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Die besten Reisetipps für Aachen & die Eifel

der Aachener Dom
Das Wahrzeichen von Aachen: der Aachener Dom
Foto: Getty Images

Auf den Spuren von Karl dem Großen wandern, im Studentenviertel ein Bier trinken, leckere lokale Spezialitäten essen und eine Wanderung durch verwunschene Wälder und urige Dörfer unternehmen – das alles bietet die Region Aachen. TRAVELBOOK weiß, was Sie nicht verpassen sollten.

Aachen ist die westlichste Stadt Deutschlands und liegt an der Grenze zu Belgien und den Niederlanden. Die Stadt ist vor allem für ihre international renommierte technische Universität und als Wirkungsstätte von Karl dem Großen bekannt, der auch den prächtigen Aachener Dom errichtete – doch sie bietet noch viel mehr. Wer vor Ort ist, sollte unbedingt in die nahegelegene Eifel fahren. Dort gibt es kleine, bezaubernde Dörfchen, bodenlose Maare, erloschene Vulkane und atemberaubende Ausblicke.

Das hört sich gut an? Dann lesen Sie sich hier alle Tipps für einen gelungenen Kurzurlaub in Aachen und der Eifel durch! 

Sehenswürdigkeiten in Aachen
Ausflugstipps für die Eifel
Beste Reisezeit
Das Wetter in Aachen
Anreise

Sehenswürdigkeiten in Aachen

Aachener Dom

Die berühmteste Sehenswürdigkeit in Aachen ist natürlich der Aachener Dom. Tatsächlich bietet der Sakralbau mit seiner mehr als 30 Meter hohen Kuppel und den aufwändigen Verzierungen mit 32 Millionen Mosaiksteinchen einen beeindruckenden Anblick. Diese Imposanz hat sich wohl auch der Auftraggeber gewünscht: Die ersten Teile des Doms, der Zentralbau und das Westwerk, wurden bereits im 8. Jahrhundert auf Wunsch von Karl dem Großen erbaut. Über viele Jahrhunderte war die Bischofskirche der Krönungsort der römisch-deutschen Könige, 30 Regenten wurden von 936 bis 1531 hier gekrönt.

Wer den Dom besichtigt, sollte auch einen Abstecher zur Schatzkammer machen. Sie birgt den bedeutendsten Kirchenschatz nördlich der Alpen! Zu den Schätzen zählt unter anderem der Marmorsarkophag, in dem vermutlich Karl der Große 814 bestattet wurde.

Der Elisenbrunnen

Der Elisenbrunnen

Der Elisenbrunnen ist beeindruckend – sein Gestank ebenfalls
Foto: Getty Images

Wer in Aachen unterwegs ist, wird früher oder später an ihm vorbeikommen: dem Elisenbrunnen. Der imposante Brunnen, der 1827 im Herzen der Stadt erbaut wurde, war damals einer der Gründe, warum Karl der Große sich in Aachen niederließ. Hier treten nämlich die heißen Quellen aus. Aus zwei offenen Brunnen fließt das Wasser aus der Kaiserquelle, das 52 Grad warm ist und stark schwefelhaltig. Das erklärt auch den strengen Geruch, der Besucher des Brunnens empfängt – es riecht stark nach faulen Eiern.

Der Gestank sollte Besucher aber nicht abschrecken. Denn der klassizistische Bau mit den vielen dorischen Säulen ist nicht nur ein schöner Anblick, auch der hinter ihm liegende Park ist durchaus einen Besuch wert. Übrigens: Benannt wurde der Elisenbrunnen nach Elisabeth Ludovika von Bayern, der Patentante der berühmten Kaiserin Sissi.

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Das Rathaus

Das Aachener Rathaus am Marktplatz

Das Aachener Rathaus am Marktplatz
Foto: dpa picture alliance

Ebenfalls in der Innenstadt befindet sich eine weitere Sehenswürdigkeit der Stadt – das Rathaus. Der gotische Prachtbau aus dem 14. Jahrhundert liegt am Marktplatz und beeindruckt alleine schon durch die imposante Fassade, an der rund um Säulen von Karl dem Großen, Maria und dem Papst Leo III noch Säulen von 50 Königen hängen.

Auch im Inneren des Rathauses kann man heute noch den Aachener Glanzzeiten nachspüren, zum Beispiel im prächtigen Krönungssaal. Übrigens wurde hier sogar schon vor dem Bau des Rathauses regiert – es wurde nämlich auf den Überresten der ehemaligen Aula regia der Kaiserpfalz errichtet.

Das Aachener Rathaus ist täglich von 10:00 bis 18:00 geöffnet, der Eintritt kostet regulär 6 Euro, ermäßigt 3 Euro.

Das Pontviertel

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Vom Marktplatz aus geht es weiter ins Ausgehviertel, das sich bis zum Ponttor, eines der beiden noch erhaltenen Stadttore der früheren Stadtmauer, erstreckt. Herzstück des Viertels ist die stets gut besuchte Pontstraße mit ihrem charakteristischen Kopfsteinpflaster.

