Bequemer reisen

Jetzt gibt's die Hängematte für den Kopf

Damit das Reisen noch angenehmer wird, gibt es jetzt das NodPod – eine kleine Hängematte für den Kopf, damit das Einnicken ohne unangenehmes Wegknicken klappt. Dieses und zwölf weitere zum Teil recht absurde Reise-Gadgets.

Mit dem sogenannten NodPod kann sich jetzt auch der Kopf mal fallen lassen: Dabei handelt es sich um eine Art Hängematte, die man an einem Sitz fixiert und die den Kopf in seiner Position hält. Nackenschmerzen und unelegantem Schlafen mit offenem Mund wird so wirksam vorgebeugt. Und zudem wird verhindert, dass man auf der Schulter, oder schlimmer noch, dem Schoß, des fremden Sitznachbarn aufwacht. Durch die kleine Hängematte bleibt der Kopf genau da, wo er hingehört – so kann man auch im Flugzeug, im Bus und in der Bahn tief und fest schlummern.

Die einfache und praktische Idee hatte kürzlich die US-Amerikanerin Paula Blankenship auf der Crowdfunding-Seite Kickstarter gestartet. Die Kampagne, die am 9. September endet, hat schon jetzt fast den zehnfachen Betrag der ursprünglich geplanten Summe zusammen. Es wird also nicht mehr allzu lange dauern, bis man den NodPod wirklich kaufen kann. Schon jetzt kann man das Gadget für 25 US-Dollar vorbestellen.

Doch es gibt auch andere absurde, aber hilfreiche, Travel-Gadget, mit denen Sie garantiert jeden Blick auf sich ziehen. Die zwölf kreativsten Reisegadget haben wir hier zusammengefasst:

Kopfhelm-Kissen

Gewöhnungsbedürftiger Anblick: das „Ostrich Pillow“

Foto: Studio Banana

Mal ehrlich: Was würden Sie denken, wenn Sie dem Herren oben auf dem Foto am Flughafen begegnen oder im Flugzeug neben ihm sitzen würden? Müssten Sie nicht auch lauthals loslachen oder würden sich fragen, wo eigentlich die Männer mit der weißen Weste bleiben? Dabei erfüllt das „Ostrich Pillow“ (zu Dt. „Vogelstrauß-Kissen“), wie der überdimensionale Kopf-Helm aus Stoff sich nennt, durchaus einen praktischen Nutzen für dessen Träger: Abgeschirmt von der Außenwelt lässt es sich darin wunderbar Schlummern, egal wann und egal wo.

Ob hängend, sitzend oder liegend: das „Ostrich Pillow“ erfüllt überall seinen Zweck

Foto: Studio Banana

99 US-Dollar, umgerechnet 88 Euro, kostet das Ostrich Pillow, das die Designer von Studio Banana Things nach eigenen Angaben „frei von jeder Norm“ und basierend auf Beobachtungen für den Gebrauch unterwegs entworfen haben. Die beiden Öffnungen oberhalb der Ohren dienen übrigens dazu, die Hände darin zu vergraben, wenn man mit dem Kopf auf einem Tisch liegend schläft. Ob das Gadget allerdings auch bei hochsommerlichen Temperaturen tauglich ist, bleibt fraglich.

Ein Bikini fürs Gesicht

Der neueste Trend an chinesischen Badestränden: der  „Facekini” (frei übersetzt: „Gesichts-Bikini“). Die Maske, die nur kleine Öffnungen für Augen, Nase und Mund hat und wie eine bunte Verkleidung für Bankräuber wirkt, soll vor Sonnenstrahlen schützen. Am liebsten wird der Facekini, der schon für 15 bis 25 Yuan (1,90 bis 3,10 Euro) zu haben ist, mit Ganz-Körper-Anzügen gegen UV-Licht kombiniert, die außer der Figur sonst nichts mehr von der Schönheit ihrer Träger verraten.

