Reisewarnung seit 15. Juni aufgehoben

Die Regelungen der europäischen Urlaubsländer im Überblick

Tourismus auf Mallorca
Nach wochenlanger Corona-Pause dürfen Urlauber aus Europa wieder in Spanien einreisen
Foto: Picture Alliance

Die Aufhebung der Reisewarnung für den größten Teil Europas gilt nun – dennoch kann es für einzelne Länder zu einer Verzögerung kommen. Welche Regeln in welchen Ländern gelten: TRAVELBOOK gibt einen Überblick!

Ein Stück weit kehrt die Reisefreiheit wieder zurück: Die Bundesregierung hat am 15. Juni die Reisewarnung für 27 europäische Länder aufgehoben. Seit dem 21. Juni ist auch in Spanien die Einreise für Urlauber aus der Europäischen Union wieder möglich.

Für drei europäische Länder kommt es dagegen zu Verzögerungen. Norwegen und Finnland müssen erst noch ihre Einreisesperre für Ausländer aufheben. In Finnland gilt die Einreisesperre bis zum 13. Juli. Norwegen will Reisen aus EU-Ländern und Staaten des Europäischen Wirtschafts- und des Schengenraums ab dem 15. Juli mit möglichen Einschränkungen wieder quarantänefrei genehmigen. In Schweden ist die Zahl der Neuinfektionen noch zu hoch für die Aufhebung der Reisewarnung.

Ausnahmen können für einzelne Länder gemacht werden, in denen die Verbreitung des Virus ausreichend eingedämmt ist.

Diese Regelungen gelten in europäischen Ländern

Wo genau kann ich eigentlich wann einreisen – und welche Regelungen gelten dann für Urlauber in dem jeweiligen Land? TRAVELBOOK erklärt, wie es um beliebte Urlaubsländer in Europa  und um Ägypten steht. 

Dänemark
Schweden
Finnland
Polen
Tschechien
Österreich
Schweiz
Frankreich
Belgien
Luxemburg
Niederlande
Italien
Spanien
Portugal
Griechenland
Kroatien
Großbritannien
Norwegen
Türkei
Island
Zypern
Slowenien
Bulgarien
Ägypten

Dänemark

Als eines der ersten Länder Europas hatte Dänemark im Kampf gegen Corona am 14. März seine Grenzen dichtgemacht. Touristen und andere Ausländer ohne konkreten Einreisegrund kommen seitdem nicht mehr ins Land. Das warf die Reisepläne deutscher Frühjahrsurlauber ebenso über den Haufen wie die Finanzen dänischer Ferienhausbesitzer, deren Gäste zu einem großen Teil aus Deutschland stammen. Nun öffnet Dänemark seine Grenzen am 15. Juni zumindest wieder für Touristen aus Deutschland, Island und Norwegen. Bedingung ist, dass sie mindestens sechs Übernachtungen gebucht haben. Wer als Deutscher ein Sommerhaus in Dänemark besitzt oder seinen Partner in dem Land besuchen will, darf bereits seit Ende Mai wieder einreisen. Einwohner Schleswig-Holsteins dürfen ab Montag ohne triftigen Einreisegrund über die Grenze nach Dänemark fahren.

Schweden

Die Grenzen des skandinavischen Landes, das mit deutlich lockereren Maßnahmen auf die Pandemie reagiert hat als der Rest Europas und immer noch mit vergleichsweise hohen Corona-Zahlen zu kämpfen hat, sind für deutsche Schweden-Urlauber nicht geschlossen – das schwedische Einreiseverbot gilt nur für Länder außerhalb der EU und der Europäischen Freihandelszone. Mittlerweile fliegen wieder einige Maschinen aus Deutschland nach Stockholm, die Fährverbindungen etwa von Kiel, Rostock oder Travemünde werden ohnehin weitgehend befahren. Und auch innerhalb Schwedens ist es seit einigen Tagen wieder erlaubt, unbegrenzt von A nach B zu fahren. Wer mit dem Auto oder Zug über Dänemark gen Norden reisen möchte, der sollte aber auch die dänischen Regelungen im Blick behalten: Auf der Webseite der dänischen Polizei heißt es dazu derzeit, dass eine Reise nach Schweden etwa für Menschen mit ständigem Wohnsitz in Deutschland als „anerkennenswerter Zweck“ für eine Erlaubnis zur Durchreise in Dänemark gilt. Das Auswärtige Amt in Deutschland wies unterdessen darauf hin, dass Schweden derzeit die „Pandemiekriterien“ für eine Aufhebung der Warnung nicht erfülle. Bleibt das so, wird die Reisewarnung für das EU-Land nicht aufgehoben.

