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Waghalsige Trips

7 der gefährlichsten Abenteuerziele der Welt

Gefährlichste Reiseziele
Die Victoriafälle in Sambia/ Simbabwe können durch ihre enorme Strömung zur Gefahr werden Foto: Getty Images
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Sarah Bachmann
Volontärin

23. Oktober 2025, 13:03 Uhr | Lesezeit: 6 Minuten

Sie sind wunderschön – aber können auch ganz schön gefährlich werden. Jahr für Jahr zieht es unzählige Menschen zu Abenteuerzielen, die für tolle Geschichten sorgen, aber definitiv nichts für schwache Nerven sind. Ob steile Bergpfade, tosende Wasserfälle oder schwindelerregende Höhen: Diese Orte sind spektakulär und mitunter lebensgefährlich. TRAVELBOOK zeigt die spannendsten und gefährlichsten Abenteuerziele der Welt.

Vielen Reisenden reicht es nicht, besonders spektakuläre Orte nur aus sicherer Entfernung zu betrachten, sie wollen das Adrenalin spüren. Ob am Kraterrand eines Vulkans oder direkt über rauschenden Wasserfällen: An manchen dieser Plätze kann einem schnell mulmig werden.

Die 7 gefährlichsten Abenteuerziele

Devil’s Pool – Victoriafälle, Sambia

Am Rande der Victoriafälle baden, das ist im „Devils Pool“ im sambischen Livingstone tatsächlich möglich. Die Victoriafälle liegen im südlichen Afrika an der Grenze zwischen Sambia und Simbabwe und zählen zu den sieben Naturwundern der Welt. Der Devil’s Pool ist ein natürliches Felsenbecken auf der sambischen Seite der Fälle. Dahinter stürzt das Wasser rund 110 Meter in die Tiefe.

Baden ist nur während der Trockenzeit zwischen September und Dezember erlaubt, wenn der Wasserstand niedrig genug ist und eine natürliche Felskante verhindert, dass man über den Rand gespült wird. Trotzdem ist Vorsicht geboten: Wer den Pool besuchen möchte, sollte dies ausschließlich im Rahmen einer geführten Tour tun.

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Death Valley – USA

Es gehört zu den heißesten Orten der Welt: Das Death Valley liegt größtenteils in Kalifornien und zu einem kleinen Teil in Nevada und zählt zu den trockensten Regionen der Erde. Trotzdem zieht der Nationalpark jedes Jahr mehr als eine Million Besucher an, die die endlose Weite, Sanddünen und bizarren Felsformationen erleben wollen. Zu den bekanntesten Aussichtspunkten zählen der Zabriskie Point mit Blick auf die farbigen Felsen der Amargosa Range und die Artist’s Palette, deren Farben durch oxidierte Metalle entstehen.

Besonders in den Sommermonaten wird es hier gefährlich: Zwischen Juli und August klettert das Thermometer regelmäßig über 45 Grad Celsius, teils sogar über 50 Grad. Wer sich zu dieser Zeit im Death Valley aufhält, riskiert Hitzschlag, Dehydrierung oder Kreislaufprobleme – ein Ausflug sollte daher gut vorbereitet sein.

Death Valley
Death Valley – wer hier keinen kühlen Kopf bewahrt, hat ein echtes Problem Foto: Getty Images

Mount Everest – Nepal/Tibet

Der Mount Everest ist der höchste Berg der Welt – und zieht jedes Jahr unzählige Bergsteiger an. Mit seinen 8849 Metern ist er der höchste Punkt der Erde und Teil des Himalaya-Gebirges, das auch als „Dach der Welt“ bekannt ist. Doch viele, die sich an den Aufstieg wagen, kehren nie zurück.

