Zeit ist es auch nicht erlaubt, Alkohol im öffentlichen Raum (das gilt für Innen- und Außenbereiche) mit sich zu führen oder dort zu konsumieren. Coffeeshops müssen um 20 Uhr schließen.

 

Besuche zu Hause, im Garten oder auf dem Balkon sind auf zwei Gäste über 13 Jahre pro Tag beschränkt. Im Innen- und Außenbereich außerhalb des eigenen Haushalts darf eine Gruppe aus maximal vier Personen aus verschiedenen Haushalten bestehen. Für Kinder bis einschließlich 13 Jahre gelten die Maßnahmen nicht.

Die Maskenpflicht gilt in den Niederlanden nur in öffentlichen Verkehrsmitteln und ab einem Alter von 13 Jahren. In den besonders stark betroffenen Städten Amsterdam und Rotterdam gilt seit dem 5. August zudem die Maskenpflicht im Freien. Auch in den Niederlanden gilt in Geschäften und öffentlichen Gebäuden eine Abstandsregel von 1,5 Metern.