Deutscher nutzt in den USA Kreditkarten-Trick

Mit nur 4800 Euro zum Meilenmillionär

Ein deutscher Unternehmer behauptet, einen Trick gefunden zu haben, wie man mit nur 4800 Euro Investition mehr als eine Million Flugmeilen sammeln kann. Und zwar benötige man hierfür zwei Kreditkarten. TRAVELBOOK erklärt, wie der Trick funktioniert.

Stellen Sie sich mal vor, Sie könnten für umgerechnet rund 4800 Euro elfmal von München nach Bangkok und zurück reisen und dazu noch 14-mal von Frankfurt nach Barcelona – ebenfalls hin und zurück. Durchschnittlich würden Sie für jeden dieser 25 Trips gerade mal rund 192 Euro zahlen (etwaige Zusatzgebühren wie Kerosinzuschlag und Flughafensteuer ausgenommen). Kaum zu glauben, aber laut Torsten Jacobi ist das möglich.

„Es sind nur zwei Kreditkarten nötig“

Der in Palo Alto ansässige deutsche Unternehmer, der mit seiner Firma Bluusun Media unter anderem die Reise-Website Mightytravels.com betreibt, will einen Trick gefunden haben, mit dem man bei rund 4800 Euro Einsatz in einem Jahr knapp eine Million Flugmeilen sammeln kann. Rein theoretisch könnte man damit 14-mal von Frankfurt nach Phuket und zurück.

Er schränkt ein, dass er das Ganze bislang nur in den USA getestet habe. Doch die Idee klingt plausibel.

„Es sind nur zwei Kreditkarten nötig, welche die meisten Menschen bekommen würden, sowie einige Minuten Zeit täglich während eines Zeitraums von zwölf Monaten“, erklärt Jacobi der Website des US-Senders CNN

Dabei handelt es sich um die Citibank Executive AAdvantage World Elite MasterCard und die American Express Gold Card, mit denen Nutzer bei Einkäufen Flugmeilen sammeln können.

Täglich Geschenkkarten kaufen

Der Trick sei es, mit diesen beiden Kreditkarten in bestimmten US-Supermärkten – mightytravels.com nennt etwa die Ketten Safeway, Kroger oder Lucky – täglich sogenannte „Gift Cards“ von Visa oder Mastercard im Gesamtwert von 1500 Dollar, umgerechnet 1100 Euro, zu erwerben. Dabei handelt es sich um Prepaidkarten, die faktisch wie Debitkarten funktionieren. Die Prepaidkarten dürfen jeweils nur einen Betrag von maximal 500 Dollar haben. Sprich: Man müsste täglich drei dieser „Gift Cards“ kaufen.

Durch den Kauf der Prepaidkarten mit der Kreditkarte sammeln Kunden stetig Flugmeilen. Auf diese Weise und zuzüglich der Neukundenprämien würden sich binnen eines Jahres 282.500 Meilen beim American-Airlines-Programm AAdvantage und 790.000 American Express Membership Rewards sammeln. Letztere kann man bei verschiedenen Fluglinien zum Teil eins zu eins eintauschen, etwa in Krisflyer-Meilen bei Singapore Airlines. Sprich: 790.000 American Express Membership Rewards würden der gleichen Summe an Krisflyer-Meilen entsprechen.

Insgesamt ergeben sich daraus mehr als eine Million Flugmeilen. Im Rahmen des AAdvantage-Programms kann man diese zum Beispiel für einen Hin- und Rückflug in der Economy Class auf der Strecke von Frankfurt nach Barcelona nutzen, wofür 20.000 Meilen nötig wären. Den Economy-Class-Trip von München nach Bangkok und zurück bei Singapore Airlines bekommt man schon für 70.000 Flugmeilen.

100-prozentig legal

Doch wie macht man aus den eingekauften Prepaidkarten wieder ganz normales Geld?

Laut Mightytravels gibt es hierfür mehrere Varianten – für die USA wohlgemerkt.

1. Man kauft bei Walmart Money Center, ein Finanzdienstleister, sogenannte „Money Orders“. Das sind Zahlungsanweisungen in Höhe von maximal 1000 Dollar, die laut „Zahlungsverkehrsfragen.de“ wie Schecks gehandhabt werden. Diese „Money Order“ müsse man dann lediglich auf das Bankkonto überwiesen, mit dem man auch seine Kreditkartenrechnungen begleicht.

2. Als Citibank-Kunde hat man die Möglichkeit, seine Kreditkartenrechnung teilweise mit einer Prepaidkarte zu begleichen.

3. Man nutzt den Zahldienst Evolve Money (nur in den USA), wo Prepaidkarten eingesetzt werden können, um Direktzahlungen an Shops wie „Victoria's Secret“ vorzunehmen. Anschließend beantragt man direkt beim Shop eine Erstattung des Betrags.

Für das von Jacobi skizzierte Beispiel fallen für die verschiedenen Transaktionen und die Kreditkarten selbst innerhalb eines Jahres Gebühren im Gesamtwert von 4800 Euro an.

Es gibt, so heißt es auf Mightytravels.com auch die Möglichkeit, andere Kreditkarten einzusetzen. Das genannte Beispiel sei nur eine Variante, wie man am Ende auf mehr als eine Million Flugmeilen kommen könne.

Im Gespräch mit CNN erklärt Jacobi, der Trick sei 100-prozentig legal. Er selbst habe so bereits 150.000 Meilen gesammelt.

Lesen Sie auch: Trick mit First-Class-Ticket – Chinese isst 1 Jahr kostenlos am Airport

Hinweis: In einer früheren Version des Artikels hieß es, man würde je Reise durchschnittlich 192 Euro bezahlen. Ein aufmerksamer Leser wies uns darauf hin, dass unter Umständen noch weitere Gebühren hinzukommen, etwa der Kerosinzuschlag sowie die Flughafensteuer.

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