Einreise, Schutzmaßnahmen, Quarantäne...

Wo sind aktuell Risikogebiete? Die Corona-Regeln für Europa im Überblick

Amsterdam Corona
Amsterdam gilt, zusammen mit anderen niederländischen Städten und Regionen, mittlerweile als Risikogebiet
Foto: dpa Picture Alliance

In vielen Ländern Europas steigt wieder die Zahl der Neuinfektionen. Für einige Länder gibt es sogar wieder Reisewarnungen. Welche Regeln in welchen Ländern gelten: TRAVELBOOK gibt einen Überblick!

Wer aus einem Risikogebiet zurück nach Deutschland reist, muss ab Samstag, 8. August 2020, einen Coronatest machen. Eine vollständige Liste der Risikogebiete des RKI finden Sie hier.

Diese Regelungen gelten in europäischen Ländern

Wo genau kann ich eigentlich wann einreisen – und welche Regelungen gelten dann für Urlauber in dem jeweiligen Land? TRAVELBOOK erklärt, wie es um beliebte Urlaubsländer in Europa und um Ägypten steht. 

Spanien
Andorra
Dänemark
Schweden
Finnland
Polen
Tschechien
Österreich
Schweiz
Frankreich
Belgien
Luxemburg
Niederlande
Italien
Portugal
Griechenland
Kroatien
Großbritannien
Norwegen
Türkei
Island
Zypern
Slowenien
Slowakei
Bulgarien
Malta
Irland
Rumänien
Ungarn
Ägypten

Spanien – Reisewarnung!

Spanien ist von der Corona-Pandemie besonders hart getroffen. Das Auswärtige Amt hat das komplette Land einschließlich Mallorca und der Kanarischen Inseln als Risikogebiet eingestuft. Alle Infos dazu finden Sie in unserem Spanien-Überblick.

Wichtig: Wer nach Spanien fliegt, muss sich vorher online registrieren. Infos dazu gibt es in diesem TRAVELBOOK-Artikel zu Spanien.

Andorra – Reisewarnung!

Das Auswärtige Amt warnt derzeit vor nicht notwendigen, touristischen Reisen nach Andorra. Aufgrund hoher Infektionszahlen gilt das zwischen Frankreich und Spanien in den Pyrenäen gelegene unabhängige Fürstentum seit dem 26. August als Risikogebiet. Wer von Andorra nach Deutschland einreist, muss sich einem (kostenlosen) PCR-Test unterziehen. Gegebenenfalls besteht Quarantänepflicht.

Dänemark

Auch wenn die Dänen neue Reisebeschränkungen für bestimmte europäische Länder wie Belgien und Spanien eingeführt haben, können deutsche Urlauber beim nördlichsten Nachbarn einreisen. Einzige Bedingung bislang waren sechs gebuchte Übernachtungen im Land. Ausnahmen galten etwa für Deutsche, die ein dänisches Sommerhaus besitzen, Partner und nahe Verwandte besuchen wollten oder Einwohner Schleswig-Holsteins sind.

Die Regierung und die Parlamentsparteien einigten sich am späten Freitagabend nun darauf, die umstrittene Regelung abzuschaffen – das dürfte vor allem Städtetouristen freuen, die jetzt auch für ein Wochenende nach Kopenhagen kommen können. Die Zahl der Neuinfektionen in Dänemark ist seit längerem gering, zeigt nun aber wieder nach oben. Besonders die Lage in der zweitgrößten Stadt Aarhus beunruhigt die Dänen. Restaurants, Cafés und Geschäfte sind landesweit offen. Von Samstag (22.8.) an muss man in öffentlichen Verkehrsmitteln in Dänemark einen Mundschutz tragen.

Schweden

Die Schweden haben ihre lange Zeit verhältnismäßig hohen Todes- und Infektionszahlen mittlerweile einigermaßen in den Griff bekommen. Trotzdem ist die Zahl der Neuinfektionen immer noch höher als in Deutschland. Dies sorgt unter anderem dafür, dass sie innerhalb Skandinaviens und Europas nicht so freizügig reisen können wie manch andere.

