„Roald Amundsen“

Das erste Hybrid-Kreuzfahrtschiff der Welt sticht in See

Die Roald Amundsen im Eis
Die „Roald Amundsen“ von Hurtigruten - das neue Expeditionskreuzfahrtschiff verfügt über einen Hybrid-Antrieb in Form von Diesel und Strom.
Foto: Hurtigruten/dpa-tmn

Nun ist es soweit. Mit modernster Antriebstechnik geht die Roald Amundsen an den Start. Die Jungfernfahrt des Hurtigrouten-Schiffs begann am 3. Juli in Tromsø in Norwegen.

Das neue Hybrid-Expeditionskreuzfahrtschiff „Roald Amundsen“ von Hurtigruten sticht in See. Die Jungfernfahrt im norwegischen Tromsø war für den 3. Juli geplant.

Das gab die Reederei bekannt. Ursprünglich sollte der Neubau, der zu den umweltfreundlichsten Kreuzfahrtenschiffen der Welt gehören soll, am 27. Juni von Hamburg aus aufbrechen. Die Fertigstellung hatte sich zuletzt immer wieder verzögert.

Das erste hybridbetriebene Expeditionskreuzfahrtschiff

Hurtigruten ist vor allem bekannt für Schiffsreisen entlang der norwegischen Küste. Die „Roald Amundsen“ ist ein hybridbetriebenes Expeditionskreuzfahrtschiff für den Einsatz unter anderem in polaren Gewässern. Es wird sowohl mit Dieselkraftstoff als auch Strom aus Batterien an Bord angetrieben. Maximal 530 Gäste haben an Bord Platz.

Ein Höhepunkt ist ein 17,5 Meter hoher LED-Bildschirm im Atrium, der sich über sieben Decks erstreckt und auf den etwa die vorbeiziehende Landschaft oder Expertenvorträge übertragen werden.

Wie umweltfreundlich sind die neuen „grünen“ Kreuzfahrtschiffe wirklich?

In diesem Sommer ist das Schiff entlang der norwegischen Küste sowie rund um Spitzbergen und vor Grönland unterwegs. Danach geht es durch die Nordwestpassage und dann nach Süden in die Antarktis. Mit der „Fridtjof Nansen“ und einem weiteren Neubau sind bereits zwei baugleiche Schwesterschiffe in Planung.

Bei all dem sollte man aber nicht vergessen, dass eine Kreuzfahrt, genau wie Fliegen, zu den besonders umweltschädlichen Reisearten gehört. Das zeigt auch das Kreuzfahrt-Ranking des Deutschen Naturschutzbundes NABU, bei dem etliche Schiffe durchgefallen sind. Am besten man informiert sich vorab, wie sehr das anvisierte Schiff die Umwelt schädigt und wägt dann ab, ob man damit reisen möchte.