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Zu teuer, lange Schlangen, schlechte Qualität...

Europa-Park in der Kritik – so reagiert der Freizeitpark  

Europa-Park Rust Kritik
Am 26. März startete der Europa-Park in die aktuelle Sommer-Saison. Nun äußerten einige Besucher ihren Unmut über den beliebten Freizeitpark.Foto: picture alliance/dpa | Philipp von Ditfurth

Zu teuer, lange Wartezeiten und schlechte Qualität: Der Europa-Park Rust, Deutschlands beliebtester Freizeitpark, steht aktuell in der Kritik. TRAVELBOOK hat sich die Vorwürfe angeschaut und beim Europa-Park nachgehakt.

Der Europa-Park Rust war und ist deutschlandweit Spitzenreiter. Immer wieder verteidigt er bei den Travellers‘ Choice Awards von Tripadvisor seinen ersten Platz im Rennen um Deutschlands beliebtesten Freizeitpark. 2022 wurde er auch vom Reiseportal Travelcircus erneut zum besten Freizeitpark in Deutschland gewählt und landete auch im TRAVELBOOK-Voting mit deutlichem Abstand an der Spitze. Wenig verwunderlich, denn schließlich bietet der 1975 eröffnete Freizeitpark mehr als 100 Attraktionen und erweitert kontinuierlich sein Angebot. Gäste schätzen etwa das einzigartige Länderkonzept und Achterbahnen, die bis auf 100 km/h beschleunigen. Doch der Europa-Park hat nicht nur Fans – derzeit äußern Besucher im Netz ihren Unmut über den Park zwischen Freiburg und Offenburg. Was die Gäste bemängeln und wie der Europa-Park auf die Kritik reagiert:

Kritik der Gäste

Teurer Eintritt

Für die aktuelle Saison hat der Europa-Park Rust erneut die Eintrittspreise erhöht. Bereits im letzten Jahr wurden die Preise wegen coronabedingter Einschränkungen angehoben. In den Sommerferien zahlen Erwachsene nun 62 Euro und Kinder bis elf Jahre 53,50 Euro Eintritt. „So langsam wird es frech“, „Leider mittlerweile zu teuer“ oder „Wie soll sich das eine Familie mit zwei Kindern noch leisten können?“ heißt es in den Facebook-Kommentaren zu einem Post des Parks vom 26. März.

Zu lange Wartezeiten beim gastronomischen Angebot

Wie das Portal „BW24“ berichtete, beschweren sich Europa-Park-Gäste auch über zu lange Wartezeiten. „Wir mussten 1,5 Stunden in der Schlange anstehen“, äußerte ein Gast auch seinen Unmut bei Facebook. Nicht immer sind zu viele Besucher Schuld: „Wenn man auf zwei Cocktails und ein Bier eine halbe Stunde warten muss, ist das nicht grad großartig. Und es war keine Schlange“, schreibt ein anderer User.

Schlechte Qualität des gastronomischen Angebots

Besucher bemängeln auch die Qualität der Speisen und Getränke. „Das Essen war einfach grausam“, kommentiert ein Besucher einen Facebook-Beitrag des Europarks. Zudem hat der Europa-Park auch im gastronomischen Bereich die Preise angezogen und erntet dafür Kritik. So schreibt ein User: „Die Qualität wird immer schlechter bei ziemlich happigen Preisen.“ Vielfach wird auch kritisiert, dass die Preise nicht den Produkten angemessen seien – zum Beispiel, dass für eine Bratwurst 5 Euro oder für einen halben Liter Weizenbier 5,90 Euro verlangt würden.

Das sagt der Europa-Park

Zur kritisierten Preissteigerung insbesondere beim gastronomischen Angebot heißt es seitens des Europa-Parks: „Leider kämpfen auch wir mit der gravierenden Verteuerung von Lebensmitteln (wie die Lebensmittelgeschäfte), was sich auch teilweise in den Preisen niederschlägt. Unsere Preiserhöhungen im Gesamten sind lange nicht so hoch, wie das, was wir mehr an unsere Lieferanten zahlen müssen.“ Der Europa-Park betont sein „Höchstmaß an Fairness in der Preisgestaltung gegenüber den Gästen“. Es gibt auch auf Facebook User, die etwa die Eintrittspreise fair finden, da sich der Park stetig weiterentwickle und viel biete.

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ZUM ANGEBOT

Die Kritik nehme der Europa-Park ernst. Dennoch wäre es laut dem Park falsch, „aus diesen sehr seltenen Einzelfällen ein Gesamtbild abzuleiten.“ Die Qualität der Speisen wäre in allen Bereichen – vom einfachen Imbiss bis zum Zwei-Sterne-Restaurant – sehr gut: „Wir legen auf hochwertige regionale Qualität wert (…). Wir bekommen hin und wieder einzelne Kritik von Gästen, aber der weit überwiegende Teil der Besucher ist sehr zufrieden mit unserem Angebot. Dass es auch mal Kritik gibt, ist bei der Größe unseres Angebots eigentlich unvermeidlich.“ Zudem teilte der Europa-Park mit, er ermögliche als „einer von wenigen Freizeitparks den Besuchern auch, eigene Speisen mitzubringen“. Dies deckt sich allerdings nicht mit der Recherche von TRAVELBOOK, die ergab, dass Besucher in fast allen deutschen Freizeitparks Getränke und Speisen mitbringen dürfen.

Das Thema der Wartezeiten ist tatsächlich ein Problem: „Wir kämpfen, wie die Gastronomie, überall mit Personalproblemen. Wir versuchen aber täglich, solche Schwachpunkte zu ändern.“ Ein Problem stelle etwa der Krankenstand unter anderem durch Corona dar. Der Europa-Park rechne allerdings bis zum Sommer mit einer Verbesserung.

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