In einer lebt er schon, die nächste soll folgen

Der Mann, der echte Boeings in Wohnungen verwandelt

Der US-Amerikaner Bruce Campbell hat sich einen ziemlich ungewöhnichen Traum erfüllt: Er kaufte sich eine ausrangierte Boeing 727 und baute sie so um, dass man darin wohnen kann. Sechs Monate im Jahr lebt der pensionierte Elektroingenieur in seinem Flugzeug in den Wäldern von Portland im US-Bundesstaat Oregon. Nun sucht er nach einer weiteren Boeing, die er ebenfalls zu Wohnzwecken umfunktionieren will. Auch, wo sie stehen soll, weiß Campbell schon – ein Ort, mit dem ihn ein besonderes Schicksal verbindet.

100.000 Dollar, umgerechnet rund 90.000 Euro, hat er im Jahr 1999 für die ausrangierte Maschine bezahlt und sie auf sein riesiges Grundstück nahe Portland transportiert. Noch einmal etwa 120.000 Dollar (110.000 Euro) sind in die Umgestaltung des Flugzeuginneren geflossen.

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Wo enge Sitzreihen waren, befinden sich nun Campbells Wohn- und Arbeitszimmer, eine Schlafstätte mit Futonbett und funktionstüchtige sanitäre Anlagen. Sogar eine Waschmaschine gibt es. Und durch einen Glasboden, der den alten Teppich in der Flugzeugkabine ersetzt, können Campbells Gäste die komplizierte Kabeltechnik und Drehschienen des Flugzeugs sehen.

Bruce Campbell hat in seinem Flugzeugrumpf in den USA alles, was man braucht– Couch inklusive

Foto: AirplaneHome.com

„Jetliner können – und sollten – in wundervolle Wohnungen umgebaut werden“, sagte Campbell, als TRAVELBOOK ihn Ende 2015 zu seinem ungewöhnlichen Projekt interviewte. Und schon damals deutete er an, was nun zu einem immer konkreteren Plan geworden ist: Campbell hält Ausschau nach einer weiteren Boeing, in der er die restliche Zeit des Jahres verbringen möchte. Auch den Ort, wo sie stehen soll, kennt der Rentner schon genau: die Präfektur Miyazaki in Japan.

Warum Japan?

Seit 2009 verbringt Campbell nach eigenen Angaben jedes Jahr mehrere Monate in Japan. Das Land und die Leute faszinieren ihn derart, dass er sich einen festen Wohnsitz in Japan zulegen möchte – natürlich in einer Boeing. Seine Liebe zu dem Land und das Vertrauen in die Menschen dort sind so groß, dass er sich vor fünf Jahren sogar in Japan operieren ließ, nachdem bei ihm Magen-Darm-Krebs entdeckt worden war. Dank des großartigen Ärzteteams in Miyazaki, die bei ihm regelmäßig Nachkontrollen durchführten, sei er inzwischen krebsfrei und gelte als geheilt, schreibt Campbell auf seiner Website.

Außenansicht seiner Boeing in den Wäldern bei Portland. Die Beleuchtung hat Campbell ebenfalls selbst installiert.

Foto: AirplaneHome.com

Aber er möchte mit seinem neuen Projekt auch Gutes tun. „Die Boeing soll nicht nur als mein privates Zuhause dienen, sondern auch als Rettungsboot für die Einheimischen, sollte es erneut zu einem Tsunami kommen.“ Entgegen der Annahme vieler, so erklärt Campbell, würden intakte Flugzeuge im Wasser nämlich nicht sinken. „Jeden Tag werden etwa drei Verkehrsflugzeuge weltweit ausrangiert. Wenn man viele davon an Japans Küsten platziert, könnten sie eines Tages zahlreiche Leben retten.“

Zudem will Bruce Campbell die Boeing für Führungen und kulturelle Veranstaltungen zur Verfügung stellen. Sein großer Traum: Musikkonzerte auf den Flügeln, untermalt von einer speziellen Beleuchtung der Maschine.

„Wir schaffen das“

Bis es so weit ist, gibt es allerdings noch viel zu tun. Allen voran muss Campbell ein geeignetes Flugzeug finden. „Idealerweise soll es eine Boeing 747-400 sein“, schreibt der Rentner auf seiner Website. Sein Wunschobjekt sei eigentlich eine ebensolche Maschine der japanischen Fluggesellschaft All Nippon Airways, doch vermutlich werde es zu lange dauern, bis diese ausrangiert werde. Deshalb sehe er sich jetzt nach Flugzeugen auch aus anderen Ländern um. „Ich hoffe sehr, dass ich in weniger als einem Jahr starten kann.“

Bruse Campbells' Wunschmaschine: eine Boeing 747-400, hier ein Modell der Lufthansa

Foto: dpa Picture Alliance

Darüber hinaus fehlt ihm auch noch ein passendes Grundstück in Japan, und natürlich müsse all der Bürokratie-Kram erledigt werden, damit sein Projekt auch genehmigt wird. Dann gelte es, den Transport zu organisieren, die Maschine von allen Kerosin-Rückständen und weiteren potentiell gefährlichen Stoffen zu befreien und schließlich umzugestalten. „Es ist ein großes Projekt. Aber wir schaffen das“, schreibt er voller Zuversicht.

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