Die schwedischen Grenzen sind für EU-Bürger dagegen offen – die Anreise per Flugzeug, Fähre oder Auto über die Öresundbrücke zwischen Kopenhagen und Malmö ist möglich, und auch innerhalb des Landes gibt es keine Beschränkungen. Angesichts der sinkenden Infektionszahlen hob das AA Mitte Juli seine Reisewarnung für das skandinavische Land auf.

Finnland

Für Deutsche war die Einreise nach Finnland zuletzt wegen steigender Infektionszahlen wieder beschränkt worden. Der Grund: Finnland hat den Status von Deutschland und weiteren Staaten als sicheres Reiseziel in der Corona-Krise kassiert, weil dort die Infektionszahlen wieder gestiegen waren.

Doch jetzt gibt es gute Nachrichten: Wie das finnische Fremdenverkehrsamt am Dienstag (15. September) mitteilte, sind Reisende aus Deutschland ab dem 19. September wieder im Land willkommen. Auch Reisende aus anderen Ländern, deren Infektionsrate von bis zu 25 pro 100.000 Einwohner nicht übersteigt, dürfen demnach ab diesem Zeitpunkt wieder einreisen. Ein Covid-19-Test oder eine Selbstisolierung nach der Einreise nach Finnland sind dem Fremdenverkehrsamt zufolge ab dem 19. September nicht mehr erforderlich. „Finnland selbst hat derzeit eine sehr niedrige Infektionsrate“, heißt es in der Mitteilung.

Polen

Das Land hat seit Juni seine Grenzen zu allen EU-Nachbarn geöffnet. Einreisende EU-Ausländer und Polen müssen nicht in Quarantäne. Hotels, Einkaufszentren sowie Restaurants und Cafés sind geöffnet. Das gleiche gilt für Friseursalons und Kosmetikstudios. Auch Schwimmbäder und Fitnessstudios sind in den meisten Regionen in Betrieb. Angesichts eines wieder wachsenden Infektionsgeschehens, besonders im Süden und Südosten des Landes, können Fitnessstudios allerdings regional geschlossen werden, wenn das Gesundheitsamt dies empfiehlt.

In Polen gilt eine Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln, in Restaurants, Geschäften und Museen. Die Zugverbindungen mit Deutschland, darunter der EC zwischen Berlin und Warschau, laufen planmäßig. Seit dem 1. Juli fliegt die polnische Fluglinie Lot wieder Ziele im Ausland an, darunter auch Hamburg, Frankfurt und Berlin. Andere Verbindungen, beispielsweise nach Hannover, werden aber erst Ende Oktober wieder aufgenommen.

Tschechien – teilweise Reisewarnung!

Am Mittwoch hat das Auswärtige Amt seine Reisewarnung auf die Gespanschaften Brod-Posavina und Virovitica-Podravina ausgeweitet. Bereits seit vergangener Woche wird vor Reisen in die tschechische Hauptstadt Prag gewarnt.

Die Einreise ist für Deutsche seit Anfang Juni wieder möglich. Eine Quarantäne oder ein negativer Corona-Test sind nicht erforderlich. Eine Maskenpflicht gilt unter anderem in der Prager U-Bahn sowie in der östlichen Verwaltungsregion Mährisch-Schlesien.

Der Tourismus in der Unesco-Weltkulturerbe-Stadt Prag ist aufgrund der Corona-Pandemie dramatisch eingebrochen. Die Zahl der Übernachtungsgäste in Prag ging im zweiten Quartal 2020 um 93,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zurück, wie die Statistikbehörde CSU mitteilte.

Österreich

Reisen nach Österreich sind aus Deutschland möglich. Wegen der gestiegenen Zahl von Corona-Neuinfektionen hat die deutsche Bundesregierung jedoch die österreichische Hauptstadt Wien am Mittwoch (16. September) zum Risikogebiet erklärt und eine entsprechende Reisewarnung ausgesprochen.

