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Freiwilligenarbeit im Ausland – so geht's!

„Volontourismus“ boomt

Freiwilligenarbeit im Ausland? Darauf sollte man achten

Freiwilligenarbeit Ausland
Egal, ob jung oder alt: Die Freiwilligenarbeit im Ausland ist für jeden was Foto: Getty Images

Die Freiwilligenarbeit im Ausland begeistert immer mehr Leute. Besonders junge Menschen zieht es, oft direkt nach dem Abitur, in die Welt hinaus, um zu reisen und sich ehrenamtlich engagieren. Doch mittlerweile finden auch immer mehr Menschen aus allen Altersgruppen Gefallen an dieser Art zu Reisen. TRAVELBOOK verrät, wie man Wanderlust und Freiwilligenarbeit verbinden kann und worauf man in der Vorbereitung achten sollte.

Die Welt entdecken, den Horizont erweitern, verschiedene Kulturen und Menschen treffen: Das ist heutzutage einfacher denn je. Denn es gibt eine große Anzahl an gemeinnützigen Projekten auf der ganzen Welt, bei denen man sich für einige Wochen oder sogar Monate, freiwillig engagieren kann. Die Freiwilligenarbeit im Ausland bezeichnet man als „Voluntourismus“, eine Form des sozialen Engagements die immer mehr an Beliebtheit gewinnt.

Das Online-Buchungsportal Opodo hat die Freiwilligenarbeit im Ausland näher untersucht und herausgefunden, dass das Interesse am Voluntourismus stetig wächst. „Insgesamt würde mehr als jeder Dritte der deutschen Befragten, die bisher noch keine Volunteering-Reise unternommen haben, eine solche in Betracht ziehen (33 Prozent). Das ist ein deutlicher Trend zum Interesse an unkonventionellen Reisen“, schreibt Opodo in einer aktuellen Pressinformation.

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Besonders beliebt sind Tier- und Naturschutzprojekte

„Die beliebtesten Einsatzstellen für Voluntourismus finden sich im Tierschutz (47 Prozent) und Naturschutz (42 Prozent). Freiwillige erhalten besondere Einblicke in das Leben vor Ort und die damit eng verbundenen Umweltprojekte“, heißt es weiter. Man könne dem Naturschutz in Peru oder Kenia beitreten, in Regenwald-Projekten mitwirken, in den Bahamas schnorcheln oder bei der Erhaltung von Korallenriffen und Unterwasser-Ökosystemen mithelfen. Oder man schützt Meeresschildkröten, hilft in einem Tierheim auf einer griechischen Insel aus, oder arbeitet auf einer Farm in Vietnam. Das Angebot an Projekten ist vielfältig.

Junge Menschen sehen die freiwillige Arbeit als Chance, sich weiterzuentwickeln und nach der Schulzeit neue Orte zu bereisen. Doch auch Menschen ab dem 45. Lebensjahr ziehen die Freiwilligenarbeit im Ausland in Erwägung. Bei der Befragung von Opodo stellte sich heraus, das 71 Prozent der Befragten aus dieser Altersgruppe an einem Projekt teilnehmen würden. „Viele suchen die Abwechslung zum Vollzeitjob, möchten etwas zurückgeben oder einen Jobwechsel mit einer längeren Pause verbinden“, so Opodo. Außerdem könnten sie ihre Lebens- und Berufserfahrung anwenden, was viele Projekte suchen und gerne sehen. Auch im Alter sind der Freiwilligenarbeit also keine Grenzen gesetzt und man sollte sich deshalb nicht davon abhalten lassen, an einem Projekt teilzunehmen.

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Gute Vorbereitung für die Freiwilligenarbeit im Ausland

Bevor man solch eine Reise antritt, gibt es jedoch einige Vorbereitungen, die getroffen werden sollten. Denn so schön die Freiwilligenarbeit im Ausland auch ist, so bedarf sie doch guter Planung und Vorbereitung.

Einen Veranstalter auswählen

Es gibt dutzende Veranstalter und NGO’s, die Freiwilligenprojekte im Ausland anbieten. Dabei ist es wichtig, sich einen Überblick zu verschaffen und den passenden Veranstalter auszuwählen. Ein persönliches Gespräch, Infomaterial oder Erfahrungsberichte von anderen Freiwilligen können bei der Entscheidung helfen. Zudem sollte man schauen, ob der Veranstalter auch Projekte in dem Bereich anbietet, in dem man die Freiwilligenarbeit absolvieren will. Wer in einem Umweltprojekt arbeiten möchte, der sollte einen Veranstalter mit einem Schwerpunkt in diesem Bereich auswählen. Wenn Fragen offen sind, sollte man den Veranstalter unbedingt kontaktieren und diese klären.

Die Dauer festlegen

Je mehr Zeit man zur Verfügung hat, desto besser. Denn das Einarbeiten und Einleben braucht seine Zeit und ein Aufenthalt, der nur eine Woche dauert, bringt dem Projekt und auch dem Volonteer nichts. In Projekten, in denen Menschen, besonders Kinder, involviert sind, sollte man auf jeden Fall mehrere Monate unterstützen. Denn Kinder brauchen Zeit, um Bindung und Vertrauen aufzubauen, weshalb ein längerer Aufenthalt in sozialen Projekten von größerer Bedeutung ist.

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Planung der bürokratischen Unterlagen

Nachdem man sich für ein Projekt entschieden hat, geht es um die Vorbereitung und das Einsenden der Unterlagen. Meistens wird eine Passkopie und ein polizeiliches Führungszeugnis benötigt. Einige Länder verlangen, dass man gegen bestimmte Krankheiten geimpft ist, weshalb man mit seinem Hausarzt alle nötigen Untersuchungen und Impfungen durchgehen sollte. Auch das Abschließen einer Auslandskrankenversicherung ist sinnvoll. Obwohl der deutsche Reisepass zu den stärksten der Welt zählt und man in viele Länder ohne Visum einreisen kann, ist es zudem empfehlenswert, die Visa-Bestimmungen des Landes zu prüfen und darauf zu achten, dass der Pass bei Ein- und Ausreise noch mindestens 6 Monate gültig ist.

Vorab Grundlagen von Sprache und Kultur lernen

Um die Eingewöhnungsphase zu verkürzen und keinen Kulturschock zu erleiden, sollte man sich vorab zumindest etwas über die Kultur des Landes informieren und einige gängige Sätze in der Landessprache lernen. Dadurch bekommt man eine bessere Vorstellung vom Zielland und reduziert das Risiko, direkt überfordert zu sein. Hilfreich ist es auch, sich Erfahrungsberichte zu dem Projekt durchzulesen.

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Offen bleiben

Wenn man in dem Freiwilligenprojekt anfängt zu arbeiten, dann braucht man meist ein wenig, bis man sich an die neue Art zu leben, gewöhnt hat. Meistens arbeitet man tagtäglich mit anderen Volontären zusammen und hat selten Privatsphäre. Auch der Lebensstandard ist zumeist nicht das, woran viele in Deutschland gewohnt sind und man muss auf einigen Luxus verzichten. Deshalb ist es essenziell, sich dem vor solch einer Reise bewusst zu werden und mit Offenheit an die Sache ranzugehen. Denn nur dann kann man das Projekt vorantreiben, wachsen und seinen Horizont erweitern.

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