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Die besten Tipps für die griechische Insel Naxos

Naxos
Naxos ist eine bergige Insel und hat die für Griechenland typischen weiß getünchten Häuser
Foto: dpa Picture Alliance

Naxos ist die größte, fruchtbarste und nach Überzeugung von Stammgästen die schönste der Kykladen-Inseln. Ein Geheimtipp ist sie zwar nicht mehr, aber vom Massentourismus ist sie bisher verschont geblieben. Was vielleicht auch daran liegt, dass es keinen internationalen Flughafen gibt – Touristen müssen über Athen anreisen. TRAVELBOOK hat die besten Tipps.

Knapp 398 Quadratkilometer groß ist Naxos, das dicht an Paros liegt. Nächste Insel im Norden ist Mykonos, im Süden ist es nicht weit nach Iraklia und Ios, außerdem liegen die kleineren Inseln Schinoussa, Koufonisi und Keros in der Nähe. Naxos selbst ist bergig mit grünen Hochebenen und steilen Küsten im Osten. Der Westen ist ebener.

 

Die schönsten Strände auf Naxos

Die meisten Touristen zieht es an die Strände von Naxos. Fans schwören, dass ihre Insel die schönsten Strände der Kykladen hat, und wer die Buchten mit schneeweißem Sand und türkisfarbenem Wasser sieht, der glaubt das sofort. Einige der schönsten Strände auf Naxos:

  • Agios Prokopios: Der 1000 Meter lange Strand liegt im Westen. Er besteht aus sehr feinem Kies. Hinter dem Strand gibt es auch noch einen See. Einige Restaurants und Minimärkte versorgen die Badegäste, Hotels gibt es ebenfalls. Es gibt eine Bushaltestelle.
  • Agia Anna: Der in drei Buchten geteilte Strand eignet sich mit seinem ruhigen Wasser sehr gut für Familien mit kleinen Kindern. Die mittlere Bucht ist die belebteste, hier gibt es viele Hotels und Bars. Lage: im Westen der Insel, etwa sieben Kilometer südlich von Naxos-Stadt. Es gibt eine Bushaltestelle.
  • Agios Georgios: Zwei Kilometer lang, er beginnt südlich von Naxos-Stadt und reicht bis zum Flughafen. Man kann Liegen und Schirme mieten und es gibt mehrere Restaurants und Bars. Auch viele Hotels stehen am Strand.
  • Plaka Beach: 3,7 Kilometer lang, mit sehr feinem weißem Sand und einer Dünenlandschaft. Es gibt einige Restaurants und Mini-Märkte und nur wenige Hotels.
Der Sand am Strand Plaka Beach auf Naxos ist hell und weich

Der Sand am Strand Plaka Beach auf Naxos ist hell und weich
Foto: Getty Images

Ein Paradies für Feinschmecker

Eine weitere Verdienstmöglichkeit für die Einheimischen ist der Abbau von Marmor und Schmirgel (ein Schleifmittel), viele aber leben heute vom Tourismus. Das hat der Insel nicht nur gutgetan, denn viele Strände sind heute dicht mit Hotels bebaut. Riesen-Hotelkomplexe gibt es aber glücklicherweise kaum.

 

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Theseus und Ariadne auf Naxos

Nur wenige Touristen interessieren sich für die Geschichte, in der zum Beispiel Theseus eine Rolle spielt: Er soll nach seinem Sieg über den Minotaurus auf seinem Weg nach Athen Halt gemacht und die kretische Königstochter Ariadne zurückgelassen haben (die Geschichte wird zum Beispiel in Richard Strauss‘ Oper „Ariadne auf Naxos“ erzählt).

Das Tor zum Apollon-Tempel auf der Insel Palatia vor Naxos

Das Tor zum Apollon-Tempel auf der Insel Palatia vor Naxos
Foto: Getty Images

Das sollten Sie sich auf Naxos ansehen

Allerdings sollte man sich Zeit nehmen für die Sehenswürdigkeiten. Die Burgstadt (Kastro) in Naxos-Stadt zum Beispiel mit einem verbliebenen Wehrturm und das Tor (Portara) auf der im Hafen gelegenen Insel Palatia, das zum unvollendeten Apollon-Tempel gehört und heute Wahrzeichen der Insel ist. Die Wohntürme, die an Burgen erinnern und in denen früher vornehme Menschen wohnten (und sich vor Angriffen schützten). Die vielen byzantinischen Kirchen. Und die Kouroi, drei steinerne Riesenstatuen, die liegende junge Männer darstellen. Auch ein Besuch in Naxos Stadt lohnt sich. Es gibt viele Cafés und Tavernen und in der wunderschönen, verwinkelten Old Market Street kann man sich stundenlang aufhalten. Der Strand ist ja morgen auch noch da…

Naxos-Stadt

Naxos-Stadt mit dem Kastro und der Hafenpromenade sind immer einen Ausflug wert
Foto: dpa Picture Alliance

Anreise nach Naxos

Mit dem Flugzeug ab Athen (ATH) nach Naxos (JNX) mit Aegean Airlines und Olympic Airlines, Dauer: 45 Minuten, Direktflüge ab Deutschland gibt es nicht. Mit der Fähre ab Piräus (mehrere Abfahrten täglich, Fahrzeit je nach Bootstyp zwischen dreieinhalb und sieben Stunden (zum Fährplan geht es hier).

(Text: Silke Böttcher)