Das bundeseigene Robert Koch-Institut (RKI) veröffentlichte am Mittwoch eine aktualisierte Liste der Corona-Risikogebiete, in der nun auch das Bundesland Wien als einziges Risikogebiet in Österreich aufgeführt wird. „Vor nicht notwendigen, touristischen Reisen in das Bundesland Wien wird aufgrund hoher Infektionszahlen derzeit gewarnt“, teilte darauf hin das Auswärtige Amt in Berlin mit. Die Einstufung als Risikogebiet bedeutet praktisch für deutsche Urlauber einen Corona-Pflichttest und Quarantäne bei der Rückkehr, bis ein negatives Testergebnis vorliegt.

Schweiz – teilweise Reisewarnung!

Das Auswärtige Amt hat die Reisewarnung am Mittwoch (16. September) auf den Kanton Freiburg ausgweitet. Zuvor galt das bereits für die Kantone Genf und Waadt.

Aus Deutschland sowie den Schengen- und einigen Drittstaaten wie Neuseeland und Australien ist die Einreise in die Schweiz kein Problem. Wer sich in den 14 Tagen vor der Einreise allerdings in fast 50 Ländern und Regionen aufgehalten hat, die als Risikogebiet gelten, muss zehn Tage in Quarantäne. Deutschland gehört nicht dazu, aber Luxemburg, Festland-Spanien, die USA und Serbien. Wer aus einem Risikogebiet wie Spanien mit dem Auto zurück nach Deutschland reist, darf durch die Schweiz fahren und dort bei später Ankunft sogar übernachten. Kontakte müssen aber auf ein Minimum beschränkt und Hygiene- und Abstandsregeln eingehalten werden.

Innerhalb der Schweiz gibt es keine Reisebeschränkungen oder Quarantäneauflagen. Schweizweit gilt in öffentlichen Verkehrsmitteln, darunter Seilbahnen, Maskenpflicht. Immer mehr Kantone schreiben Mund- und Nasenschutz in Geschäften vor. Die meisten Restaurants und Museen sind geöffnet. Es müssen aber Abstandsregeln eingehalten werden. Bars und Nachtclubs durften schon im Juni wieder öffnen, aber vielerorts gibt es seit dem Anstieg der Fälle wieder Beschränkungen.

Frankreich

Die Reisewarnung wurde die Region Hauts-de-France ganz im Norden der französischen Republik sowie das Überseegebiet La Réunion ausgedehnt. Als Risikogebiete galten zuvor bereits die Regionen Île-de-France mit der Hauptstadt Paris, Provence-Alpes-Côte d’Azur, Occitanie, Nouvelle-Aquitaine, Auvergne-Rhone-Alpes, die Mittelmeerinsel Korsika sowie weitere Überseegebiete.

In vielen Städten des Landes – darunter auch Paris – gilt an einigen Orten unter freiem Himmel Maskenpflicht. In öffentlichen Verkehrsmitteln und öffentlichen geschlossenen Räumen wie beispielsweise Geschäften ist die Maske landesweit Pflicht. Paris und das Département Bouches-du-Rhône wurden jüngst als Zonen eingestuft, in denen das Virus aktiv zirkuliert. Das bedeutet, dass die regionalen Behörden dort das öffentliche Leben einschränken können.

Alle Informationen zu der Corona-Lage in Frankreich finden Sie hier

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Belgien – teilweise Reiswarnung

Touristen aus Deutschland können problemlos einreisen. Am Flughafen Brüssel wird allerdings mit Wärmekameras die Temperatur aller Passagiere gemessen. Bei mehr als 38 Grad könnte die Einreise verweigert werden. Wegen steigender Corona-Fallzahlen – zuletzt waren es durchschnittlich rund 600 pro Tag – sind die Beschränkungen wieder verschärft worden. So gilt eine Maskenpflicht auf öffentlichen Plätzen mit viel Publikum sowie in Bussen und Bahnen, Museen und Geschäften. Gäste in Kneipen und Restaurants müssen Kontaktdaten hinterlassen. Einkaufen gehen darf man nur noch alleine und für maximal 30 Minuten.

