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Corona-Lage in Griechenland – längere Quarantäne für Urlauber

Griechenland Corona Lockdown
In Griechenland gilt aktuell immer noch ein Lockdown wegen Corona
Foto: Getty Images

Wer in den kommenden Wochen einen Trip nach Griechenland plant, der sollte sich auf eine längere, verpflichtende Quarantäne einstellen. Welche Regionen im Land Risikogebiete sind und welche Maßnahmen aktuell gelten – TRAVELBOOK gibt einen Überblick.

Reisende nach Griechenland müssen sich künftig nach ihrer Ankunft für sieben Tage in Quarantäne begeben. Dies gilt auch für Bürger aus EU-Staaten. Bislang galt eine dreitägige Quarantänepflicht. Die neue Maßnahme werde noch am Freitag (8. Januar) um Mitternacht in Kraft treten und zunächst bis zum 21. Januar gelten, teilte die Behörde für Zivile Luftfahrt in Athen mit.

Griechenland mit seinen knapp elf Millionen Einwohnern war bis Ende Oktober nicht so stark von der Corona-Pandemie betroffen. Die zweite Welle aber traf das Land heftig. Die Corona-Fälle schnellten in die Höhe, das Gesundheitssystem geriet an seine Grenzen. Nach Lockerungen an den Weihnachtsfeiertagen waren die Fallzahlen sofort wieder gestiegen. Bislang starben nach offiziellen Zahlen knapp 5150 Menschen an oder mit dem Virus.

Für welche Regionen in Griechenland eine Reisewarnung gilt

Griechenland ist eines der wenigen Länder Europas, für das keine pauschale Reisewarnung gilt. Aktuell warnt das Auswärtige Amt aufgrund hoher Infektionszahlen vor touristischen Reisen in folgende Regionen: Attika, Ostmakedonien und Thrakien, Nördliche Ägäis, Thessalien, Westmakedonien sowie Zentralmakedonien.

Allerdings: Auch wenn für die übrigens Regionen keine Reisewarnung gilt, wird dennoch von nicht notwendigen, touristischen Reisen abgeraten. Der Grund sind die geltenden Reisebeschränkungen und Quarantäneregelungen.

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Die aktuellen Corona-Maßnahmen in Griechenland

Griechenland befindet sich seit Anfang November in einem Lockdown, der zunächst bis 11. Januar gilt. Öffentliche Versammlungen sind verboten, Bildungseinrichtungen geschlossen. Die Wohnung darf nur mit einer Sondererlaubnis verlassen werden. Für öffentliche Verkehrsmittel, Taxis, Fähren und Privat-Kfz gelten Kapazitätsbegrenzungen.

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Trotz der strengen Maßnahmen dürfen Campingplätze, Jugendherbergen, Ferienwohnungen und Hotels theoretisch weiterhin öffnen. Urlauber sollten allerdings beachten, dass viele touristische Unterkünfte trotzdem geschlossen haben. Außerdem sind Fahrten außerhalb des jeweiligen Regionalbezirks verboten – auch wenn den deutschen Vertretungen in Griechenland laut Auswärtigem Amt bisher keine Fälle bekannt geworden, sind „in denen die Anreise zu einem Flug- oder Fährhafen bei Vorlage eines Flug- bzw. Fährtickets und Ausweisdokuments mit Angabe zum Wohnort in z. B. Deutschland, verweigert wurde“.