Finnland

Finnland hebt die Reisebeschränkungen für Bürger*innen einiger Staaten, darunter Deutschland, Österreich, Italien, die Niederlande und die Schweiz, zum 13. Juli auf. Für die Schweden, Portugiesen, Spanier und Franzosen bleiben die finnischen Grenzen hingegen weiterhin geschlossen, wie Finnlands Regierung am Mittwoch (8. Juli) laut „Deutschlandfunk“ mitteilte.

Polen

Das Land hat seine Grenzen zu allen EU-Nachbarländern am 13. Juni wieder geöffnet. Einreisende EU-Ausländer und Polen müssen nicht mehr für 14 Tage in Quarantäne. Ab 16. Juni sollen auch Flüge in EU-Länder wieder aufgenommen werden. Hotels, Einkaufszentren sowie Restaurants und Cafés sind mittlerweile wieder geöffnet. Das gleiche gilt für Friseursalons und Kosmetikstudios. Auch Schwimmbäder und Fitnessstudios dürfen ihren Betrieb wieder aufnehmen.

Tschechien

Das Land der Burgen und Schlösser hat seine Grenzen bereits für Bürger aus Deutschland, Österreich, der Slowakei und Ungarn geöffnet. Ab 15. Juni gilt das für Bürger fast aller EU-Staaten, der Schweiz und Liechtenstein. Das Einreiseverbot bleibt für Reisende mit Wohnsitz in Belgien, Portugal, Großbritannien, Schweden sowie der polnischen Woiwodschaft Schlesien bestehen. Diese Territorien werden als Risikogebiete für eine Coronavirus-Infektion angesehen. Die monatelang menschenleere Prager Altstadt füllt sich allmählich wieder mit Leben. Mehrtägige Hotelgäste belohnt die Hauptstadt mit kostenlosen Kulturgutscheinen.

Österreich

Das Land erlaubt ab 16. Juni wieder das Reisen in fast alle Länder der EU. Ausgenommen von diesem Schritt sind Schweden und Portugal sowie das aus der EU ausgetretene Großbritannien. Auch nach Spanien darf zunächst nicht gereist werden. Dies gilt aber eher als Reaktion auf die spanische Vorgabe, Touristen erst ab 1. Juli ins Land zu lassen. Für deutsche Touristen ist vor allem wichtig, dass die Kontrollen an der Grenze zu Italien zum Beispiel am Brenner entfallen. In Österreich selbst hat sich das öffentliche Leben weiter normalisiert. Ab 15. Juni ist das Tragen von Mund- und Nasenschutz nur noch in Bussen und Bahnen, in Apotheken, Praxen und Kliniken sowie für Angestellte in manchen Dienstleistungsberufen Pflicht. Die momentanen Infektionszahlen sind sehr niedrig.

Schweiz

Hotels, Restaurants, Museen, Seilbahnen und andere touristische Einrichtungen proben mit einheimischen Gästen schon seit einigen Wochen den Betrieb mit Hygiene- und Abstandsvorschriften. Weil die Infektionszahlen seit April stark zurückgegangen sind, dürfen ab 15. Juni nun nicht nur Gäste aus Deutschland und anderen Nachbarländern, sondern aus der ganzen EU und mehreren weiteren Staaten einreisen. Mund- und Nasenschutz wird empfohlen, wo es voll werden kann, etwa in Seilbahnen, Bussen oder im Zug, aber vorgeschrieben sind Masken nicht. Viele große Sommerfeste wie das Montreux-Jazzfestival, das Filmfestival in Locarno oder das große Festival der klassischen Musik in Luzern fallen zwar aus. Weil die Beschränkung von Besucherzahlen aber immer weiter gelockert wird, planen viele Veranstalter nun doch kleinere Kulturfeste.

