Unterwegs im Land der Freiheit

9 Tipps für den perfekten USA-Roadtrip

Sonnenbrille auf, Autofenster runter, Musik an: Ein Roadtrip durch die USA bedeutet Freiheit und Abenteuer – und die Möglichkeit, jede Menge einzigartige Sehenswürdigkeiten auf eigene Faust abzuklappern. Mit diesen Tipps geht bei der Reise nichts schief.

Spektakuläre Landschaften und scheinbar endlose Weite: Auf den Straßen der USA lebt ein Gefühl von Freiheit, das deutsche Urlauber aus dem dicht besiedelten Mitteleuropa in seinen Bann zieht. Ein Roadtrip im Mietwagen ist eine der besten Möglichkeiten, dem Riesenstaat auf die Spur zu kommen. Damit die große Fahrt gelingt, haben wir sieben praktische Reisetipps für Sie zusammengestellt.

1. Flüge und Mietwagen rechtzeitig buchen
Ein guter Richtwert für die Buchung sind sechs Monate vor Reisebeginn. „Da gibt es ausreichende Kapazitäten“, sagt Frieder Bechtel vom Vergleichsportal Billiger-mietwagen.de. Wolfgang Streitbörger rät, auch Pauschalreisen zu berücksichtigen. Wer Flug und Mietwagen im Paket bucht, profitiere von der EU-Pauschalreise-Richtlinie, erklärt der Leiter des Fremdenverkehrsbüros von Georgia, Mississippi und Tennessee. Der Vorteil: besserer Service und geregelte Ansprüche bei Reisemängeln.

2. Augen auf beim Versicherungsschutz
In jedem Fall lohnt eine Auslandsreisekrankenversicherung. Für das Auto gilt in manchen US-Bundesstaaten nur ein gesetzlicher Haftpflichtschutz von 5000 US-Dollar, warnt Mietwagenexperte Bechtel. Der Abschluss einer Vollkasko- und Diebstahlversicherung ist daher empfehlenswert. Am besten wird die Versicherung von Deutschland aus abgeschlossen. „Das ist so gut wie immer günstiger, als wenn Sie beim Anbieter vor Ort den Versicherungsschutz aufstocken“, sagt Bechtel.

3. Besonderheiten des Verkehrs
Wenn ein Sheriff mit Blaulicht zur Kontrolle bittet, dann heißt es: „Ruhe bewahren, im Fahrzeug sitzen bleiben und beide Hände erkennbar ans Lenkrad“, empfiehlt Streitbörger. Aussteigen werde als Provokation gewertet. Wenn der Polizist allerdings bittet, das Fahrzeug zu verlassen, sollten Sie besser Folge leisten. Vorsicht auch beim Fahrstreifenwechsel: Amerikaner halten auf dem Highway gern beharrlich die Spur und fahren auch mal rechts schneller als links. Europäer müssen zum Fahren in den USA den internationalen Führerschein beantragen und zusätzlich mitführen.

Verkehrspolizisten in den USA verstehen nur selten Spaß

Foto: Getty Images

4. Auf die Geschwindigkeit achten
Corinne Hilbert und Laurens Mauquoi, die gemeinsam den Reiseblog mightytraveliers.com betreiben und bereits mehrere Roadtrips in den USA unternommen haben, schreiben auf ihrer Website: „Die Bestimmung der Höchstgeschwindigkeit auf Autobahnen ist den Bundesstaaten seit einigen Jahren selbst überlassen. Augen auf heißt es folglich beim Passieren von Staatsgrenzen, da die Höchstgeschwindigkeit hier ganz plötzlich und ohne ersichtbaren Grund varriieren kann. In der Regel liegt die Geschwindigkeitsgrenze in den östlichen Bundesstaaten allerdings bei 70 mph (113 km/h), im Westen hingegen meist bei 75 mph (121 km/h).“

5. Nichts geht ohne Kreditkarte
Ob im Hotel, an der Tankstelle oder im Supermarkt: Selbst Centbeträge lassen sich in den USA mit der Kreditkarte zahlen, sagt die deutsche Auswanderin Stephanie Pardue, die selbst schon mehrere Roadtrips unternommen hat. Hinzu kommt: Viele Vermieter geben ein Auto ohne Kreditkarte nicht heraus.

6. Unterkünfte spontan buchen
Mit einem Smartphone lassen sich Hotels auf dem Roadtrip bequem über das Internet von unterwegs organisieren – einfach am Vorabend die Übernachtung für den nächsten Tag buchen. Auf den Webseiten sind die Preise oft günstiger als am Telefon. Lediglich in Metropolen und für die erste Nacht in Flughafennähe rät USA-Experte Streitbörger zur Buchung von zu Hause aus. Eine günstige Möglichkeit zum Übernachten unterwegs sind auch Motels. „Die Motels sind immer gut ausgeschildert und nicht zu übersehen. Besonders an den Highways wird man immer fündig“, weiß Reisebloggerin Janine Domnick von bereisediewelt.de.

Motels finden sich an vielen Straßen in den USA. Die Zimmer sind einfach und günstig.

Foto: Getty Images

7. Wochentags auf's Land, am Wochenende in die Metropolen
In fast allen US-Metropolen regiert wochentags das quirlige Geschäftsleben. Die „Overnight Rates“ sind dann teurer, und der Stress ist größer. „Städtetrips am Wochenende sind viel entspannter“, sagt Streitbörger. Genau umgekehrt verhält es sich mit den Nationalparks – hier zahlen Übernachtungsgäste am Wochenende oft mehr.

8. Weniger ist mehr
Die gewaltigen Distanzen in den USA werden leicht unterschätzt. Gerade für die Nationalparks sollten Urlauber bei ihrem Roadtrip Zeit einplanen. Schon mancher habe sich in den USA im Rausch der Sehenswürdigkeiten übernommen und den Fuß kaum mehr vom Gaspedal bekommen, sagt Frieder Bechtel. Auch die überzeugte Roadtripperin Stephanie Pardie rät: „Weniger ist mehr.“

Bei solchen schier endlosen Weiten sollte man rechtzeitiges Tanken nicht vergessen.

Foto: Getty Images

9. Autobahnen meiden
Reiseblogger Christian von feel4nature.com empfiehlt auf seinem Blog: „Wenn Du wirklich etwas von einem Land sehen möchtest, dann musst Du auf Deinem Roadtrip in der Regel runter von den großen Straßen. Dahin wo das wahre Leben spielt. Dazu kommt noch, dass Du auf einem Roadtrip möglichst langsam unterwegs sein solltest, um die Landschaft und Umgebung zu genießen.“

Noch keine Idee wohin genau? Hier finden Sie 7 spektakuläre Roadtrips durch die USA!

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