Die Hauptstadt mal anders erleben

Die 7 schönsten Natur-Orte in und um Berlin

In und um Berlin gibt es viele schöne Orte in der Natur, wie hier im Bild die Pfaueninsel
In und um Berlin gibt es viele schöne Orte in der Natur, wie hier im Bild die Pfaueninsel
Foto: dpa Picture Alliance

So nah, und doch so weit weg vom Trubel und den Menschenmassen: Berlin ist viel mehr als nur Innenstadt, wie diese sieben Orte in und um die Stadt eindrucksvoll beweisen. TRAVELBOOK stellt sie vor.

Brandenburger Tor, Alexanderplatz, Siegessäule – wer nach Berlin kommt, möchte normalerweise auch diese (und viele weitere) Orte besuchen, die die Hauptstadt so einzigartig machen. Dabei ist Berlin eine der grünsten Metropolen der Welt und bietet unzählige schöne Orte mitten in der Stadtnatur, die zudem meist nicht einmal überlaufen sind – vor allem dann nicht, wenn alle anderen sich lieber die Innenstadt angucken.

Und auch das Berliner Umland hat viele dieser Schönheiten zu bieten, die nur die wenigsten Besucher je zu Gesicht bekommen. TRAVELBOOK zeigt die schönsten Orte in und um Berlin.

Die Sandgrube im Grunewald

Nur eine Viertelstunde vom S-Bahnhof Grunewald entfernt liegt im gleichnamigen Forst dieser Natur-Ort, wo einst Sand für die Berliner Industrie abgebaut wurde. In dem dadurch entstandenen, bis zu 25 Meter tiefen Tal kann man heute wunderbar wandern, und besonders von oben gesehen ist die auch „Jagen 86“ genannte Grube eine echte Attraktion. In ihr haben sich laut der Berliner Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz weit über 300 Farn- und Blütenpflanzen angesiedelt, zudem bewohnen Amphibien die in der Grube gelegenen Feuchtgebiete.

Gleich um die Ecke findet sich mit dem Teufelssee zudem einer der urtümlichsten Badeseen Berlins, das Naturschutzzentrum Ökowerk sowie auch der Teufelsberg. Wer von der Sandgrube aus eine Wanderung starten möchte, gelangt über einen tollen Waldlehrpfad unter anderem zum Grunewaldturm, von wo aus man einen herrlichen Panorama-Blick auf die Havel genießen kann.

 

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Klein-Venedig

Einer der größten Reize Berlins ist seine Nähe zum Wasser, und nirgendwo präsentiert sich das Blau so wie in dem wunderschön verzweigten Kanal-System namens Klein-Venedig in Spandau. Besonders in der warmen Jahreszeit ist eine Kanu-Tour hier eine wahre Freude, wenn alles in Blüte steht und zahlreiche Wasservögel ihre Brut hier aufziehen – aber auch der Biber ist hier heimisch, der Eisvogel zieht bevorzugt in den frühen Abendstunden seine Bahnen, und auf den Feuchtwiesen um die Kanäle grasen mit stoischer Ruhe Wasserbüffel.

Die kleinen Gartenlauben wirken teils wie Märchenhäuser und dürften wohl jeden Instagram-Account um ein paar spektakuläre Schnappschüsse bereichern. Wer möchte, kann sich hier von einer Imkerin sogar „Honig to go“ mitnehmen – einfach ein Glas auswählen und den Betrag in eine Vertrauenskasse werfen, wo gibt es so etwas sonst noch? Wer nicht auf dem Wasser wandeln will, kann über die Tiefwerder Wiesen, die das Gebiet umschließen, auch sehr schön spazieren gehen.

 

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Das Briesetal

Nur eine kurze S-Bahnfahrt hinter der Stadtgrenze befindet sich das malerische Briesetal, das durch einen Wanderweg sehr schön erschlossen ist und immer entlang des gleichnamigen Flusses verläuft. Starten kann man entweder von den S-Bahnhöfen Borgsdorf bzw. Birkenwerder, und laut „Berlin.de“ gibt es mit dem Forsthaus Wensickendorf auch eine Einkehrmöglichkeit, bevor man dann entweder umdreht oder der Briese weiter bis zum Bahnhof Zühlsdorf folgt.

Laut der Seite „Naturpark Barnim“ kann man auf verschiedenen Wanderstrecken mit etwas Glück Spuren der heimischen Tierwelt beobachten und genießt eine entspannte Tour entlang der Erlenmischwälder am Ufer. Wer mit Kindern unterwegs ist, kann die Wanderung auch nur bis zum „Mini Monkey Kletterwald“ machen.

