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Entdeckungen in der Zwischensaison

Bayern im Herbst – die besten Reisetipps

Bayern ist auch im Herbst unbedingt eine Reise wert – die Kirche St. Sebastian im Berchtesgadener Land
Bayern ist auch im Herbst unbedingt eine Reise wert – die Kirche St. Sebastian im Berchtesgadener Land ist beispielsweise ein schönes AusflugszielFoto: Getty Images

Im Sommer lässt sich in vielen Seen prima baden, im Winter geht es auf die Piste. Das gilt fürs Allgäu genau wie für Oberbayern. Und im Herbst? Dann ist Zeit für vieles, was sonst zu kurz kommt. Eine Handvoll Tipps für den Herbst im tiefen Süden der Republik.

Sie wollen im Herbst verreisen, aber nicht allzu weit weg? Dann könnte der Süden Deutschlands eine gute Alternative sein. Doch was kann man in der Zwischensaison dort erkunden und erleben? TRAVELBOOK gibt fünf Ausflugstipps für den Herbst in Bayern.

1. Das Schloss Linderhof im Süden Bayerns entdecken 

Das Lieblingsschloss des Märchenkönigs – auf Schloss Linderhof war Ludwig II. oft und gerne
Das Lieblingsschloss des Märchenkönigs – auf Schloss Linderhof war Ludwig II. oft und gerneFoto: Getty Images

Ludwig II. (1845-1886) liebte die Landschaft ganz im Süden Bayerns, kurz vor der österreichischen Grenze – und hier ließ er sein Lieblingsschloss bauen: Linderhof. Anders als in Neuschwanstein hat der „Kini“ – Bayrisch für König – tatsächlich darin gewohnt und war oft in den umliegenden Bergen der Ammergauer Alpen unterwegs.

Schloss Linderhof ist zwar genauso sehenswert, wirkt aber weniger disneyhaft als Neuschwanstein. Vielleicht ist das der Grund, warum deutlich weniger Besucher kommen und die Warteschlangen zumindest im Herbst überschaubar sind. Bei den Führungen geht es durch etliche Säle, einer prunkvoller als der andere.

Auch interessant: 5 schöne Alternativen zu Neuschwanstein

2. Den Weißensee umrunden

Am Morgen liegt oft noch Nebel über dem Weißensee
Der Weißensee lohnt sich sehr für eine WanderungFoto: Getty Images

Auf dem Weg von Pfronten nach Füssen geht es am Weißensee entlang, dieser ist 2,4 Kilometer lang, knapp 600 Meter breit und bis zu 25 Meter tief. Anders als sein Name vermuten lässt, schimmert sein Wasser türkisgrün. Romantiker finden hier viele einsame Orte, um die Natur zu genießen. Ein Teil der Strecke folgt dem Ufer. Der Blick fällt auf die begrünten Berghänge dahinter. In die Stadt geht es über den Lech, der hier so türkisgrün ist wie zuvor der See.

Übrigens: Der schönste Badesee Deutschlands liegt laut den TRAVELBOOK-Lesern auch in Bayern und ist ebenfalls einen Besuch Wert.

3. Bummeln in Füssen im Allgäu

Füssen eignet sich auch im Herbst hervorragend für einen Stadtbummel
Füssen eignet sich auch im Herbst hervorragend für einen StadtbummelFoto: istock/ syolacan

Füssen gehört zu den schönsten Städten im Allgäu: klein, aber nett und mit etlichen Gassen, in denen das Bummeln Spaß macht. Jahrhundertelang hatte Füssen weit über das Allgäu hinaus einen Ruf für seine Instrumentenbauer. Bei den Saiteninstrumenten und besonders den Lauten war „Made in Füssen“ das Qualitätssiegel schlechthin: So eine wollten alle haben, die etwas davon verstanden. Seit 1436 arbeitete der erste nachweisbare Lautenmacher in der Stadt. Bald exportierte Füssen nicht nur Instrumente, sondern auch die Spezialisten, die sie herstellten. An ihre große Zeit erinnert das Stadtmuseum im Kloster St. Mang.

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4. Ins bayrische Kloster gehen

Das Innere des Klosters von Ottobeuren
Das Innere des Klosters von OttobeurenFoto: Getty Images

Ein Tipp für den Herbst ist, eines der vielen Klöster in Bayern zu besuchen. Benediktiner gibt es schon lange in der Region. Auf der Allgäuer Seite zum Beispiel im Kloster Ottobeuren, das in diesem Jahr sein 1250-jähriges Bestehen feiert, in Oberbayern im Kloster Ettal. Die Benediktinerabtei ist auf Gäste eingestellt. Es gibt ein Klosterhotel, eine Schaukäserei, einen Klosterladen, eine Brauerei und eine Destillerie, durch die auch Touren angeboten werden – inklusive Likörprobe. Kostenlose Führungen gibt es in der Basilika.

Herbst in Bayern, Ausflugsziel Kloster Ottobeuren
Das Kloster eignet sich hervorragend für einen AusflugFoto: Getty Images

Das Kloster geht zwar zurück auf das Jahr 1330, macht aber keinen mittelalterlichen, sondern einen ausgesprochen barocken Eindruck. Kein Wunder: Ein Brand zerstörte die alte Klosteranlage 1744, danach wurde sie im Stil der Zeit wieder aufgebaut. Eine Ausnahme gibt es allerdings, für die Ettal berühmt ist: Das „Gnadenbild“, eine Marienfigur, hat Kaiser Ludwig der Bayer, der das Kloster bauen ließ, schon 1330 aus Italien mitgebracht. Zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert war sie ein wichtiger Grund für die Pilger, sich für Ettal als Wallfahrtsziel zu entscheiden.

Falls Sie auf den Geschmack gekommen sind: In diesen Klostern können Sie auch Urlaub machen. 

5. Das Bergbauerndorf Gerstruben besuchen

Gerstruben mit seiner Kapelle ist eines der beliebtesten Fotomotive des Allgäus
Gerstruben mit seiner Kapelle ist eines der beliebtesten Fotomotive des AllgäusFoto: Getty Images

Wer immer noch keinen passenden Aufsflugstipp für Bayern im Herbst gefunden hat, könnte von diesem pittoresken Dorf eventuell überzeugt werden. Gerstruben ist eines der ältesten Dörfer im Allgäu und tauchte schon im Jahr 1361 erstmals in einer Urkunde auf. Das Besondere im Dorf ist, dass noch heute die mittlerweile denkmalgeschützten Bauernhäuser stehen und somit Gerstruben quasi eine Art „Freilichtmuseum“ des alten Lebens im Allgäu darstellt.

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