Was Eltern tun können

Kinder in der Pubertät? Mit diesen Tipps wird der Urlaub trotzdem harmonisch

Für Eltern ist es im Urlaub gar nicht einfach, mit den Bedürfnissen ihrer jugendlichen Kinder umzugehen
Für Eltern ist es im Urlaub gar nicht einfach, mit den Bedürfnissen ihrer jugendlichen Kinder umzugehen
Foto: Getty Images

„Das ist doof!“ oder „Kein Bock!“: Das sind Sprüche, die Eltern pubertierender Kinder zur Genüge kennen. Wie kann man da gemeinsam in den Urlaub fahren? Mit ein paar hilfreichen Tipps kann das durchaus gelingen.

Ob per Flugzeug oder mit dem Auto: Verreisen mit pubertierenden Kindern kann den Urlaub schon mal zum Alptraum werden lassen. Sie sind gegen alles. Ausflüge sind blöd, Ideen für Aktivitäten sowieso. Das Essen geht gar nicht. Helfen – Fehlanzeige.

Und die Eltern erst! Voll peinlich und Störenfriede beim Chillen. Was können Eltern tun, damit der Urlaub nicht nach hinten losgeht?

Teenager mit in die Planung einbeziehen

Ist das Kind schon älter als 11, 12 Jahre, sollten Eltern den Nachwuchs in die Urlaubsplanung mit einbeziehen. „Wenn Kinder das Gefühl haben, dass ihre Wünsche zählen und Gewicht haben, sind sie viel kooperativer“, erklärt Erziehungscoach Kira Liebmann.

Sie rät Eltern, in der problematischen Teenager-Phase ihrer Kinder unbedingt von der „Diktatur zur Demokratie“ zu wechseln. „Wer sich dafür entscheidet, als Elternteil all seine Ansichten kompromisslos durchzusetzen, entscheidet sich für maulende, streitende und meist sehr anstrengende Kinder“, erklärt Liebmann, die als Pubertäts-Überlebenstrainerin Eltern coacht.

Warum Reisen für Kinder wertvoller sind als Spielzeug

Nicht zu viele Regeln

Eltern haben oft eine andere Vorstellung davon, was Urlaub ist. Sie wollen etwas sehen, aktiv sein, wandern. Teenager dagegen wollen chillen, Handy spielen, zocken, nichts tun oder mit anderen Jugendlichen abhängen. Deshalb ist Liebmanns Tipp: „Leben und leben lassen!“

Eltern sind den Jugendlichen oft auch peinlich. „Wenn sie dann eine Liege in 100 Metern Abstand beziehen, lasst sie“, empfiehlt die Expertin. Sie wirbt um Verständnis: „Teenager brauchen Zeit zum Nichtstun. Pubertät ist anstrengend, und daher sind Jugendliche auch vom augenscheinlichen Nichtstun erschöpft.“