Die belgische Provinz Antwerpen ist aus Sicht der Bundesregierung kein Corona-Risikogebiet mehr. Nach dieser Entscheidung fehlt das Gebiet seit Mittwochabend (2. September) auf der Liste der Risikogebiete, die das bundeseigene Robert Koch-Institut (RKI) fortlaufend aktualisiert.

Die zuständigen Bundesministerien für Innen, Außen und Gesundheit hatten wegen eines deutlichen Anstiegs von Corona-Fällen die Region Antwerpen Anfang August zum Risikogebiet erklärt, das Auswärtige Amt sprach zudem eine Reisewarnung aus. Damit gilt in Belgien aus deutscher Sicht jetzt nur noch die Region Brüssel als Corona-Risikogebiet.

Luxemburg – Reisewarnung aufgehoben

Das Auswärtige Amt hat am 20. August die Reisewarnung für Luxemburg aufgehoben. An den Grenzen zum Großherzogtum gibt es keine Kontrollen und keine Einreisebeschränkungen. Maskenpflicht gibt es unter anderem im öffentlichen Nahverkehr. In Geschäften und öffentlichen Einrichtungen muss zudem ein Mindestabstand von zwei Metern eingehalten werden. In manchen Bereichen gelten unter Umständen noch strengere Bestimmungen.

Niederlande – teilweise Reisewarnung!

Für Deutsche ist der Niederlande-Urlaub weiter möglich. Eine ausdrückliche Reisewarnung besteht jedoch aufgrund hoher Infektionszahlen derzeit für die Provinzen Nordholland (Noord-Holland) und Südholland (Zuid-Holland) sowie für die Karibik-Inseln Aruba und nach St. Maarten. Das Auswärtige Amt teil auf seiner Webseite mit: „In den Provinzen Nordholland (mit der Stadt Amsterdam) und Südholland (mit den Städten Den Haag und Rotterdam) liegen die Inzidenzen derzeit bei mehr als 50 Fällen pro 100.000 Einwohner auf sieben Tage, weshalb diese Landesteile zu Risikogebieten eingestuft wurden. Daraus resultiert bei Einreise nach Deutschland ein verpflichtender kostenloser Covid-19-PCR-Test und ggf. eine Quarantäneverpflichtung.“

Italien

Die meisten Urlauber aus der EU oder aus dem Schengenraum dürfen seit Juni ohne Beschränkungen einreisen. Für Ankünfte aus Bulgarien und Rumänien verhängte Rom wieder eine zweiwöchige Quarantänepflicht – sie gilt auch für Besucher aus Nicht-EU-Ländern. Wer aus Kroatien, Griechenland, Malta und Spanien einreist, muss allerdings einen Corona-Abstrich machen (bis 7. September).

Innerhalb Italiens darf man sich ungehindert fortbewegen. Die Infektionszahlen stiegen zuletzt, sie lagen aber weiter unter den Werten in Deutschland. In Geschäften, Zügen oder anderen geschlossenen Räumen gilt bis in den September Maskenpflicht. Auch auf Plätzen und vor Lokalen, wo häufig viele Menschen stehen, muss von 18.00 Uhr bis 6.00 Uhr morgens ein Atemschutz getragen werden. Alle Discos – auch im Freien –sind dicht. Größere Ansammlungen sind verboten, stehen die Leute zu eng zusammen und trinken auf der Piazza, greift die Polizei häufig ein.

An Stränden müssen Distanzregeln eingehalten werden – was teils aber nicht richtig gelingt. In den Bars und Restaurants haben viele Wirte ihre Tische fast komplett nach draußen gestellt. Manchmal gibt es zusätzlich eine Plexiglas-Abtrennung zum nächsten Tisch. Vorherige Reservierungen sind erwünscht, aber kein Muss.