Frankreich

Frankreich hält an der Aufhebung der Grenzkontrollen am 15. Juni fest. Das heißt, dass deutsche Urlauber ab diesem Datum nach Frankreich reisen können. In Frankreich haben Touristenunterkünfte wie Campingplätze oder Ferienhäuser für Urlauber wieder geöffnet. In Paris dauert das noch bis Ende Juni. Auch die Restaurants empfangen seit voriger Woche im ganzen Land wieder Gäste. Weil Paris sehr schwer vom Virus getroffen wurde, darf dort erstmal nur auf den Terrassen im Freien getrunken und gegessen werden. Freizeitangebote sind nun wieder verstärkt möglich, alle Strände und Parks sind wieder zugänglich. Große Museen und Monumente dürfen ebenfalls wieder Besucher empfangen. Berühmte Pariser Museen wie der Louvre oder das Musee d’Orsay öffnen allerdings erst in ein paar Wochen. Ab dem 25. Juni soll der seit Mitte März geschlossene Eiffelturm in Paris wieder geöffnet werden.

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Belgien

Wie mehrere europäische Länder kehrt auch Belgien Mitte des Monats ein Stück weit zur Reise-Normalität zurück. Vom 15. Juni an öffnet das Land seine Grenzen für Reisende aus 31 europäischen Ländern. Schon seit längerem dürfen Belgier zumindest wieder Besuch von Verwandten aus dem Ausland empfangen. Zudem dürfen sie selbst zu Verwandten oder zum Einkaufen in Nachbarländer wie Deutschland oder die Niederlande fahren. Mittlerweile haben auch Restaurants, Cafés und Bars wieder den Betrieb aufgenommen. Bei Urlaubern sind sowohl die Nordseestrände im Norden des Landes als auch die belgische Hauptstadt Brüssel und die Wallonie mit den Ardennen beliebt.

Luxemburg

Seit 15. Mai ist die Grenze zu Luxemburg komplett wieder geöffnet – als erstes Nachbarland von Deutschland überhaupt. Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn begrüßte diese Entscheidung und sagte, Luxemburg habe sich seit Beginn der Krise bei der Bundesregierung für eine Aufhebung der eingeführten Maßnahmen eingesetzt, berichtet der SWR.

Niederlande

Der Holland-Urlaub wird wieder möglich – aber nicht ohne Einschränkungen. Urlaubsunterkünfte sollten unbedingt vorab reserviert werden, heißt es in den amtlichen Mitteilungen für ausländische Touristen. Stufenweise öffnen Bungalowparks und es werden auch wieder Ferienhäuser vermietet. Seit dem 1. Juni können sie jeweils von mehreren Familien gemeinsam genutzt werden. Ab dem 15. Juni sollen auf Campingplätzen und in Ferienparks Duschen und WCs wieder zur Verfügung stehen; bisher war dies erst für den 1. Juli vorgesehen. Seit dem 1. Juni empfangen die Museen wieder Besucher – vorausgesetzt, sie melden sich vorher online an. Restaurants, Cafés, Strandpavillons und Kneipen dürfen jeweils maximal 30 Gäste bewirten – allerdings auch nur die, die reserviert haben. Ab Juli sind dann bis zu 100 Gäste erlaubt.