 

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Pfaueninsel

Mitten im Berliner Wannsee liegt die malerische Pfaueninsel, Naturschutzgebiet und Unesco-Weltkulturerbe, die man auf vielen gepflegten Wegen nahe des Wassers wunderbar erwandern kann. Immer wieder hört man dabei auch die Rufe der Pfauen, die der Insel ihren Namen gaben, denn einst war sie so etwas wie ein Privatzoo des preußischen Adels. Schön sind das kleine Märchenschloss sowie die zahlreichen gut erhaltenen Gebäude von einst, zwischen denen im Sommer Wasserbüffel grasen. In der warmen Jahreszeit blühen hier zahllose Blumen, doch auch die altehrwürdigen Baumriesen beeindrucken und laden zu Spaziergängen in ihrem Schatten ein.

Besonders reizvoll ist die Pfaueninsel auch durch ihre unmittelbare Nähe zu Potsdam, wohin man über einen Weg immer am Wasser ebenfalls gelangen kann. Der Bus 218 fährt direkt zur Pfaueninsel, wobei er auf seiner etwa einstündigen Fahrt den Grunewald durchquert, wo auch immer wieder Badebuchten Unentschlossene zum Aussteigen locken.

 

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Sacrower Königswald

Nahe der Landesgrenze zwischen Berlin und Brandenburg liegt dieser wunderbare Wald, den man mit diversen öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen kann. Rund um den Sacrower See erstrecken sich majestätische alte Laubbäume, laden immer wieder wilde kleine Badestellen zum Verweilen ein. Ab April blüht der Wilde Waldknoblauch, der schmeckt wie Bärlauch und, gut abgewaschen, sich für die Zubereitung von leckerem Pesto oder auch Suppe eignet.

Das Dörfchen Sacrow selbst ist ebenfalls eine Perle, längst wachgeküsst aus dem Nachwende-Schlaf, und mit der Heilandskirche kann man hier nicht nur ein Unesco-Welterbe besichtigen, sondern das wohl auch schönste Gotteshaus in der gesamten Umgebung. Zur Stärkung empfiehlt sich eine Einkehr in den rustikalen „Rittersaal“, wo man in einer echten DEFA-Filmkulisse speisen kann und sich fühlt wie ein Burgherr von Einst. Wer lieber im Restaurant „Landleben“ speisen möchte, befindet sich schon ganz nahe an Berlin und kann über den ehemaligen Grenzstreifen weiterwandern zum Glienicker See, einem weiteren Naturhighlight.

Blick über die Havel auf die Heilandskirche

Blick über die Havel auf die Heilandskirche
Foto: dpa Picture Alliance

Spandauer Forst

In diesem Wald ist man der Natur ganz nahe, findet man hier doch Gehege, in denen sowohl Wildschweine als auch Rehe leben – und es dauert zwar eine Weile, aber man kommt direkt vom Bahnhof Zoologischer Garten mit dem Bus dort hin. Entlang eines ruhenden kleinen Gewässers namens Kuhlake kann man immer weiter in den Wald hinein wandern, im Winter auf dieser Art Fließ sogar Schlittschuh laufen.

Entlang des Weges findet man dann auch noch ein paar versteckte kleine Seen, und wer will/fit genug ist, läuft weiter bis ins benachbarte Schönwalde. Eine alternative Strecke führt hier ganz in der Nähe entlang der Havel vorbei an der beliebten Badestelle Bürgerablage – auch der Europaradweg Berlin-Kopenhagen streift dieses schöne Stück Berlin, so dass man von hier aus sogar auch hinaus über die Stadtgrenze kommt.

 

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Gutspark Neukladow

An einem malerischen Stück der Havel liegt dieser Park, bei dem man kaum merkt, dass er einer ist. Abseits der Kieswege wachsen große Eichen und wilde Ufervegetation, hat man einem wunderbaren Blick auf das Wasser bis hinüber in das nahe Wannsee. Dieser Ort hat schon Künstler wie Max Liebermann inspiriert, und eine Besonderheit ist hier das Haus, in dem einst die Mutter Otto von Bismarcks aufwuchs.

Der Gutspark grenzt an den kleinen Ort Kladow, an dessen nobler Marina man an sonnigen Tagen entspannt ein Bierchen trinken und später dann mit einer Fähre über den See setzen kann – und das zum Preis eines normalen Tickets für den öffentlichen Nahverkehr der BVG. Wer noch mehr Natur sucht, läuft entlang des Havelradweges nach Gatow und hat dort unter anderem die Chance, diverse Bauernhöfe zu besuchen und dort regionale Produkte zu erwerben.

 

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Ein Beitrag geteilt von Antje Esser (@antjeesser) am