Maßnahme gegen schlechtes Benehmen

Chinesische Touristen kriegen einen Aufpasser!

Als ungehobelt und laut gelten chinesische Touristen bisweilen, weswegen man sie mancherorts nicht gerade gern sieht. Die Behörden Chinas versuchen nun schon seit einiger Zeit, das Image ihrer Urlauber aufzupolieren. Jüngste Maßnahme: Chinesische Reisebüros müssen bei Gruppenreisen einen Aufpasser bestimmen, der das Verhalten überwachen soll.

Eric Paul Von Eric Paul

Chinesische Touristen haben international nicht unbedingt den besten Ruf und machen immer wieder durch unangenehme Fehltritte von sich reden. Die Nationale Tourismusbehörde Chinas (NTC) hat nun auf das zunehmende Fehlverhalten ihrer Landsleute reagiert und einen Maßnahmenkatalog eingeführt, der reisende Chinesen zur Einhaltung von Manieren und Ordnung bewegen soll.

Beispielsweise ist vorgesehen, dass Reisebüros bei Reisegruppen eine Person ernennen, die als eine Art Anstandswächter fungiert, berichtet unter anderem das „Hong Kong Economic Journal“. Welche Kriterien diese Person erfüllen muss, würden nicht genauer ausgeführt. Es ist anzunehmen, dass vor allem das allgemeine Erscheinungsbild entscheidend dafür ist, wer als „Aufpasser“ unterwegs ist.

Anfassen ist im thailändischen Museum „Art in Paradise“ zwar erlaubt, doch weil in den sozialen Netzwerken mehrere Videos von sich ungehobelt benehmenden chinesischen Besuchern veröffentlicht wurden, sahen sich die Betreiber gezwungen, eine Krisen-Sitzung einzuberufen

Foto: Getty Images

Blacklist für Missetäter

Ein weiterer zentraler Punkt im Maßnahmenkatalog ist die Einführung einer Blacklist, auf der unzivilisierte Chinesen bis zu zwei Jahre gelistet werden, nachdem sie sich ungehobelt verhalten haben. Zu den Verstößen gehören unter anderem die Störung des öffentlichen Personentransportes (einschließlich Flugzeugen), die Beschädigung öffentlicher Einrichtungen oder kultureller Güter, Verwicklung in Glücksspiel und Prostitution sowie die Nichtbeachtung von Bräuchen und Sitten am Urlaubsort.

Die Behörden sind befugt, die gespeicherten Daten an die öffentliche Sicherheit, den Zoll, die Grenzkontrolle oder an die Transport- und Bankenaufsicht weiterzugeben. Mögliche Folgen: Entzug der Reisefreiheit oder Verlust der Garantie auf Bankdarlehen.

Chinesische Touristen im Museum „Art in Paradise“ in Chiang Mai, Thailand

Foto: Getty Images

Zweifel werden jetzt schon laut

An der Wirksamkeit der beschlossenen Maßnahmen gibt es bereits Zweifel. Die staatliche Website „China.org.cn“ veröffentlichte ein Statement des stellvertretenden Dekans des Fachbereiches Tourismus an der Beijing Union University, Zhang Lingyun: „Es wird sehr schwierig werden, das umzusetzen. [...] Verhalten, das gegen das Gesetz verstößt, dürfte nicht allzu schwer zu definieren sein, aber Fälle, in denen es um Moral geht, schon.“

So soll es in Zukunft nur noch aussehen: Touristen posieren für ein Foto – ganz ohne negativ aufzufallen

Foto: Getty Images

Ob die Vorstöße der Behörden Wirkung zeigen werden, bleibt abzuwarten. Zuletzt hatten chinesische Urlauber immer wieder für peinliche Vorfälle gesorgt: Im Februar machten im Netz Fotos die Runde, auf denen eine Chinesin am Flughafen im thailändischen Chiang Mai ihre Unterwäsche über mehrere Sitze ausgebreitet hatte – offenbar um sie zu trocknen. Traurige Berühmtheit erlangte der Chinese Ding Jinhao, der im ägyptischen Luxor im Tempel ein Wandbild zerkratzt hatte – mit dem Satz: „Ding Jinhao war hier“.

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