Tashirojima und Aoshima

Auf diesen Inseln ist die Katze König

Katzen sind nach wie vor der Renner in den sozialen Medien – ein Ort, wo man ganz wunderbare Katzenvideos drehen könnte, wäre Japan. Auf de Inseln Tashirojima und Aoshima leben nämlich besonders viele: mehr als Menschen.

Sie wurden auf die japanische Insel geholt, um Mäuse zu jagen. Denn auf Tashirojima lebte man von der Seidenproduktion und Mäuse sind die natürlichen Feinde der Seidenraupen. Die Katzen machten ihren Job sicher gut, konnten aber nicht verhindern, dass die Inselbewohner die Raupenzucht aufgaben. Daran war schlicht die Industrialisierung schuld.

Mit den Jobs schwanden die Einwohner. Wer jung war, ging auf das Festland oder eben dorthin, wo man Geld verdienen konnte. Zurück blieben die wenigen, die vom Fischfang lebten. Und zurück blieben die Katzen. Die Fischer liebten die Katzen, sie glaubten gar, dass diese hellseherische Fähigkeiten hatten und zogen aus ihrem Verhalten Schlüsse auf das Wetter.

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Hunde sind auf Tashirojima verboten

Heute leben mehr Katzen – nämlich um die 100 – auf der Insel als Menschen (um die 70). Und das ziemlich gut: Japaner nämlich glauben ohnehin, dass Katzen Glück bringen, und umso mehr, wenn man sich gut um sie kümmert und sie ordentlich füttert. Zudem scheint es auch hilfreich, jeden Stress von ihnen fernzuhalten: Hunde sind auf Tashirojima streng verboten.

Katzenhaus in Manga City

Foto: getty

Wenn vielleicht nicht das große Glück, so brachten die Katzen der Insel doch zumindest Touristen – und reichlich Aufmerksamkeit. Sogar die Architektur blieb nicht uninspiriert von den schnurrenden Vierbeinern: Ein Gebäudekomplex namens Manga City – entworfen von Manga-Künstler Shotaro Ishinomori und im Jahr 2000 beendet – ist inzwischen genauso eine Touristenattraktion wie die Katzen in den Straßen.

So kam es also, dass die majestätischen Vierbeiner auf Tashirojima heute die wahren Herrscher sind. Und dementsprechend benehmen sie sich auch: Sie liegen faul in der Sonne, lassen sich von niederen Zweibeinern gern über das Fell streicheln und tun alles, was ihnen Spaß macht. Nur Mäuse jagen vermutlich nicht, denn das hat hier keine Katze mehr nötig.

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Aoshima – 15 Menschen und 100 Katzen

Noch mehr Katzen als Menschen leben auf Aoshima, einer kleinen Insel im Seto-Binnenmeer am anderen Ende Japans. Etwa 15 Bewohner zwischen 50 und 80 Jahren sollen auf Aoshima heute noch leben, davon vier Fischer und der Rest Rentner. Die Zahl der Katzen wird auf etwa 100 geschätzt. Auf der Insel gibt es weder Hotels und Restaurants, noch Autos oder andere motorisierte Fahrzeuge. Für die Katzen ist Aoshima deshalb ein Paradies: Ungestört vom Verkehr können die Tiere über die Insel streunen und in den leerstehenden Häusern einziger Bewohner schlafen.

Hinkommen: Vom Hafen von Ishinomaki (Präfektur Miyagi) fährt mehrmals täglich eine Fähre nach Tashirojima. Nach Aoshima legt zweimal täglich ein Boot im Hafen von Nagahama (Präfektur Ehime) ab.

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