Italien

Hier läuft der Tourismus langsam wieder an. Hotels melden wieder Buchungen – auch wenn längst noch nicht alles offen ist. Nach rund drei Monaten mit Corona-Beschränkungen herrscht seit 3. Juni Reisefreiheit. Das Land öffnete seine Grenzen für Urlauber aus den anderen 26 EU-Ländern sowie weiteren Staaten wie Großbritannien, Norwegen und der Schweiz. Eine Virus-Quarantäne wird von ihnen nicht mehr verlangt. Am 15. Juni sollen auch Kinos, Theater und Opernhäuser wieder aufmachen dürfen. Allerdings sind viele Konzerte langfristig abgesagt. Es gelten weiter Gesundheitsregeln, die meist strenger als in Deutschland sind. An Flughäfen, Bahnhöfen sowie in Museen und an anderen öffentlichen Orten müssen Reisende mit Fieber-Scannern rechnen. Am Strand, in Restaurants und Hotels gelten spezielle Abstands- und Hygienevorschriften. Ausreichend Atemschutzmasken sollte man stets dabei haben. Reisende, die mit dem Auto über Österreich in das Mittelmeerland und zurück wollen, müssen derzeit bei der Rückfahrt noch ohne Zwischenstopp durchfahren.

 

Spanien

Spanien hat seine Grenzen für Urlauber aus der EU mit Ausnahme von Portugal wieder geöffnet. Mit Beendigung des Alarmzustands am 21. Juni um 0.00 Uhr entfallen in ganz Spanien sämtliche Bewegungseinschränkungen wie auch die Quarantäneverpflichtung bei Einreise aus dem innereuropäischen Ausland, informiert das Auswärtige Amt auf seiner Webseite.

Landesweit gelte an allen öffentlichen Orten, an denen der Sicherheitsabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden könne, eine Maskenpflicht. In öffentlichen Verkehrsmitteln sei das Tragen von Atemschutzmasken generell Pflicht. Ausnahmen bestünden für Kinder unter sechs Jahren und Personen, die aus gesundheitlichen Gründen keinen Mund-Nasen-Schutz Maske tragen können.

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Mit der Grenzöffnung am 21. Juni entfalle auch die Beschränkung auf eine bestimmte Anzahl von Touristen auf den Balearen-Inseln (Mallorca, Menorca, Cabrera, Ibiza und Formentera). Abweichende Regelungen zu Beschränkungen wie beispielsweise auf den Kanarischen Inseln seien grundsätzlich möglich, schreibt das Auswärtige Amt.

Wichtig: Wer nach Spanien fliegt, muss sich vorher online registrieren. Infos dazu gibt es <<HIER>>.

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Portugal

Wer in der zweiten Juni-Hälfte Urlaub hat oder einen Wochenendtrip plant und unbedingt auf die iberische Halbinsel möchte, der kann nach Portugal reisen. Das Land will nämlich schon am 15. Juni seine Grenzen für den ausländischen Tourismus öffnen. Dank einer frühen Reaktion und strikter Maßnahmen war das Land am Atlantik viel weniger von Covid-19 betroffen als etwa Spanien.

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Griechenland

Athen hat angekündigt, dass Reisende aus 29 Staaten ab 15. Juni ohne Quarantänepflicht nach Griechenland reisen können, darunter auch Deutschland. Am 1. Juli soll die Lage erneut geprüft werden; dann könnten weitere Staaten hinzukommen. Zunächst soll es Flüge aus dem Ausland nur nach Athen geben. Ab dem 1. Juli sollen auch die Regionalflughäfen für Flüge aus dem Ausland geöffnet werden. Eine Corona-Kontrolle werde es stichprobenartig an den griechischen Flughäfen nach Landung aus dem Ausland geben, teilte Athen mit. Die Inseln der Ägäis und des Ionischen Meeres wurden für den Urlaubsstart für Touristen aus dem Ausland am kommenden Montag vorbereitet. Insgesamt seien zusätzlich 687 Ärzte und Pflegepersonal auf den Inseln eingestellt worden.

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Kroatien

Das stark vom Tourismus abhängige Land an der Adria mit seiner langen Küste und den vielen Inseln kann es kaum erwarten, dass die europäischen Grenzen endlich aufgehen. Kroatien erlaubt Bundesbürgern wieder die Einreise ohne Nachweis von Gründen. Die Lockerung betrifft auch die Bürger neun weiterer EU-Staaten: Österreich, Slowenien, Tschechien, die Slowakei, Polen, Ungarn, Litauen, Lettland und Estland. Reisende aus diesen Ländern müssen künftig an der Grenze lediglich erklären, wo sie sich aufhalten werden und wie sie erreichbar sind. Damit sollen sie gefunden werden können, wenn es in ihrer Umgebung neue Corona-Infektionen gibt. Um längere Wartezeiten zu vermeiden, können sich Urlauber ein Formblatt von der Webseite entercroatia.mup.hr herunterladen.