 

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Portugal

Für Deutsche gibt es keine Einreisebeschränkungen. Besucher müssen aber Angaben unter anderem zum Zielort und zur Erreichbarkeit während des Aufenthalts im Land machen. Zudem wird die Körpertemperatur gemessen. Portugal galt lange Zeit als eines der Länder Europas, die vergleichsweise gut und mit geringen Ansteckungs- sowie Opferzahlen durch die Krise gekommen waren.

Seit einigen Wochen wird aber eine Zunahme der Neuinfektionen vor allem im Großraum Lissabon verzeichnet, wenn sich die Lage dort zuletzt auch wieder leicht entspannt hat und der Lockdown in mehreren (von Touristen weniger besuchten) Vororten der Hauptstadt aufgehoben wurde. Es besteht anders als in Spanien keine generelle Maskenpflicht auch im Freien, aber immer mehr Städte und Regionen wie etwa Madeira haben das regional angeordnet.

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Griechenland

Die Einreise aus den meisten EU-Staaten ist erlaubt. Die griechische Regierung hat jedoch nach gestiegenen Corona-Infektionszahlen Einschränkungen auch für die Urlaubsregion der Halbinsel Chalkidiki und die Jetset-Insel Mykonos angeordnet. Feiern, Partys, religiöse Feierlichkeiten und Wochenmärkte werden von Freitag (21. August) an bis zum 31. August untersagt. Zudem sind Versammlungen von mehr als neun Personen verboten. Alle Bars und Tavernen müssen um 24.00 Uhr schließen.

Maskenpflicht gilt auch im Freien, wie der griechische Zivilschutz mitteilte. Die Regierung in Athen verhängte diese neuen Einschränkungen, nachdem am Vortag ein Rekord von 269 Neuinfektionen registriert worden waren. Zahlreiche Fälle davon wurden in den beiden Urlaubsregionen festgestellt.

Bereits vergangene Woche hatte die griechische Regierung die Schließung der Tavernen und Bars aller Art in Athen, Piraeus und Thessaloniki sowie auf den Inseln Paros und Antiparos um Mitternacht angeordnet. Zudem sind Versammlungen von mehr als 50 Personen im ganzen Land verboten.

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Kroatien – teilweise Reisewarnung!

Kroatien erlaubt Deutschen und Bürgern anderer EU-Staaten seit 10. Juli die Einreise ohne Nachweis bestimmter Gründe. Die Reisenden müssen an der Grenze nur erklären, wo sie sich aufhalten werden und wie sie erreichbar sind. Damit sollen sie gefunden werden können, wenn es in ihrer Umgebung neue Corona-Infektionen gibt. Ein entsprechendes Formular kann vor Reiseantritt aus dem Internet heruntergeladen werden. An den Stränden gelten Abstandsregeln, eine Überbelegung soll verhindert werden. In Geschäften und öffentlichen Verkehrsmitteln gilt seit dem 13. Juli wieder Maskenpflicht.

Am Mittwoch (9. September) hat das Robert-Koch-Institut weitere Teile des Landes als Risikogebiet eingestuft, und zwar Dubrovnik-Neretva und Pozega-Slawonien. Zuvor waren bereits die Regionen Zadar, Sibenik-Knin sowie Split-Dalmatien betroffen – also ein Großteil von beliebten Urlaubsgebieten an der Adriaküste. Betroffen sind auch die Urlaubsinseln Brac und Hvar. Corona-Tests sind also Pflicht für Reiserückkehrer aus diesen Gebieten.