Aachen ist, wie eingangs erwähnt, heute vor allem als Studentenstadt bekannt und das zeigt sich vor allem hier im Pontviertel. Es gibt zahlreiche Kneipen und Bars, vor allem auf Höhe des Ponttors, aber auch kleinere Cafés und viele Restaurants, die eher Richtung Marktplatz gelegen sind – oft gibt es besondere Rabatte für Studenten.

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Ausflugstipps für die Eifel

Sie haben genug von Aachen gesehen oder wollen einfach dem Trubel der Stadt entfliehen? Dann ist ein Ausflug in die Eifel genau das Richtige. Besonders schön sind die folgenden Ausflugsziele.

Kornelimünster und der Eifelsteig

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Der kleine Ort Kornelimünster liegt zwar etwas außerhalb der eigentlichen Stadt, gehört aber offiziell seit 1972 zu Aachen. Damals wurde die bereits 814 gegründete Ortschaft eingemeindet. Die lange Historie von Kornelimünster zeigt sich noch heute in der historischen Altstadt, in der unter anderem die gotische Kirche St. Kornelius und das Abteigebäude stehen.

Wer Wandern möchte, findet in Kornelimünster den Startpunkt des Eifelsteigs, ein 313 Kilometer langer Wanderweg, der bis nach Trier führt. So lange müssen Sie natürlich nicht laufen – aber es wäre zumindest in der Theorie möglich.

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Monschau und das Obere Rurtal

Die Rückseite des Roten Hauses entlang der Rur
Foto: Getty Images

Die kleine Stadt Monschau ist so pittoresk, dass sie mittlerweile ein beliebtes Ziel von Fotografen aus aller Welt geworden ist. Kein Wunder: Die kleinen, alten Fachwerkhäuser, die entlang des kleinen Flusses Rur liegen und umgeben sind von hohen Bergen, wirken, als wären sie einem Märchen entsprungen. Monschau wurde erstmals im 12. Jahrhundert urkundlich erwähnt und erlangte in den folgenden Jahrhunderten vor allem durch die Textilindustrie Bekanntheit. Noch heute zeugt davon das prachtvolle Rote Haus im Kern der Stadt, das früher den Textilindustriellen gehörte und heute ein Museum ist.

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Doch nicht nur Monschau wirkt zauberhaft, auch die Natur um die Kleinstadt herum. Wer dort ist, sollte sich eine Wanderung durch das Obere Rurtal nicht entgehen lassen. Das Naturschutzgebiet mit dem klingenden Namen „Oberes Rurtal mit den Felsbildungen der Ehrensteinley“ bietet zahlreiche Wanderwege, entlang des Gebirgsbachs Rur und der Ruraue. Selbst für Anfänger eignet sich der Rundweg Oberes Rurtal, der nicht nur entlang des idyllischen Flussbetts der Rur führt, sondern auch an Wiesen, durch verschiedene Wälder und über die Radbahnstrecke Vennbahn. Innerhalb von 2,5 Stunden ist die abwechslungsreiche Strecke gut machbar. Wer sich zum Abschluss noch stärken möchte, sollte noch einmal in Monschau einkehren und die dortige Spezialität probieren: Das „Monschauer Dütchen“, eine Teigwaffel.

Beste Reisezeit

Die Region um Aachen ist tatsächlich zu jeder Jahreszeit eine Reise wert. Besonders schön ist es allerdings im Frühsommer, wenn die Rapsfelder erblühen und natürlich im Winter zur Weihnachtszeit, wenn der historische Weihnachtsmarkt aufgebaut ist. Und, wie es im Rheinland so üblich ist, spielt natürlich auch die fünfte Jahreszeit eine große Rolle. Wer weniger Lust auf die riesigen Karnevalsumzüge in Köln und Düsseldorf hat, findet in Aachen eine gute Alternative.

Das Wetter in Aachen:

Wer nach Aachen fährt, sollte zu jeder Jahreszeit eine Regenjacke oder einen Regenschirm einpacken. Wer sich in der regenreichen Region auf Sonnenschein verlässt, wird nämlich schnell nass. Für die Eifel ist außerdem noch ein Pullover empfehlenswert – nicht umsonst wird sie auch das Sibirien Deutschlands genannt.

 

Anreise

Am besten erreichen Sie Aachen mit dem Auto (über die A4, A44 oder B544) oder mit der Bahn. Es halten mehrere ICEs und ICs sowie der Flixtrain und der Thalys in Aachen, wenn keine Direktverbindung bei der Bahn möglich ist, sollte man den Hauptbahnhof in Köln ansteuern und von dort mit dem RE1 nach Aachen weiterfahren (Dauer: etwa eine Stunde). Wer nach Aachen fliegen möchte, sollte ebenfalls den nahegelegenen Flughafen Köln/Bonn wählen oder den Flughafen Düsseldorf – von hier fährt man etwa 1 Stunde und 20 Minuten bis nach Aachen (RE1 oder RE4).

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