Hidden Beach of Mexico

Der wohl versteckteste Strand der Welt

Er liegt in einem Loch am Ende eines Tunnels auf einer unbewohnten Insel: der „Hidden Beach of Mexico” („Der versteckte Strand von Mexiko”). Nur wer durch den Tunnel schwimmt, kann ihn erreichen. Er wird auch „Strand der Liebe” genannt – doch seine Geschichte ist überraschend unromantisch.

Versteckt wie ein wertvolles Juwel liegt er in einem Loch auf einer unbewohnten Inselgruppe vor der Küste Mexikos.

Ein Ort zum Träumen: Der versteckte Ort wird auch „Strand der Liebe” genannt

Foto: TripAdvisor

Durch einen Felsentunnel schwimmen

Graue Steine - das ist alles, was der nichts ahnende Besucher von außen sieht. „Hidden Beach of Mexico” („Der versteckte Strand von Mexiko”): So wird der Strand auf der Marieta-Inselgruppe vor der Küste von Puerto Vallarta mit gutem Grund genannt.

Ein Strand, den es so auf der Welt kein zweites Mal gibt

Foto: www.islasmarietas.com.mx

Nur Insider wissen, wo er sich verbirgt: Hinter einem 24 Meter langen Tunnel aus demselben grauen Fels wie überall rundherum. Nicht immer ist es möglich, den versteckten Strand sicher zu erreichen. Die Strömungen des Meeres können stark sein.

Schnorchler erwartet eine bunte Unterwasserwelt

Foto: Getty Images

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Paradies mit düsterer Vergangenheit

Vor Tausenden von Jahren entstanden die felsigen Marieta-Inseln durch Vulkan-Ausbrüche im Meer. Nach und nach siedelten sich Tiere und Pflanzen an. Heute ist das Archipel ein Naturparadies und ein geschützter Nationalpark. 

Hier ein Drohnen-Video, das den Strand von oben zeigt.

Doch dies war nicht immer so. Vor etwas mehr als 100 Jahren, vor dem ersten Weltkrieg, nutzte die mexikanische Regierung die unbewohnten Inseln für Bomben-Experimente. Durch die Sprengungen entstanden bizarre Felsformationen und Höhlen. Auch der Krater, in dem sich der „Versteckte Strand von Mexiko” verbirgt, soll durch eine Sprengung entstanden sein.

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Bei niedrigem Pegel lässt sich der Strand auch mit dem Kajak erreichen

Foto: Getty Images

Strand der Liebe im Garten Eden

Wegen seiner Abgeschiedenheit wird der „Hidden Beach of Mexico” auch „Strand der Liebe” (Playa del Amor) genannt. Sein Besuch ist auch deshalb nur mit fachkundiger Führung möglich, weil die Marieta-Inseln heute Teil eines geschützten maritimen Nationalparks sind:  Dank des Engagements von Naturschützern, darunter der prominente Wissenschaftler Jacques Cousteau, wurden die Marieta-Inseln Ende der 1960er-Jahre unter Schutz gestellt. Fischfang, Jagd und sonstige menschliche Eingriffe sind verboten, das Betreten der Inseln nur mit spezieller Lizenz erlaubt.  

Ohne Guide ist der Strand nicht zu finden

Foto: Getty Images

Seither sind die Inseln wieder ein Paradies für Tiere. Zur Freude der Naturtouristen, die zum Beispiel von Punta de Mita aus Bootsausflüge unternehmen können. Schnorchler bestaunen eine bunte Unterwasserwelt mit Tausenden Arten bunter Fische, beeindruckenden Manta-Rochen, Meeresschildkröten und Delfinen. Zwischen Dezember und März können Whalewatcher Buckelwale sehen. Seltene Vögel bevölkern die Inseln. Auch den „Hidden Beach of Mexico” dürfen einige wenige Veranstalter auf ihren Touren zeigen. Wer nicht in der Gruppe unterwegs sein will, kann auch eine Jacht chartern. Einen Guide mit Lizenz und Ortskenntnis sollte man dann auf jeden Fall mitnehmen.

(mgr)

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