Mit Masken und Ganzkörper-Anzügen gegen die Sonne: Asiatinnen beim Baden

Foto: Getty Images

Schräges Kissen

Die Kopfstütze namens „NapAnywhere Pillow“ muss erst umständlich mit einem Gurt um den Körper befestigt werden. Und wenn kein Fenster oder eine Wand nebendran ist, landet man mitsamt Kopf und Kissen am Ende doch auf des Nachbarn Schulter. Da setzen wir doch lieber auf das gute alte aufblasbare Nackenkissen, das nicht nur weniger Platz wegnimmt, sondern auch deutlich günstiger daher kommt.

59 US-Dollar, umgerechnet rund 53 Euro, kostet das Kissen, mit dem man überall schlafen können soll

Foto: NapAnywhere Pillow

Persönlicher Luftreiniger

Während sich viele Menschen in Asien einen Mundschutz gegen Smog vor das Gesicht klemmen, hängt man sich in den USA einfach seinen persönlichen Luftreiniger um den Hals. „Er kreiert einen sanften Ionenstrom, durch den Staub, Pollen, Bakterien und andere Verunreinigungen auf natürliche Weise aus der Luft gedrängt werden“, heißt es in der Beschreibung des Gadgets, das kleiner als ein MP3-Player ist. Erwiesen ist dessen Nutzen indes nicht, und so richtig an den Mann gebracht werden konnte das Teil bisher offenbar auch nicht. Von ursprünglich 79,99 US-Dollar wurde der Umhänge-Luftreiniger inzwischen auf 29,99 Dollar reduziert.

Tief durchatmen – der „Personal Air Purifier“ verspricht saubere Luft binnen Sekunden

Foto: sharperimage.com/Alex Minkin

Sichtschutz für Mittelsitzer

Mit etwas Pech erwischt man im Flieger nur noch einen Mittelsitz und muss sich mit wenig Beinfreiheit und unliebsamen Sitznachbarn rumschlagen. Für ein wenig Privatsphäre soll das Gadget namens „B-tourist“ sorgen, das ebenfalls von Noyberg & Gulka entworfen wurde. Dabei handelt es sich um eine Art elastische Gardine, die um den Sitz des Vordermann und den eigenen Sitz gespannt wird und den Mittelsitzer von den Nachbarn abschirmt. Besonders beliebt macht man sich damit sicher nicht, aber zum Schlafen macht die Sitzgardine durchaus Sinn. Schließlich will man nur ungern mit dem Kopf auf der Schulter des Nebenmanns aufwachen.

Einfach das Gadget namens „B-Tourist“ um die Lehne des eigenen Sitzes und die des Vordersitzes schlingen – schon ist man für sich

Foto: Noyberg & Bulka

Auch interessant: 12 Tipps, wie Sie den Flug im Mittelsitz überleben

Urinierhilfe für Frauen

Männer haben's gut: Auf eine Raststätte mit WC sind sie nicht angewiesen, der nächste Baum tut's auch. Und auch auf Festivals oder beim Wandern sind Kerle dank ihrer Anatomie klar im Vorteil. Doch Ladies, aufgepasst: Alles, was ihr braucht, um im Stehen zu pinkeln, ist ein Stückchen Silikon! Keine Sorge, eine Geschlechtsumwandlung ist hier nicht gemeint, sondern ein kleines rosa Gadget namens „GoGirl“, das eine US-Firma entwickelt hat. „GoGirl ist der Weg, um sich gegen überfüllte, eklige, weit entfernte oder nicht vorhandene Toiletten zu erheben“, heißt es auf der Hersteller-Website. Man brauche das Einweg-Silikonteil nur an der richtigen Stellen zu platzieren, zu zielen und loszupinkeln.

