Experten blicken in die Zukunft

So reisen wir im Jahr 2024

Wie planen und buchen wir in 10 Jahren unseren Urlaub? Wie verändern sich Flughäfen und das Fliegen? Experten aus der Reise- und IT-Branche wagten gemeinsam mit Futurologen einen Blick in die Zukunft des Reisens – mit spannenden Ergebnissen.

Der beschwerlichste Teil einer Reise ist heutzutage noch immer das Hinkommen: der Anfahrtsweg zum Flughafen, das Anstehen am Check-In, dann stundenlanges Sitzen im engen Flieger – bevor es endlich irgendwann mit Mietwagen oder Bus zum Hotel geht.

Die gute Nachricht: Dieser eher unangenehme Teil eines Urlaubs wird schon in zehn Jahren weitaus bequemer, stressfreier und einfacher sein – das jedenfalls prognostiziert eine breit angelegte Studie der Reisesuchmaschine Skyscanner, die sich zusammen mit zahlreichen Experten der Frage widmet, wie das Reisen der 2020er Jahre aussehen wird.

Gesichtserkennung statt reisepass

Und so sieht sie aus, die Reise der Zukunft: Ein Hightech-Taxi, ausgestattet mit gesten- und sprachgesteuertem Internetzugang und 3D-Bildschirm, bringt den Urlauber zum Flughafen. Unterwegs noch schnell per Skype von Freunden und Familie verabschieden, das spart Zeit. Abfertigungsschalter wird es im Jahr 2024 am Flughafen nicht mehr geben, und damit auch keine Warteschlangen. Dank technologischer Fortschritte kann jeder Passagier seinen Koffer an einem automatisierten Schalter abgeben.

Digitale Gepäcketiketten, auf denen alle Flugdaten gespeichert sind, machen Papieranhänger und gedruckte Bordkarten überflüssig. Der Fluggast kann somit seinen Koffer jederzeit verfolgen und findet ihn später mühelos auf dem Gepäckband wieder.

Auch Warteschlangen an der Sicherheitskontrolle wird es nicht mehr geben: Gesichtserkennung ersetzt den Reisepass, molekulare Laserscanner durchleuchten Passagiere und Gepäck in wenigen Sekunden und beschleunigen so den Gang durchs Security-Gate.

Gesichtserkennungssoftware wird den Reisepass in Zukunft überflüssig machen

Foto: GCE Agency

Wer trotzdem zu früh dran ist, den erwarten auf den Flughäfen der Zukunft diverse Möglichkeiten zum Zeitvertreib – etwa 3D-Kinos, Museen, Open-Air-Parks und Swimmingpools. Außerdem ersetzen digitale Shopping-Wände Duty Free Shops und persönliche Guide-Systeme navigieren die Passagiere durch den Airport.

An einigen Flughäfen wie etwa dem Changi Airport in Singapur gibt es schon heute künstlich angelegte Wasserfälle und Bäume

Foto: Changi Airport

Hightech-Sitze im Flieger

Unbequeme Plätze wird es im Flugzeug nicht mehr geben – jeder Sitz passt sich automatisch dem Körper des Passagiers an und verfügt über eine eigene Klimaanlage. Natürlich hat jeder Fluggast Zugang zu Internet und einem 3D-Multimedia-System mit personalisierten Filmen, Musik und Daten. Über Hologramm-Systeme am Bildschirm sind 3D-Gespräche mit Familie und Geschäftspartnern auch während des Flugs möglich.

Der Clou: Mit haptischen Datenhandschuhen kann der Fluggast seine Kinder umarmen oder seinem Geschäftspartner die Hand schütteln – und dabei die Berührungen sogar fühlen. Dank eines im Sitz eingebauten Schallschutzes werden Mitreisende durch die Gespräche nicht gestört.

Eine Kontaktlinse als Guide

Selbst in Ländern, in denen der Reisende sonst kein einziges Wort verstehen würde, wird er sich in Zukunft mühelos zurechtfinden. Möglich machen soll das ein Gerät, das so klein ist, dass es auf eine Kontaktlinse passt. Der unsichtbare digitale Reisefreund wird unterwegs den Travelguide spielen und Wörter wie Sätze sofort übersetzen.

Eine Kontaktlinse als nicht sichtbare, tragbare Technologie wird für den Urlauber zum (Reise-)Guide

Foto: Google

Damit am Urlaubsort keine böse Überraschung droht, weil dieser so gar nicht dem eigenen Geschmack entspricht, kann der Reisende sein Ziel schon vorab in der digitalen Welt erkunden und ausprobieren. So lassen sich bequem von Zuhause aus Sehenswürdigkeiten  ansehen und sogar Geräusche anhören. Ein digitaler Reiseplaner schlägt mit Hilfe künstlicher Intelligenz Reiseziele vor, die den Vorlieben und Wünschen des Nutzers entsprechen. Auch die Buchung der Reise übernimmt der digitale Helfer.

Alles Nur Zukunftsmusik?

Wer meint, das alles sei nur ausgedachter Science-Fiction-Humbug, muss sich nur mal umschauen. Denn Vorläufer der Technologien, die die Experten als das Reisen der 2020er voraussagen, sind schon jetzt allerorts. Die Google Glass etwa, die mit ausgereifter Entwicklung irgendwann zur Kontaktlinse schrumpfen könnte. Oder Siri, die über eine Spracherkennungssoftware zum persönlichen Assistenten von iPhone-Nutzern wird.

Biometrische Körperscanner werden ebenfalls schon eingesetzt, und ferne Orte lassen sich dank Google Maps und Street View schon jetzt erkunden. Selbst digitale Gepäcketiketten werden laut Skyscanner derzeit schon an einigen Flughäfen erprobt. Wir sind also schon fast angekommen, in der Zukunft des Reisens.

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