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Infos im Überblick

Ab wann und wo man das 9-Euro-Ticket kaufen kann  

9-Euro-Ticket ermöglich günstige Zugreisen durch ganz Deutschland
Nicht nur in Berlin, sondern auch NACH Berlin kann man bald deutschlandweit für nur 9 Euro fahrenFoto: Getty Images

Deutschland will öffentliche Verkehrsmittel wie Bus und Bahn attraktiver machen. Dazu wurde das bereits vor Wochen angekündigte 9-Euro-Ticket auf den Weg gebracht. Starttermin für das vergünstigte Ticket, das Teil des Entlastungspaketes der Bundesregierung ist, ist der 1. Juni. Was Reisende über das Ticket wissen sollten und was Kritiker befürchten – TRAVELBOOK gibt einen Überblick.

Nachdem nun auch Bundesrat und Bundestag eine Gesetzesformulierung für das stark vergünstigte 9-Euro-Ticket für den öffentlichen Nahverkehr gebilligt haben, wird das Ticket wie erhofft ab Anfang Juni gelten. Innerhalb von drei Monaten können Kunden dann für nur 9 Euro im Monat den Nahverkehr nutzen. Mit dem Ticket ist auch die Hoffnung verbunden, dass mehr Menschen vom Auto auf Bus und Bahn umsteigen. Ab kommender Woche soll man es bereits kaufen können.

Wo das 9-Euro-Ticket erhältlich sein wird und worauf Fahrgäste achten sollten: TRAVELBOOK gibt Antworten auf die wichtigsten Fragen.

Die wichtigsten Fragen zum 9-Euro-Ticket

Ab wann kann ich das Ticket kaufen?

Die Deutsche Bahn teilte am vergangenen Sonntag mit, dass Kunden das Ticket ab dem 23. Mai kaufen können. Viele Verkehrsverbünde zogen bereits nach und gaben bekannt, ebenfalls am 23. Mai mit dem Verkauf starten zu wollen.

Wo wird das Ticket erhältlich sein?

Laut der Deutschen Bahn wird das Ticket über die App DB-Navigator sowie sämtliche anderen digitalen Bahnkanäle zur Verfügung stehen. „Ebenso wird es an den rund 5500 Fahrkartenautomaten der Deutschen Bahn und in den über 400 DB-Reisezentren in Bahnhöfen erhältlich sein“, hieß es. Die Fahrkarten können auch bei anderen Verkehrsunternehmen online oder am Schalter gekauft werden.

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Wofür soll das 9-Euro-Ticket gelten?

Mit dem Ticket soll man für 9 Euro monatlich bundesweit im Nahverkehr unterwegs sein können –also praktisch mit allen öffentlichen Verkehrsmitteln außer IC, EC und ICE. Inkludiert in dem Ticket sind U- und S-Bahnen, Straßenbahnen und Busse, Regionalzüge und sogar einige Fähren. Tatsächlich soll man mit einem Ticket auch in unterschiedlichen Regionalverbänden fahren können. Das heißt: Wer von Köln nach Berlin möchte, kann das (mit vielen Umstiegen und mehr Zeitaufwand) für nur 9 Euro bewerkstelligen.

Auch interessant: Wann darf die Bahn eigentlich Fahrgäste aus dem Zug werfen?  

Was ist, wenn ich bereits ein Abo für den öffentlichen Nahverkehr habe?

Bereits bestehende Abonnements für den ÖPNV sollen automatisch umgestellt werden und die Differenz zum 9-Euro-Ticket entweder durch Gutschriften oder eine Auszahlung erstattet werden.

Kann ich mein Fahrrad mitnehmen?

Stand jetzt kann man sein Fahrrad kostenlos im eigenen Tarifbereich des Verkehrsverbands, also etwa BVG in Berlin oder VRR in Düsseldorf, mitnehmen. Außerhalb des Tarifbereichs wird eine Zusatzfahrkarte für das Fahrrad notwendig. Allerdings forderte der Fahrgastverband „Pro Bahn“ bereits, die Fahrrad-Mitnahme, solange das 9-Euro-Ticket gilt, komplett zu verbieten. Das sei die einzige Möglichkeit, Chaos zu verhindern, so der Sprecher Karl-Peter Naumann gegenüber der „Rheinischen Post“.

Auch interessant: Für wen lohnt sich welche Bahncard?

Kritik am 9-Euro-Ticket

Nicht nur „Pro Bahn“ äußert sich kritisch. Auch an anderer Stelle häufen sich Stimmen, die vor einer Überlastung der Züge auf touristisch stark frequentierten Strecken warnen. So befürchtet Deutsche-Bahn-Betriebsrat Jens Schwarz „überlastete Bahnhöfe, insbesondere an kleinen Bahnhöfen“, der Geschäftsführer von Sylt Marketing, Moritz Luft, spricht davon, dass man für den Ansturm nicht ausgerüstet sei und die Züge bereits jetzt an ihren Kapazitätsgrenzen seien. Gerd Galdirs, Betriebsratschef bei der DB Sicherheit, sieht in den überfüllten Zügen sogar ein Sicherheitsrisiko, „wenn erhöhtes Reisendenaufkommen auf Probleme bei Ressourcen trifft“, wie der „Spiegel“ berichtet.

Mit Material von Reuters

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