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Großbritannien

Reisende aus Deutschland und mehreren Dutzend anderen Ländern und Territorien können inzwischen ohne Einschränkungen einreisen. Dazu zählen Österreich, die Schweiz und Italien. Es muss aber ein Formular mit Kontaktdaten und Informationen zu früheren Reisezielen ausgefüllt werden. Für viele andere Länder gilt weiterhin die Pflicht zur 14-tägigen Quarantäne. Dazu gehören inzwischen auch wieder eine ganze Reihe europäischer Länder wie Spanien, Frankreich sowie Belgien und die Niederlande.

Innerhalb Großbritanniens bestimmt jeder Landesteil über seine eigenen Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie. So gibt es beispielsweise unterschiedliche Regelungen zur Maskenpflicht in England und Wales. In mehreren Gebieten, wie im Raum Leicester, Manchester und Aberdeen gibt es derzeit lokal begrenzte Kontaktbeschränkungen.

Für das an der Südküste Spaniens gelegene britische Überseegebiet Gibraltar besteht seit Ende August eine Reisewarnung.

Norwegen

Seit Mitte Juli dürfen deutsche Urlauber in Norwegen wieder quarantänefrei einreisen, seitdem schießen die Touristenzahlen im Land in die Höhe. Dabei hatte der Norwegen-Urlaub lange in der Schwebe gehangen, da die Norweger ihre Mitte März geschlossenen Grenzen relativ lange dicht ließen. Nun haben die Skandinavier für einige Staaten wieder Reisebeschränkungen erhoben, weil die Sorge groß ist, dass Ausländer neue Infektionen mit sich ins Land bringen.

Das für den norwegischen Tourismus so wichtige Deutschland ist von der Wiedereinführung der zehntägigen Quarantänevorschrift aber bislang verschont geblieben. Dafür gibt es nach einem Corona-Ausbruch auf einem Schiff Einschränkungen bei Kreuzfahrten: Passagiere und Besatzungsmitglieder von Schiffen mit mehr als 100 Personen an Bord dürfen derzeit nicht an Land gehen.

Türkei

Die Bundesregierung hat kürzlich die Reisewarnung für die wichtigsten Urlaubsgebiete in der Türkei aufgehoben – und zwar für die Provinzen Aydin, Izmir, Mugla und Antalya. Für den Rest des Landes gilt die Reisewarnung des AA voraussichtlich weiter bis zum 31. August. Alle, die aus der Türkei nach Deutschland zurückreisen, müssen bei der Ausreise einen negativen Corona-Testnachweis vorlegen, der nicht älter als 48 Stunden sein darf.

Begründet wurde die teilweise Aufhebung mit der relativ niedrigen Zahl von Neuinfektionen in diesen Gebieten und dem „speziellen Tourismus- und Hygienekonzept“, das die türkische Regierung entwickelt hat. Mit Blick auf das ganze Land sind die täglichen Fallzahlen allerdings kürzlich wieder gestiegen. Der Tourismus ist einer der wichtigsten Wirtschaftszweige für das Land.

Weitere Informationen zur aktuellen Einreise lesen Sie in diesem Türkei-Artikel.

Island

Die stark vom Tourismus abhängige Nordatlantik-Insel führte Mitte Juni die Möglichkeit ein, sich direkt bei der Einreise auf Corona testen zu lassen und somit einer 14-tägigen Quarantäne nach der Ankunft zu entgehen. Für deutsche Island-Abenteurer fiel diese Maßgabe weg, weshalb sie sich auch ohne Test auf die Suche nach Gletschern und Geysiren machen konnten.

Angesichts der international wie auch auf Island wieder steigenden Zahlen gibt es nun eine grundlegende Änderung: Jeder Reisende wird von diesem Mittwoch (19.8.) an bei Ankunft auf Corona getestet, ein zweiter Test steht dann fünf bis sechs Tage später an. In der Zwischenzeit muss man sich in Quarantäne begeben. Wer dieses Prozedere nicht mitmachen will, der muss sich für 14 Tage in Quarantäne begeben. In Situationen, in denen ein Abstand von zwei Metern nicht eingehalten werden kann, sowie auf Bus- und Bahnfahrten länger als 30 Minuten wird darüber hinaus um das Tragen eines Mundschutzes gebeten.