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Großbritannien

Rechtzeitig zum Sommerurlaub lockert England seine wegen der Corona-Pandemie getroffenen Quarantäne-Vorschriften für Einreisende aus etwa 50 Ländern. Besucher unter anderem aus Deutschland, Frankreich, Spanien und Italien müssen sich ab 10. Juli bei ihrer Ankunft nicht mehr für 14 Tage isolieren.

Auch wer von Deutschland nach Schottland reist, muss dort nicht mehr in eine zweiwöchige Quarantäne. Die Maßnahme werde an diesem Freitag (10. Juli) für internationale Passagiere aus 57 Staaten aufgehoben. Darüber informiert Visit Scotland unter Verweis auf eine Entscheidung der schottischen Regierung. Zu den 57 Ländern ohne Quarantänepflicht zählen vorerst 26 europäische, darunter Deutschland, Österreich und die Schweiz.

Die neue Regelung zu den sogenannten Luftbrücken gilt zum jetzigen Zeitpunkt nur für England und Schottland – in Wales und Nordirland sind weiter die alten Vorschriften in Kraft.

Norwegen

Reisende aus Deutschland und weiteren Staaten des Europäischen Wirtschafts- und des Schengenraums können bald wieder nach Norwegen reisen, sofern dies die Corona-Zahlen des jeweiligen Landes erlauben. Ihre Regierung beabsichtige, Reisen aus diesen Ländern ab dem 15. Juli wieder quarantänefrei zu ermöglichen, gab Ministerpräsidentin Erna Solberg am Donnerstag (25. Juni) auf einer Pressekonferenz in Oslo bekannt. Es gibt jedoch eine wichtige Einschränkung: Der Coronavirus-Ausbruch muss in dem jeweiligen Land unter Kontrolle, die Infektionszahlen dementsprechend niedrig sein. Norwegen hatte seine Grenzen aufgrund der Coronavirus-Pandemie Mitte März mit der Ausnahme für heimkehrende Norweger und weitere Menschen mit triftigem Einreisegrund geschlossen. Seit dem 15. Juni sind Reisen von und nach Skandinavien mit Ausnahme des schwedischen Festlandes wieder erlaubt.

Türkei

Die Türkei hofft ab Mitte Juni wieder auf Touristen und darauf, dass auch die Reisewarnung für Drittländer bald aufgehoben wird. Flughäfen und Hotels bereiten sich schon auf ausländische Touristen vor. Die Einrichtungen müssen sich an zahlreiche Richtlinien halten, an Stränden etwa gilt ein Sicherheitsabstand, am Pool gibt es nur abgepackte Handtücher und in Flughäfen und Hotels werden Wärmebildkameras eingesetzt. Die Regierung hat ein Zertifikationsprogramm entwickelt, an dem sich Gastronomen und Hotels freiwillig beteiligen können. Auch deutsche Firmen wie der TÜV Süd stellen Inspektoren.

Island

Die stark vom Tourismus abhängige Insel im Nordatlantik gibt Urlaubern ab dem 15. Juni die Möglichkeit, sich direkt bei der Einreise auf Corona testen zu lassen. Damit will die isländische Regierung internationalen Touristen eine Alternative zur seit April vorgeschriebenen 14-tägigen Quarantäne nach der Ankunft geben. Island-Reisende können auch mit der Vorlage von Gesundheitsunterlagen am Flughafen nachweisen, coronafrei zu sein. Kinder sind von den Tests ausgenommen.

