Einheimische sind die Makaken leid

Thailand will 500 Affen im Touri-Hotspot Lopburi sterilisieren lassen

Affen Lopburi
In Lopburi sind die Affen inzwischen zur Plage geworden
Foto: Picture Alliance

In Lopburi haben die Affen das Sagen. Zumindest machte das den Anschein, als Touristen, die sich vor der Corona-Pandemie in der Region aufhielten, von den frechen Makaken beklaut wurden. Zwar sind die frei lebenden Tiere gemeinhin bei Touristen beliebt, doch längst ist die Population zu groß, und die Affen bereiten den Einheimischen mehr und mehr Probleme.

Thailand will mindestens 500 wilde Affen sterilisieren lassen. Die Tiere, von denen es Tausende in der Region Lopburi gibt, sind zwar eine beliebte Touristenattraktion. Doch viele Einheimische sind der Makaken inzwischen überdrüssig, weil sie Essen klauen. Seitdem wegen der Corona-Pandemie keine Touristen mehr nach Lopburi kommen und die Affen regelmäßig füttern, hat sich das Problem verschärft.

Viele würden die Affen lieber in einen Wald umsiedeln lassen, aber das ginge nicht, da die an die Stadt gewöhnten Tiere dort nicht überleben würden, so die zuständige Wildtierbehörde.

Die Affen in der Stadt vermehren sich besonders schnell, mit der Sterilisation wollen die Behörden ihr Bevölkerungswachstum verlangsamen. Schon früher hatten sie einige der Affen sterilisiert. Das Einfangen der Tiere sei allerdings schwer.

Tiere kämpfen um ein Stück Banane

In einem Video, das bei Facebook, Twitter und anderen sozialen Medien schon Hundertfach geteilt wurde, ist zu sehen, wie einer der Primaten das Stück Banane erbeutet. Daraufhin wird es sofort von seinen Artgenossen eingekesselt und angegriffen. Als dem Affen mit der Banane die Flucht gelingt, setzt sich die ganze Meute kreischend in Bewegung und verfolgt das arme Tier eine kleine Anhöhe hinauf bis zu einem Zaun. Dort verliert sich schließlich der Blick auf das weitere Geschehen.

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Auch in Songkhla hungern Affen

Auch in einem öffentlichen Park im südthailändischen Songkhla soll es unter den Affen zu ähnlichen Szenen gekommen sein. Vor der Corona-Krise wurden die Tiere dort von vielen Touristen aus China und Malaysia mit Futter verwöhnt. Doch weil auch dort die Gäste wegbleiben, hungern die Affen. Einheimische haben nun die Rolle der fehlenden Touristen übernommen und füttern die Tiere mit frischen Wassermelonen und Tomaten.