Zypern

Die Zahl der Infektionen ist auf der Insel leicht gestiegen. Wer nach Zypern fährt, muss sich vor dem Antritt elektronisch anmelden. Eine Maskenpflicht gilt für alle geschlossenen Räume, öffentliche Verkehrsmittel oder Einkaufszentren. Für Bürger aus Rumänien und Bulgarien sind negative Coronatests spätestens 72 Stunden vor Einreise erforderlich. Die Urlaubsinsel hat verglichen mit anderen Staaten Europas eine sehr niedrige Infektionsrate.

Slowenien

Das EU-Land zwischen Alpen und Adria lässt Reisende aus Deutschland und mehreren anderen europäischen Ländern ohne Auflagen einreisen. Wer dort Urlaub machen will, muss nicht einmal mehr eine Buchungsbestätigung vorlegen. Zudem können Bürger aus diesen sowie anderen Ländern im Transit durch das kleine Land reisen. Slowenien dient jenen Urlaubern aus Deutschland als Durchreiseland, die mit dem eigenen Wagen nach Kroatien fahren. Es verfügt selbst über einen 46 Kilometer langen Abschnitt an der Adria mit gut ausgebauter touristischer Infrastruktur. Es gelten Abstandsregeln, in geschlossenen öffentlichen Räumen und öffentlichen Verkehrsmitteln muss eine Maske getragen werden.

Slowakei

Deutsche können ohne Einschränkungen einreisen. Nur für Transitreisen aus Risikostaaten gibt es Quarantänevorschriften, deren Nichteinhaltung bestraft wird. Das Land war vom Coronavirus kaum betroffen und hat deshalb die meisten anfangs sehr strengen Corona-Schutzmaßnahmen wieder gelockert. Weiter ist in öffentlichen Verkehrsmitteln und im Inneren von Geschäften ein Mund-Nasen-Schutz zu tragen, in Lokalen nur beim Rein- und Rausgehen. In Warteschlangen etwa an Kassen ist ein Zwei-Meter-Abstand empfohlen. Bei Kulturveranstaltungen kümmern sich die Veranstalter um ausreichenden Abstand zwischen den Zuschauern.

Bulgarien – Goldstrand kein Risikogebiet mehr

Für Feriengäste aus allen EU-Staaten gibt es seit Mitte Juli keine Quarantänepflicht. Reisende aus Schweden und Portugal müssen allerdings einen negativen Coronavirus-Test vorweisen. Das Auswärtige Amt warnt aber wegen der Corona-Zahlen vor touristischen Reisen in einige Regionen Bulgariens, darunter sind Blagoewgrad und Dobritsch. Nicht mehr zum Risikogebiet zählt seit dem 21. August der bei Urlaubern beliebte Bezirk Warna, zu dem auch der berühmte Goldstrand gehört.

Alle Infos zu den Corona-Schutzmaßnahmen in Bulgarien finden Sie hier

Malta

Nach Malta dürfen Bürger aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und vielen weiteren Ländern Europas, die als „sicher“ eingestuft sind, in der Regel wieder ohne Beschränkungen einreisen. Allerdings dürfen sie in den vergangenen 14 Tagen nicht außerhalb dieser „sicheren“ Länder gewesen sein. Nach Angaben des AA messen die Malteser bei der Ankunft die Körpertemperatur. Liegt sie bei 37,2 Grad Celsius oder höher, wird ein Corona-Test durchgeführt.

Irland

Reisende aus Deutschland sollen nach ihrer Ankunft in Irland weiterhin zwei Wochen in Isolation gehen. Nur eine geringe Zahl von Ländern auf einer „grünen Liste“ ist von dieser Regelung ausgenommen. Dazu gehören etwa Italien, Griechenland, Finnland und Norwegen, manche Länder wie Malta wurden aber auch schon wieder davon entfernt. Bei der Einreise müssen zudem Kontaktdaten hinterlassen werden.