Zypern

Zypern hat seine Flughäfen für Touristen aus einigen Ländern geöffnet. Urlauber aus Deutschland und zwölf anderen Staaten können ohne Quarantänepflicht auf die Insel fliegen. Es gibt lediglich eine Bedingung für die Einreise: Bis zum 20. Juni müssen die Gäste sich vor der Einreise einem Coronatest unterziehen. Danach dürfen Touristen und andere Reisende aus Deutschland, Österreich, Malta, Griechenland, Israel, Bulgarien, Finnland, der Slowakei, Slowenien, Litauen, Norwegen, Dänemark und Ungarn frei einreisen. Sollten Reisende während ihres Aufenthalts auf Zypern an den Folgen einer Coronavirus-Infektion erkranken, will die Regierung der Inselrepublik nach eigener Aussage die Kosten übernehmen.

Slowenien

Das EU-Land zwischen Alpen und Adria lässt seit dem 8. Juni Reisende aus Deutschland und 16 anderen europäischen Ländern ohne Auflagen einreisen. Wer dort Urlaub machen will, muss nicht einmal mehr eine Buchungsbestätigung vorlegen. Darüber hinaus können Bürger aus diesen sowie anderen Ländern im Transit durch das kleine Land reisen. Slowenien dient jenen Deutschen als Durchreiseland, die mit dem eigenen Wagen nach Kroatien fahren. Es verfügt selbst über einen 46 Kilometer langen Abschnitt an der Adria mit gut ausgebauter touristischer Infrastruktur. Seit dem 1. Juni sind wieder alle Hotels geöffnet. Im öffentlichen Raum und bei Freizeit-Aktivitäten ist ein Mindestabstand von anderthalb Metern einzuhalten

Bulgarien

Das Urlaubsland am Schwarzen Meer rüstet sich für eine Sommersaison unter Corona-Auflagen. Die soll für ausländische Touristen etwa aus Deutschland am 1. Juli beginnen. Bulgarien gehört zu den Ländern, die relativ gering von der Coronavirus-Pandemie betroffen sind. An den langen Badestränden stehen die Liegestühle bereits in großen Abständen. Dosierspender mit Desinfektionsmitteln sowie Isolierräume für Coronavirus-Fälle sollen zum Standard gehören. Die kleineren Hotels nehmen bereits heimische Touristen auf. Doch Bulgariens Fremdenverkehr hängt stark von Auslandsflügen ab. Urlauber aus Deutschland, Russland, Polen, Tschechien, Israel und Großbritannien cancelten laut Medienberichten ihre Reise. Ein Großteil der Hotels an der bulgarischen Schwarzmeerküste hat Angaben der Branche zufolge für diesen Sommer kaum Buchungen. Zudem soll es wegen der Corona-Pandemie aus dem stark getroffenen Großbritannien wohl überhaupt keine Feriengäste geben. In dem Balkanland sind Restaurants, Cafés, Museen, Kinos sowie Fitnesszentren und Shoppingmalls wieder geöffnet.

Ägypten

Nicht Europa, doch ein beliebtes Reiseziel für Europäer. An Ferienorten wie Hurghada und Scharm el Scheich soll schrittweise wieder Normalität einkehren – so die Hoffnung. Hotels dürfen für einheimische Urlauber seit 1. Juni bei 50 Prozent Belegung bereits wieder öffnen. Dafür erhielten bisher rund 150 Hotels eine entsprechende Genehmigung. Für Urlauber aus dem Ausland sind die Grenzen aber nach wie vor dicht.

Rückreise bedenken

Grundsätzlich gilt für Urlauber aus Deutschland – egal, in welches Land sie reisen: Auch die Rückreise muss gesichert sein. Für den Fall, dass es – was jederzeit möglich ist – wieder zu einer Verschärfung der Lockdown-Regeln in Europa oder einzelnen Ländern kommt, muss jeder Urlauber selbst zusehen, wie er wieder zurück in die Heimat kommt. Außenminister Heiko Maas stellte klar: Es wird keine zweite Rückholaktion der Bundesrepublik geben. Wer also in diesem Sommer beispielsweise mit dem Flugzeug in den Urlaub fliegt, sollte das unbedingt bedenken und berücksichtigen

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