Ach du Sch... !

In England hat das erste Kot-Museum eröffnet

Der Zoologische Garten der Isle of Wight ist um eine Attraktion reicher: Englands erstes Kot-Museum. Die Ausstellung beschäftigt sich ausschließlich mit Exkrementen und möchte dazu beitragen, das Thema aus der Tabu-Zone zu holen.

Zunächst mal: Nein, das ist kein April-Scherz. Im Zoologischen Garten auf der Isle of Wight hat gerade tatsächlich Englands erstes Kot-Museum eröffnet. Am 25. März startete die Ausstellung, und zu sehen gibt es zahlreiche Exponate rund um das Thema Exkremente, darunter menschlichen und tierischen sowie fossilen, 38 Millionen Jahre alten Kot.

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Dieses Exponat zeigt den Kot eines Babys. Sieht eher unappetitlich aus, soll aber Besucher des Museums über die Wichtigkeit von Exkrementen aufklären – zum Beispiel in ihrer Funktion als Düngemittel.

Foto: National Poo Museum

Das „National Poo Museum“, wie sich das Projekt nennt, möchte mit der Ausstellung dazu beitragen, das Thema Kot zu enttabuisieren. „Wir wollen uns dieser Sache auf lockere Weise nähern“, heißt es unter anderem auf der Webseite. Der Internetauftritt hält sogar eine Kindersektion bereit, auf der man ein paar Spiele rund um Kot herunterladen kann. Wie die britische „Daily Mail“ berichtet, stecken hinter der Idee der Erfinder Daniel Roberts und das Künstler-Kollektiv Eccleston George. 

Das Museum möchte mit seiner Ausstellung über menschliche und tierische Verdauungsprozesse und das damit verbundene Befinden informieren, außerdem auch über Abwassersysteme und die Verwendung von Exkrementen als natürlichen Dünger. Am vergangenen Osterwochenende fand bereits die Show „Poo at the Zoo“ (etwa: Kot im Zoo) statt, bei der interessierte Besucher zum Beispiel eine spezielle Maschine bestaunen konnten, mit der Kot getrocknet und so für seine spätere Ausstellung vorbereitet wird.

Diese Maschine zieht Flüssigkeit aus Exkrementen und bereitet sie so aufs Präparieren vor. Im Hintergrund Daniel Roberts, einer der geistigen Väter des National Poo Museum.

Foto: National Poo Museum

Eine Sprecherin des Zoos sagte der „Isle of Wight County Press“ wohl etwas augenzwinkernd: „Das Museum soll ein Ort sein, an dem jeder in das Thema Exkremente eintauchen kann. Man findet hier auch viele Informationen über alles, was damit zu tun hat.“

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