Innerhalb des Landes sind Reisen grundsätzlich wieder erlaubt, auch auf die Inseln. Es muss aber mit kurzfristig verhängten regionalen Einschränkungen gerechnet werden, so sind derzeit Reisen in die Grafschaften Kildare, Laois und Offaly nur in Ausnahmefällen erlaubt. In öffentlichen Verkehrsmitteln sowie in Geschäften und anderen geschlossenen Räumen müssen Masken getragen werden.

Rumänien – teilweise Reisewarnung!

EU-Bürger dürfen frei nach Rumänien einreisen, obwohl dort die Corona-Infektionsdynamik zu den höchsten innerhalb der Gemeinschaft gehört. Rückkehrer aus rumänischen Risiko-Gebieten sind in Deutschland zu einem Corona-Test und gegebenenfalls zu Quarantäne verpflichtet. Das Auswärtige Amt hat seine Teil-Reisewarnung für Rumänien angepasst.

Das Auswärtige Amt warnt derzeit vor nicht notwendigen, touristischen Reisen in die Kreise Argeș, Bacău, Bihor, Brăila, Brașov, Dâmbovița, Iaşi, Ilfov, Prahova, Vâlcea und Vaslui sowie in die Hauptstadt Bukarest.

Jederzeit können einzelne Ortschaften kurzfristig zum Infektionsherd erklärt und gesperrt werden. Eine prinzipielle Quarantänepflicht für Einreisende gibt es nicht. In geschlossenen öffentlichen Räumen gilt Maskenpflicht – in manchen Orten auch im Freien – sowie Distanzpflicht in der Gastronomie, an den Stränden und bei Veranstaltungen im Freien.

Ungarn

Seit Mittwoch (16. September) gilt eine Reisewarnung für die Hauptstadt Budapest. Deutsche Urlauber können ohne Einschränkungen einreisen, wenn sie ihre Reise in einem Land antreten, das als sicher in Hinblick auf die Pandemie eingestuft ist. Deutschland und die meisten EU-Staaten gelten als sicher. Der Transit durch Ungarn ist in jedem Fall möglich, diese Reisenden dürfen aber von bestimmten Transitkorridoren nicht abweichen und müssen das Land in maximal 24 Stunden verlassen. In Ungarn haben die meisten Hotels, Restaurants und Bars wieder geöffnet. In öffentlichen Verkehrsmitteln, Taxis und Geschäften gilt eine Maskenpflicht. Zudem sind Abstandsregeln zu beachten.

Ägypten

Nicht Europa, doch ein beliebtes Reiseziel für Europäer. Ägypten ist von COVID-19 stark betroffen. Die Infektionszahlen sind unverändert hoch und Gesundheitseinrichtungen sind stark belastet. Die Testung auf COVID-19 erfolgt in Ägypten nicht risikoadaptiert und ist landesweit nicht einheitlich. Es ist daher von einer hohen Dunkelziffer auszugehen. Das Auswärtige Amt warnt vor „nicht notwendigen, touristischen Reisen nach Ägypten“.  Ab dem 15. August ist für die Einreise nach Ägypten ein negativer PCR-Test erforderlich, der nicht älter als 72 Stunden sein darf.

Rückreise bedenken

Grundsätzlich gilt für Urlauber aus Deutschland – egal, in welches Land sie reisen: Auch die Rückreise muss gesichert sein. Für den Fall, dass es – was jederzeit möglich ist – wieder zu einer Verschärfung der Lockdown-Regeln in Europa oder einzelnen Ländern kommt, muss jeder Urlauber selbst zusehen, wie er wieder zurück in die Heimat kommt. Außenminister Heiko Maas stellte klar: Es wird keine zweite Rückholaktion der Bundesrepublik geben. Wer also in diesem Sommer beispielsweise mit dem Flugzeug in den Urlaub fliegt, sollte das unbedingt bedenken und berücksichtigen

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