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Belgien wird wieder Corona-Hochrisikogebiet

Belgien
Auch in Belgien verschlechtert sich die Corona-Lage zunehmend – die deutsche Regierung stuft das gesamte Land daher wieder als Hochrisikogebiet einFoto: Getty Images

Belgien ist nicht nur Hauptsitz der Europäischen Union und der NATO, sondern normalerweise auch ein beliebtes Reiseziel. Doch wegen drastisch steigender Corona-Zahlen stuft die Bundesregierung das gesamte Land als Hochrisikogebiet ein.

Die Corona-Zahlen schießen auch in anderen europäischen Staaten in die Höhe – neben Irland, Griechenland und den Niederlanden erklärt Deutschland auch Belgien ab dem 21. November zum zum Hochrisikogebiet. Vor allem für Ungeimpfte wird eine Reise nach Belgien dadurch wieder deutlich komplizierter: Wer aus einem Hochrisikogebiet einreist und nicht vollständig geimpft oder genesen ist, muss für zehn Tage in Quarantäne und kann sich frühestens fünf Tage nach der Einreise mit einem negativen Test davon befreien. Was es sonst noch zu beachten gibt.

Allgemeine Corona-Maßnahmen in Belgien

Die aktuelle Corona-Lage in Belgien

Die Corona-Lage in Belgien hatte sich zuletzt erheblich zugespitzt. Am Mittwoch, den 17. November verschärfte die Regierung Corona-Auflagen, um einen vollen Lockdown zu verhindern. Nach jüngsten Daten wurden innerhalb von 14 Tagen 1286 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner gezählt – ein Zuwachs von 61 Prozent.

Die Zahl der Patienten, die täglich mit einer Covid-Erkrankung ins Krankenhaus kommen, stieg zuletzt um 52 Prozent. Auch die Intensivstationen werden immer voller. 75 Prozent der Gesamtbevölkerung sind vollständig geimpft.

Mit der Einstufung als Hochrisikogebiet ist automatisch auch eine Reisewarnung des Auswärtigen Amts verbunden. Sie erleichtert Touristen die kostenlose Stornierung bereits gebuchter Reisen, bedeutet aber kein Reiseverbot.

Einreise nach Belgien aus Deutschland

Einreisende nach Belgien müssen grundsätzlich vor Einreise ein elektronisches „Passenger Locator Form“ (PLF) ausfüllen und elektronisch versenden.

In Abhängigkeit von der Infektionslage nimmt Belgien eine Einstufung in „rote“, „orange“ und „grüne“ Regionen vor. Deutschland ist für Belgien ebenfalls als Risikogebiet, heißt, ein„rote Zone“. Laut Auswärtigem Amt müssen Reisende aus einer rot eingestuften Region „bei Einreise das Digitale COVID-Zertifikat der EU als Nachweis einer vollständigen Impfung bzw. einer Genesung oder einer negativen Testung mit sich führen. Zulässig ist ein PCR-Test, dessen Abstrichentnahme maximal 72 Stunden zurückliegt, oder ein Antigentest, der maximal 48 Stunden vor der Einreise in einem Testzentrum/einer Apotheke durchgeführt wird.“ Zusätzlich müssen Nicht-Geimpfte und Nicht-Genesene einen PCR- oder Antigentest am siebten Tag nach Einreise durchführen – Kinder unter sechs Jahren sind von der Testpflicht befreit.


In der Region rund um Brüssel-Hauptstadt gilt für nicht geimpfte oder genesene Einreisende aus einer roten Zone innerhalb und außerhalb der EU zusätzlich zur Testpflicht eine Quarantäne von zehn Tagen. Diese können Reisende durch einen negativen PCR- oder Antigentest am siebten Tag nach Einreise verkürzen.

Auch interessant: Die Liste der Corona-Risikogebiete vom RKI

Allgemeine Corona-Maßnahmen in Belgien

In Belgien besteht weiterhin die Masken- und Abstandspflicht von 1,5 Metern. Homeoffice wird dringend empfohlen und Kontakte sollen begrenzt werden. In einigen Städten und Gemeinden, in denen nicht genügend Menschen geimpft sind, gelten strengere Vorschriften – so auch in Brüssel. Einen aktuellen Überblick über die Corona-Maßnahmen in Belgien finden Sie hier.

Das gilt für die Rückreise aus Belgien

Die Bundesregierung stuft Belgien ab dem 21. November als Hochrisikogebiet ein. Damit einher gehen zusätzliche Maßnahmen für die Rückreise nach Deutschland. So müssen sich etwa alle Einreisenden zuvor digital anmelden. Wer nicht geimpft oder von einer Coronainfektion genesen ist, muss sich bei der Rückkehr in eine zehntägige Quarantäne begeben. Diese kann frühestens nach fünf Tagen durch Vorlage eines negativen Tests aufgehoben werden. Vollständig Geimpfte und Genesene brauchen keine Quarantäne anzutreten. Voraussetzung ist, dass sie den entsprechenden Nachweis ebenfalls über das Einreiseportal der Bundesregierung übermitteln.

Mit Material von dpa