Mehr Platz über den Wolken

8 Tricks, wie man fast immer neben einem freien Sitz fliegt

Ganz ehrlich: Fast jeder Reisende hofft im Flugzeug doch insgeheim darauf, dass der Sitz neben ihm frei bleibt. Schließlich erübrigen sich dadurch gleich mehrere lästige Situationen: doofer Smalltalk, ein Streit um die Armlehne – und etwaiger körperlicher Kontakt aufgrund zu schmaler Sitze (oder zu breiter Hüften). TRAVELBOOK verrät 8 Tricks, wie man die Chance auf einen freien Sitz neben sich erhöht.

Ob man auf Kurzstrecken nun einen freien Platz neben sich hat oder nicht, mag sich noch als Luxusproblem darstellen, auf Langstreckenflügen kann zusätzlicher Platz in der Economy Class durchaus über gute oder schlechte Laune, heile oder geschundene Gelenke, Erholung oder Erschöpfung entscheiden.

Doch ganz gleich, ob man lange oder nur kurz fliegt: Ein freier Sitz nebenan ist sozusagen die Business Class der Holzklasse-Passagiere. Und es gibt tatsächlich ein paar Tricks, wie man die Plätze ohne Sitznachbarn ergattert – vorausgesetzt natürlich, der Flug ist nicht restlos ausgebucht und es handelt sich nicht um das Prinzip der freien Platzwahl, wie bei manchen Airlines üblich, sondern um Flüge, bei denen der Platz reserviert werden kann oder festgelegt wird.

1. Reservieren Sie möglichst früh!

Damit stellen Sie sicher, dass Sie beim Reservieren der Plätze noch die volle Auswahl haben und die strategisch wichtigen Sitze nicht schon belegt sind.

2. Buchen Sie als Paar in Dreierreihen Gang und Fenster!

Es ist normal, dass man als Paar nebeneinander reisen möchte. Doch noch besser ist es, wenn man eine ganze Dreierreihe für sich allein hat. Das bedeutet aber auch: Reservieren Sie den Gang- und den Fensterplatz und lassen sie den in der Mitte frei. Sofern es noch Auswahlmöglichkeiten gibt, werden andere Passagiere den übrig gebliebenen Mittelplatz meiden. Sollte der Flieger doch so voll sein, dass jemand sich dazwischen setzt, können Sie der Person immer noch den Platztausch anbieten. Grund: Keiner möchte wirklich in der Mitte sitzen – und schon gar nicht zwischen zwei Liebenden.

Übrigens: Auch Paare mit Kind über 2 Jahre sollten so reservieren, dass in einer Viererreihe idealerweise ein Platz dazwischen freigelassen wird.

3. Buchen Sie als Alleinreisender dort, wo schon ein Außenplatz belegt ist

Das Prinzip ist das gleiche wie bei Paaren: Mittelplätze sind immer die letzten, die belegt werden. Wenn Sie also beim Reservieren eine Reihe finden, in welcher der Platz am Gang oder Fenster schon weg ist, dann schnappen Sie sich den noch freien äußeren, sodass der mittlere frei bleibt und unattraktiv wird. Sie simulieren sozusagen die Paar-Situation mit einem unbekannten Mitreisenden.

4. Buchen Sie lieber den Gangplatz, denn...

... sobald das Boarding abgeschlossen ist, haben Sie hier die Möglichkeit, schnell aufzustehen und sich auf einen besseren Platz – in diesem Fall: ohne Sitznachbarn – zu setzen. Das gilt vor allem für Flüge, bei denen Passagiere in manchen Reihen ziemlich geballt aufeinander sitzen und andere Reihen beinahe leer sind. Wer am Fenster sitzt, hat bei der spontanen Blitzvergabe der besseren Plätze kaum eine Chance.

5. Reservieren Sie Sitzplätze, die sich nicht oder wenig zurücklehnen lassen!

Das sind meist die Reihen, die sich vor einem Notausgang oder einer Wand befinden. Aufgrund der eingeschränkten Rücklehnfunktion sind diese wenig beliebt, weshalb die Chancen höher sind, keinen Sitznachbarn zu haben.

6. Buchen Sie Plätze im hinteren Bereich

Viele Reisende fliegen lieber im vorderen Bereich, sei es, weil sie dort aufgrund der Nähe zur Business oder First Class die privilegiertesten Plätze vermuten, oder schlichtweg, weil sie nach dem Flug schneller das Flugzeug verlassen können. Diese beiden Faktoren sowie der Umstand, dass Plätze häufig nach dem Prinzip „von vorne nach hinten“ verteilt werden, führt letztlich zu etwas ausgedünnteren Sitzreihen im hinteren Bereich. Somit ist die Wahrscheinlichkeit, hier neben einem leeren Platz zu sitzen, höher.

7. Checken Sie Bewertungsseiten für Sitzplätze im Flugzeug!

Reservieren Sie vorzugsweise die weniger attraktiven, also schlecht bewerteten Plätze. Wo nur ungern jemand sitzt, besteht am ehesten die Chance, einen freien Sitz neben sich zu haben. Zwei (oder mehr) unattraktive Sitze sind im Zweifel immer noch besser als ein attraktiver. Eine Übersicht über die Sitzplätze in den meisten Fliegern bietet zum Beispiel Seatguru.

8. Jammern Sie ein wenig bei den Flugbegleitern!

Sollten Sie gesundheitliche Probleme haben – ein lädiertes Knie, Kopfschmerzen, Unwohlsein –, dann zögern Sie nicht, dies beim Einstieg in den Flieger bei den Flugbegleitern zu erwähnen, verbunden mit der höflichen Frage, ob es unter Umständen nicht einen Platz ohne Nachbarn gäbe, damit Sie sich ausstrecken und etwas erholen können. Oft genug versuchen die Mitarbeiter an Bord ihr Möglichstes, um den Wunsch zu erfüllen.

Ihnen fallen noch weitere Tipps ein, wie man ohne Sitznachbarn fliegt? Schreiben Sie uns unten im Kommentarfeld!

Auch interessant: Der beliebteste Platz im Flieger ist...

Kennen Sie schon TRAVELBOOK Escapes? Kostenlos anmelden und bis zu 70 Prozent beim Traumurlaub sparen.