7 Fragen und Antworten für Urlauber

Brexit! Was Reisende jetzt wissen müssen

Knapp, aber gültig: Die Briten haben für den Brexit gestimmt und somit für den Ausstieg aus der Europäischen Union. Auch für den Tourismus hat das Konsequenzen – und zwar nicht nur in Großbritannien. Die sieben wichtigsten Fragen und Antworten für Urlauber.

Damit hat kaum einer gerechnet: Die Briten haben tatsächlich für den EU-Austritt gestimmt. Für die Tourismusindustrie sind das schlechte Nachrichten, und zwar für beide Seiten. TRAVELBOOK beantwortet die wichtigsten Fragen zu den Auswirkungen des Brexit-Entscheids für Urlauber.

1. Was ändert sich sofort?

Zunächst einmal die gute Nachricht: wenig. Es dauert mindestens zwei Jahre, bis der Austritt von Großbritannien aus der EU wirklich erfolgen kann, denn so lange ist sozusagen die Kündigungsfrist. Der Prozess könnte sich aber durchaus noch länger hinziehen.

2. Wird Urlaub in Großbritannien jetzt teurer?

Im Gegenteil. Was sich sofort ändert ist, dass Reisen nach Großbritannien für Urlauber aus Euro-Ländern nun günstiger sind. Denn das Pfund verliert dramatisch an Wert, schon sofort nach Bekanntgabe des Brexit-Entscheids war es auf den tiefsten Stand seit 1985 gestürzt. Es gibt also mehr Pfund für weniger Euro.

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3. Welche Folgen hat das für Urlaub in anderen Ländern?

Das schwache Pfund macht Urlaub für Briten im Ausland teurer. Man wird also vielleicht schon ab sofort weniger von ihnen begegnen, zum Beispiel auf Mallorca. Das sind wirtschaftlich gesehen sehr schlechte Nachrichten für viele Urlaubsziele, für die britische Touristen eine bedeutende Einnahmequelle sind.

Die Hoteliers und Anbieter in solchen Urlaubsregionen sind möglicherweise gezwungen, die Preise zu senken, um diese wichtigen Kunden nicht zu verlieren. Das würde den Urlaub auch für Touristen aus Euro-Ländern günstiger machen. Dadurch könnten aber vielleicht auch die Standards sinken, kleinere private Hoteliers vielleicht pleite gehen und verschwinden.

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4. Wird die Einreise nach England jetzt komplizierter?

Strengere Grenzkontrollen als bei der Einreise in viele andere EU-Länder gab es bisher ohnehin schon, da Großbritannien kein Mitglied des Schengener Abkommens ist. Urlauber müssen also wenigstens ihren Personalausweis vorzeigen. „Daran wird sich auch künftig erst mal nichts ändern“, erklärt Bernd Krieger, Leiter des Zentrums für Europäischen Verbraucherschutz Deutschland.

5. Brauchen EU-Bürger dann ein Visum?

Ob der Personalausweis nach Großbritanniens EU-Austritt künftig reicht oder vielleicht sogar Reisepass und Visum nötig sind, lässt sich derzeit noch nicht sagen. Allerdings wird Großbritannien sicher nicht auf Touristen aus Europa verzichten wollen und daher wohl keine umständliche Visumspflicht einführen. Viel wahrscheinlicher ist eine Regelung ähnlich wie in der Schweiz, die ebenfalls kein EU-Mitglied ist: Dort dürfen sich EU-Bürger bis zu 90 Tage visumsfrei aufhalten.

6. Was ist mit den Rechten für Reisende?

Die Fahr- und Fluggastrechte könnten vom Brexit tatsächlich betroffen sei. So garantieren die EU-Leitlinien Reisenden bei Verspätung oder Annullierung eine Entschädigung zu, wenn sie mit dem Zug oder Flugzeug innerhalb sowie aus der oder in die EU reisen. Was daraus wird, „kann man im Moment gar nicht sagen“, erklärt Krieger.

Möglich ist aber, dass Großbritannien solche Regelungen auch weiterhin einhält. So garantieren laut Krieger etwa auch Island und Norwegen als Nicht-EU-Mitglieder die gleichen Fahrgastrechte, denn sie gehören dem Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) an. Krieger rechnet sogar mit einem britischen Abkommen mit der EU. Denn weniger Verbraucherrechte würden den Briten selbst auch schaden und hätte außerdem Auswirkungen auf den Tourismus: „Diese Regelungen sind ein Wettbewerbsvorteil“, so Krieger.

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7. Wie teuer sind dann Roaming-gebühren?

Die EU hat auch diesbezüglich Vorteile für Urlauber: Seit Mai telefoniert man im EU-Ausland wesentlich günstiger, da die früher oft extrem teuren Roaming-Gebühren deutlich gesenkt wurden. Ab Sommer 2017 sollen sie weitgehend abgeschafft werden, sodass Telefonieren und Surfen im EU-Ausland nur noch so viel kostet wie zu Hause.

Ob dies in Großbritannien nach dem EU-Austritt dann auch so günstig sein wird, ist nicht sicher. Möglicherweise werden viele Anbieter dies ihren Kunden ermöglichen wollen, um für sie attraktiv zu sein. So sind in den Europa-Tarifen etlicher Mobilfunkanbieter auch Staaten inklusive, die nicht zur EU gehören, etwa die Schweiz.

(mgr)

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