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An den Rand der Atmosphäre

30 Kilometer Höhe! Heißluftballon soll Touristen zum Weltall bringen

Space Perspective
Mit dem Heißluftballon bis zum Rand der Atmosphäre? Ein US-Unternehmen will es möglich machen. Foto: Space Perspective

Weltraumtourismus boomt. Immer mehr Unternehmen setzen darauf, Interessierte, die das nötige Kleingeld haben, ins All zu befördern. Normalerweise wird dabei auf Raketen gesetzt. Ein US-Unternehmen hat allerdings eine andere Vision: einen Heißluftballon. Was es mit der Idee auf sich hat und wann das Projekt starten soll.

Einmal ins All reisen – das wünschen sich viele. Doch wer den Traum verwirklichen will, braucht entweder viel Glück, viel Talent oder eine ganze Menge Geld. Normalerweise kosten Weltraumreisen mehrere Millionen. Doch das US-Unternehmen Space Perspective will bald schon eine Reise für „nur“ 125.000 Dollar anbieten. Es geht dann zwar nur an den Rand der Atmosphäre und technisch gesehen nicht ins All, aber dafür ist das Erlebnis umso außergewöhnlicher: Statt in einer Rakete, sollen die Passagiere in einem Heißluftballon sitzen.

Die Reise zum All verbringen die Touristen dann in einer Druckkapsel, die unten an einem gigantischen Hochleistung-Heißluftballon in der Größe eines Fußballstadions angebracht ist. In der Kapsel, die mit 360-Grad-Fenstern, einer Bar und einem Bad ausgestattet ist, sollen insgesamt acht Passagiere Platz finden. Nach zwei Stunden Aufstieg können die Ballonreisenden zwei Stunden in 30 Kilometer Höhe genießen, bevor es wieder zwei Stunden abwärts geht.

Die Kapsel von Space Perspetive
Die Kapsel ist rundum mit Fenstern ausgestattetFoto: Space Perspetive

Heißluftballon soll sicherer sein als Raketen

Da man im Gegensatz zu anderen Weltraumunternehmen wie SpaceX oder Blue Origin auf Raketen verzichtet, sei die Reise vor allem bequemer. So sei die physische Belastung für die Gäste deutlich geringer als bei der Konkurrenz, da es weder einen Raketenantrieb noch eine extreme Beschleunigung gebe. Man setze so „neue Maßstäbe für moderne Weltraumreisen“, wie es in einer Pressemitteilung des Unternehmens heißt.

Insgesamt soll der Ballon während der Fahrt in eine Höhe von 30 Kilometer steigen. Dann kann man bereits die Erdkrümmung sehen. Reisende befinden sich dann in der Stratosphäre der Erde – und das wohlgemerkt mit einem Heißluftballon. Dieser wird zudem nicht mit Helium, wie heutzutage eher üblich, sondern mit Wasserstoff betrieben.

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Space Perspective weist darauf hin, dass die Ballonfahrt der Superlative sicherer sei, als ein Raketenflug. Laut des Unternehmens gäbe es „keine aufgezeichneten Unfälle und keine Ausfälle bei fast 100 Flügen, die mit Weltraumballons durchgeführt wurden“. Unterstützt wird Space Perspective vom Kennedy Space Center und den Ballon-Experten Jane Poynter und Taber MacCallum.