Hätten Sie das gedacht?

Europas bestes Reiseziel ist...

Nein, es ist nicht London, Paris oder Berlin! Der World Travel Award für die beste Reisedestination 2014 in Europa geht an eine Grafschaft im Norden Englands, die sowohl Namensgeber für eine Hunderasse, als auch für eine beliebte britische Beilage ist. Wissen Sie, von welchem Ort die Rede ist?

Wer an Yorkshire denkt, hat vermutlich als erstes einen niedlichen Vierbeiner vor Augen. Kulinariker denken darüber hinaus vielleicht an die deftige Backware, die auf der britischen Insel gern zu Steak oder Roastbeef serviert wird. Doch die Region im Norden Englands auf kurzbeinige Hündchen und schwere Kalorienbomben zu reduzieren, wäre mehr als ungerecht.

Denn Yorkshire, mit einer Fläche von 11.903 km² die mit Abstand größte traditionelle Grafschaft Englands, wurde jetzt zum zweiten Mal in Folge zum Gewinner des World Travel Awards für das beste Reiseziel Europas gewählt – und setzte sich damit gegen europäische Metropolen wie Amsterdam, Barcelona, Paris und Istanbul durch. Auch die deutsche Hauptstadt war für den Award nominiert. Dieser Erfolg erstaunt: Was ist bloß dran an der Grafschaft im Norden Englands? TRAVELBOOK nimmt die Destination mal unter die Lupe.

Vielfältige landschaften

Sieht man sich Yorkshire etwas genauer an, kann man durchaus nachvollziehen, warum die Gegend rund um die Stadt York zum Sieger gekürt wurde. Neben den zahlreichen Küstenorten an der Nordsee locken vor allem die vielfältigen Landschaften und drei Nationalparks Urlauber aus Großbritannien und Europa nach Yorkshire: Die Pennines, das höchste Gebirge der Gegend und geprägt von Hochmooren und Flusstälern, durchziehen den Westen der Grafschaft.

Die Pennines, ein Mittelgebirge, durchziehen den Westen der Grafschaft

Foto: dpa

Hier können Versteinerungen von Korallen und anderen Lebewesen gefunden werden. Flamborough Head ist eine Landspitze mit steilen Kreidekliffs, die durch das Meer nach und nach immer weiter abgetragen werden. Felstürme und ausgewaschene Höhlen prägen die Landschaft entlang des Nordseeufers. Zum Erkunden der Region bietet sich beispielsweise eine Fahrt mit der Eisenbahn an. Die North Yorkshire Moors Railway ist die zweitlängste Museumseisenbahn und eine der besucherstärksten historischen Attraktionen Großbritanniens.

historische städte

Doch nicht nur die Landschaft Yorkshires ist vielfältig, auch die Städte bieten eine bunte Mischung aus Kultur, Geschichte und Unterhaltung. In York kann etwa der berühmte York Minster besichtigt werden, die zweitgrößte gotische Kathedrale im Norden Europas. Die kleine Hafenstadt Whitby inspirierte schon Bram Stoker zu seinem späteren Meisterwerk „Dracula“. Heute kann man auf den Spuren des berüchtigten Vampirs eine geführte Tour durch die historische Altstadt Whitbys machen oder die Ruine der Whitby Abby besichtigen – und dabei den Blick über die Stadt genießen.

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Der historische Stadtkern von Scarborough mit seinem kleinen Fischerhafen

Foto: getty

Das Örtchen Scarborough, ein bedeutender Ferienort an der Nordseeküste, wurde sogar von Simon and Garfunkel in einem inzwischen weltbekannten Song verewigt. Die Musik spielt hier tatsächlich eine große Rolle: Jährlich finden an der South Bay verschiedene Jazz-, Rock-, und Pop-Festivals statt. Und vermutlich treten dort auch immer wieder Einheimische auf. Denn Yorkshire hat eine Reihe berühmter Bands und Musiker hervorgebracht, wie etwa die Arctic Monkeys (Sheffield), Moloko (Sheffield), Joe Cocker (Sheffield), Pulp (Sheffield), Bloc Party, die Kaiser Chiefs (Leeds), Chumbawamba (Leeds) sowie das 80er-Jahre-Duo Soft Cell (Leeds).

Sehenswert sind auch die für Nordengland typischen, zahlreichen Burgruinen mit ihrem mystischen Flair – zu dem sicher auch der legendäre König Artus beiträgt, welcher der Sage nach in Yorkshire begraben sein soll. Tropfsteinhöhlen, wie die White Scar Caves in North Yorkshire, die als längste für Besucher zugängliche Tropfsteinhöhle gilt, locken nicht nur ausländische Touristen an. Ein ähnlicher Besuchermagnet ist der Yorkshire Wildlife Park, der mit Löwen, Tigern und sogar Eisbären wirbt.

Boom durch „staycation“

Den Boom im Tourismus von Yorkshire und den Verdienst des Awards leitet die Informationsseite „Welcome to Yorkshire“ nicht nur auf die internationalen Touristen zurück. Auch Briten machten häufiger Urlaub in der Heimat, sogenannte „staycation“, wie die Yorkshirepost berichtete. Dies ließe sich wohl auf einen neuen Trend zurückführen: Immer mehr erwachsene Briten besuchen die Orte aus ihren früheren Familienurlauben, um Kindheitserinnerungen aufzufrischen.

Der Yorkshire Terrier

Foto: dpa

Übrigens, der Yorkshire Terrier heißt so, weil er Ende des 19. Jahrhunderts in der Grafschaft  gezüchtet wurde. Er entstand vermutlich aus der Kreuzung mehrerer Rassen, etwa des Skye Terriers, eventuell war auch der Malteser beteiligt, und stammt ursprünglich aus den ärmsten Vierteln der nordenglischen Industriestädte. Hier hatte der  Yorkshire Terrier eine klare Aufgabe: Er sollte Jagd auf Ratten und Mäuse machen.


Alle Nominierten für die „Beste Reisedestination 2014“

Klicken Sie sich auch oben durch unsere Bildergalerie – und entdecken Sie den Zauber Yorkshires!

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