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Neue „Dresdner Bahn“ halbiert Fahrzeit zum Flughafen BER

Dresdner Bahn BER
Mit dem Ausbau der Dresdner Bahn wird die direkte Zugverbindung zum BER deutlich schneller Foto: picture alliance/dpa
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TRAVELBOOK Redaktion

12. Dezember 2025, 15:09 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten

Lange mussten Fahrgäste auf die Fertigstellung warten: Mit dem Fahrplanwechsel am 3. Advent tritt jetzt die modernisierte Dresdner Bahn in Betrieb. Die direkte Zugverbindung zum Flughafen BER wird damit deutlich schneller.

Den Auftakt auf der neuen Strecke macht der Flughafen-Express (FEX), der am 15. Dezember um 0.52 Uhr erstmals vom Berliner Hauptbahnhof Richtung BER startet. Künftig fährt der FEX im 15-Minuten-Takt und damit doppelt so häufig wie bisher, ohne Umweg und mit nur zwei Zwischenhalten. Die Fahrzeit verkürzt sich dadurch auf 23 Minuten.

Auch weitere Züge profitieren: Auf den 16,2 Kilometern neuer Trasse mit zwei Neubaugleisen und Abzweigung über den Berliner Außenring zum Flughafen rollen künftig auch Regionalbahnen nach Rangsdorf und Zossen sowie Fernzüge Richtung Dresden, Prag und Wien.

Mehr Tempo auf neuer Strecke – aber nicht für ICE

Der reguläre Betrieb auf der neuen Trasse beginnt am Sonntag. Bereits am Donnerstag zuvor nehmen prominente Gäste aus Politik an einer Sonderfahrt teil, die am Bahnhof Südkreuz startet. Testfahrten wurden mit bis zu 220 km/h durchgeführt, im normalen Betrieb gilt jedoch eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h.

Trotz der verbesserten Anbindung wird es keine Umleitung der ICE-Züge zum BER geben. Die Deutsche Bahn begründet das damit, dass sich sonst die Fahrzeiten für andere Passagiere zu stark verlängern würden. Nur ein Intercity – die Linie Rostock–Dresden – hält künftig am Hauptstadtflughafen.

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Widerstand, Verzögerungen und hohe Kosten

Mit Gesamtkosten von rund 1,2 Milliarden Euro ist der Ausbau der Dresdner Bahn das größte Bahnprojekt in Berlin seit der Eröffnung des Hauptbahnhofs im Jahr 2006. Ursprünglich sollte die Strecke längst fertiggestellt sein, doch der Protest war groß, insbesondere in Lichtenrade. Eine Bürgerinitiative forderte einen Tunnel, um den Stadtteil nicht zu zerschneiden. Die Bahn lehnte dies wegen der hohen Kosten ab.

Nicht alle profitieren von der Neuordnung

Mit dem Fahrplanwechsel werden auch einige Linien umstrukturiert – was auch Nachteile mit sich bringt. Der FEX startet künftig nicht mehr in Berlin-Gesundbrunnen, sondern ab Hauptbahnhof. Fahrgäste aus dem Norden Berlins müssen somit zunächst mit der S-Bahn umsteigen. Auch Spandauer verlieren mit dem Wegfall des RE 8 eine direkte Verbindung zum BER. Ihnen bleibt nur noch die S-Bahn-Linie S 9, die alle 20 Minuten fährt.

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