Sieht ein bisschen aus wie eine winzige Kloschüssel: die Urinierhilfe für Frauen

Foto: GoGirl

Selfie-Sticks

Sie fragen sich, warum auch Selfie-Sticks in unserer Liste absurder Travel-Gadgets auftauchen? Weil wir finden, dass Selfie-Sticks zu den überflüssigsten Erfindungen der vergangenen Jahre zählen. Sie sind unhandlich, nehmen Platz weg und das Posieren damit sieht noch dazu ziemlich bescheuert aus. Zudem hat sich doch auch bisher noch immer ein netter Passant gefunden, der einen ins rechte Licht (und die rechte Fotoecke) rückt. Immer mehr Museen haben das Fotografieren mit den künstlichen Armverlängerungen schon verboten, weil damit bedeutende Kunstschätze beschädigt werden könnten.

Chinesen lieben Selfie-Sticks

Foto: Getty Images

Schlafkissen XXL

Das „SkyRest“-Reisekissen wird im Flugzeug aufgepumpt und soll dann als XXL-Variante für erholsamen Schlaf sorgen. So richtig bequem sieht die Haltung des Mannes auf dem Bild unten allerdings nicht aus. Umständlich dürfte es zudem werden, wenn der Sitznachbar mal auf Klo muss oder das Bordmenü serviert wird.

Eher unhandlich im engen Flieger: das „SkyRest“-Kissen

Foto: SkyRest

Selbstbelüftendes Shirt

Wer in warme Länder verreist und zu starkem Schwitzen neigt, könnte im „Kuchofuku Air-Conditioned Cooling Shirt“ die Erlösung finden. Das Polyester-Hemd ist mit zwei Belüftern ausgestattet, die mit einem Kabel verbunden sind und über eine Batterie aktiviert werden können. Von außen sieht das Shirt mit seinen zwei Ventilatoren allerdings recht abenteuerlich aus. Zudem könnte das verkabelte System mit integriertem Schaltkasten womöglich für Argwohn sorgen.

Modisch ist anders: das Kufukucho-Hemd mit eingebautem Belüftungssystem

Foto: Kufukucho

Belüfteter Hut

Passend zum Hemd kann man sich gleich auch einen belüfteten Hut zulegen: den „Solar Safari Cool Hat“. Über ein Solarmodul, das sich oben auf dem Hut befindet, wird ein kleiner Ventilator betrieben. Dieser bläst Luft unter den Hut und sorgt für einen kühlen Kopf. Wer allerdings wert darauf legt, gut auszusehen, sollte vielleicht eher auf einen klassischen Strohhut setzen.

Leider lässt sich der Ventilator nicht unter dem Hut verstecken, sondern prangt unübersehbar an dessen Stirnseite

Foto: Sun Mate

Regenschirm-Gestell

Ständig einen Regenschirm in der Halt zu halten kann schon nerven. Insbesondere wenn man fotografieren will und seine Hände eigentlich für was anderes brauchen könnte. Insofern macht der „Nubrella“ durchaus Sinn. Jedoch muss er, ähnlich wie ein Wanderrucksack oder ein Kindertragesitz, erst umständlich um den Körper geschnallt werden, damit er auch wirklich hält und stabil sitzt. Richtig alltagstauglich ist das nicht, und vor allem: Wohin damit, wenn es aufhört zu regnen? Zwar kann man den Schirm dann ähnlich wie eine Kapuze zurückklappen. Das Gestell selbst ist aber doch recht sperrig.

Wer gerne im Regen fotografiert, ist mit dem „Nubrella“ gut bedient

Foto: Nubrella

Für mehr Handgepäck

Ein Gepäckstück à maximal 8 Kilogramm – mehr erlauben die meisten Airlines nicht als Handgepäck. Wer mehr dabei hat, zahlt unter Umständen drauf. Umgehen kann man diese Bestimmungen mit einer Überziehweste, in die so viel reinpasst wie in einen ganzen Koffer. „Rufus Roo“, so heißt das gute Stück, verfügt über unzählige kleine und große Innen- und Außentaschen, in die man Kleidung, Weinflaschen, Essen, Schuhe und sogar einen Laptop stopfen kann. Die Jacke gibt es für Erwachsene und Kinder.

Für die Hamsterer unter den Reisenden: die Travel-Weste „Rufus Roo“

Foto: Amazon/Rufus Roo

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