Spätestens in der sogenannten „Todeszone“ oberhalb von 8000 Metern wird es lebensgefährlich: Dort ist der Sauerstoff so knapp, dass selbst erfahrene Alpinisten an Erschöpfung oder Höhenkrankheit sterben können. Immer wieder kommt es zu gefährlichen Staus, weil zu viele unerfahrene Bergsteiger gleichzeitig unterwegs sind. Erst kürzlich saßen auf dem Everest Dutzende Kletterer wegen eines plötzlichen Schneesturms fest – ein weiteres Risiko, das der höchste Berg der Welt mit sich bringt.

Mount Everest
Der Aufstieg auf den berühmtesten Berg der Welt kann schnell lebensgefährlich werden Foto: Getty Images

Broomway – England

Der Broomway an der Ostküste Englands gilt als einer der gefährlichsten Wege des Landes. Rund zehn Kilometer führt der Pfad über die Maplin Sands bis zur abgelegenen Insel Foulness. Auf dem Weg warten Sandbänke, Treibsand, Schlamm und sogar nicht explodierte Munition aus früheren Militärübungen. Kein Wunder, dass der Broomway, auch bekannt als „Doomway“, laut „BBC“ bereits mehr als 100 Menschen das Leben gekostet haben soll. Denn bei Flut verschwindet der Weg vollständig unter Wasser – wer zu spät umkehrt, wird von der rasch aufkommenden Flut überrascht. Heute darf er nur an wenigen Tagen im Monat und ausschließlich mit erfahrenen Guides betreten werden.

Broomway
Der Broomway sollte nicht auf eigene Faust betreten werden Foto: Getty Images

Haiku Stairs – Hawaii

Ein weiteres Abenteuerziel, das streng genommen gar nicht mehr betreten werden darf, sind die Haʻikū Stairs, besser bekannt als die „Stairway to Heaven“. Die rund 4000 Stufen der legendären Himmelstreppe schlängeln sich auf der Insel Oʻahu im US-Bundesstaat Hawaii fast senkrecht einen Bergkamm hinauf. Ursprünglich wurde die Treppe während des Zweiten Weltkriegs gebaut, um eine militärische Funkstation der US-Marine zu erreichen.

Im Jahr 2024 begannen schließlich die Abrissarbeiten, doch das hielt einige waghalsige Besucher nicht davon ab, weiterhin Fotos auf der verbotenen Treppe zu machen. Wer dabei erwischt wurde, musste allerdings mit einer Geldstrafe von mindestens 560 Euro oder sogar Gefängnis rechnen. Besonders gefährlich machen die „Stairway to Heaven“ dichter Nebel, starke Windböen und die morschen Stufen.

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Lake Natron – Tansania

Ein Naturphänomen, das beeindruckend aussieht, aber für Mensch und Tier gefährlich werden kann, ist der Natronsee im Norden Tansanias. An der Grenze zu Kenia gelegen, schimmert das Wasser dank Algen und Mikroorganismen in Rot-, Rosa- und Orangetönen.

Sein hoher Gehalt an Natriumkarbonat und anderen Salzen macht den See jedoch extrem alkalisch – Tiere, die hineingeraten, werden durch die Mineralien konserviert und wirken wie versteinert. Auch für Menschen ist das Wasser hochätzend und daher lebensgefährlich. Das Besondere: Trotz dieser lebensfeindlichen Bedingungen ist der Natronsee eine wichtige Brutstätte für Flamingos, die hier in großer Zahl nisten.

Lake Natron
Wunderschön, aber hochätzend – der Lake Natron Foto: Getty Images

Half Dome, USA

Half Dome
Der Aufstieg zum Gipfel des Half Domes ist nichts für schwache Nerven Foto: Getty Images

Der Half Dome zählt zu den bekanntesten Wahrzeichen des Yosemite-Nationalparks in Kalifornien und zu den beeindruckendsten Herausforderungen für Wanderfans. Auf den letzten Metern des rund 23 Kilometer langen Trails müssen sich Wanderer an zwei Stahlseilen, den sogenannten „Cables“, fast senkrecht die glatte Granitwand hinaufziehen. Bei Regen, Wind oder falschem Schuhwerk kann der Aufstieg jedoch schnell zur Gefahr werden.

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