27 Länder im Überblick

Corona-Notstand in Spanien ausgerufen – die aktuelle Lage für 27 Länder in Europa

Madrid
Leere Plätze und Straßen in Madrid: Seit Sonntag (25.10.) gilt in ganz Spanien ein nächtliches Ausgehverbot
Foto: dpa Picture Alliance

Aktuell steigen europaweit die Corona-Infektionszahlen stark an, nur wenige Länder sind noch frei von Risikogebieten. Nun hat Spanien erneut den Gesundheitsnotstand verhängt. Wie die Corona-Lage in den europäischen Ländern ist und welche Regeln jeweils gelten: TRAVELBOOK gibt einen Überblick!

Wer aus einem Risikogebiet zurück nach Deutschland reist, muss einen Coronatest machen. Die vollständige Liste der Risikogebiete des RKI finden Sie hier.

Diese Regelungen gelten in den weiteren europäischen Ländern

Wo genau kann ich eigentlich wann einreisen – und welche Regelungen gelten dann für Urlauber in dem jeweiligen Land? TRAVELBOOK erklärt, wie es um beliebte Urlaubsländer in Europa und um Ägypten steht. 

Spanien
Dänemark
Irland
Andorra
Schweden
Finnland
Polen
Tschechien
Österreich
Schweiz
Frankreich
Belgien
Luxemburg
Niederlande
Italien
Portugal
Griechenland
Kroatien
Großbritannien
Norwegen
Türkei
Island
Zypern
Slowenien
Slowakei
Bulgarien
Malta
Rumänien
Ungarn
Ägypten

Spanien – Reisewarnung!

Spaniens Zentralregierung verhängte am Sonntag (25.10.) erneut den Gesundheitsnotstand, den Ministerpräsident Pedro Sanchez bis Mai ausdehnen will. Er werde sich im Parlament darum bemühen, grünes Licht für den Notstand bis Mai zu bekommen, sagt Sanchez. Nach den am Sonntag angekündigten neuen Regeln sind Reisen zwischen den einzelnen Regionen Spaniens verboten. Seit Sonntagabend gilt zudem ein landesweites Ausgehverbot zwischen 23 und 6 Uhr.

Spanien ist von der Corona-Pandemie besonders hart getroffen. Das Auswärtige Amt hat das komplette Land einschließlich Mallorca als Risikogebiet eingestuft. Die Kanarischen Inseln gelten seit Donnerstag (22.10.) nicht mehr als Risikogebiet.

Wichtig: Wer nach Spanien fliegt, muss sich vorher online registrieren. Infos dazu gibt es in diesem TRAVELBOOK-Artikel zu Spanien.

Dänemark – Einreisestopp für Deutsche

Ab Samstag, 24. Oktober dürfen deutsche Touristen nicht mehr nach Dänemark einreisen. Das teilte der dänische Außenminister Jeppe Kofod in einer Pressekonferenz mit. Grund für die Entscheidung sind die steigenden Infektionszahlen in Deutschland, die den kritischen Wert von 30 überschritten haben. Dänemark erklärt ein Land dann zum „Quarantäneland“, wenn innerhalb von zwei Wochen durchschnittlich mehr als 30 Neuinfektionen pro Woche pro 100.000 Einwohner erfasst werden. In Deutschland ist das nun der Fall. Dänische Urlauber müssen sich zukünftig nach einem Aufenthalt in Deutschland in Quarantäne begeben.

Einwohner Schleswig-Holsteins dürfen aber weiterhin nach Dänemark einreisen, da die Inzidenz liegt hier unter 30 liegt. Auch für andere Bundesländer, die unter diesem Inzidenzwert liegen, könnte es zukünftig Ausnahmeregelungen geben. Doch bis dahin dürfen Deutsche aus anderen Bundesländern nur einreisen, wenn sie einen triftigen Grund haben. Arbeit oder ein Besuch bei Familie oder einem Partner, die in Dänemark leben, können ein solcher Grund sein.

Bürgern einiger anderer europäischer Länder wie Spanien oder Belgien wurde die Einreise nach Dänemark schon länger verwehrt. Auch in Dänemark stieg die Zahl der Neuinfektionen zuletzt stark an. Am Donnerstag wurde mit 760 neuen Infektionen ein Rekord-Hoch erreicht. Für Deutschland gilt weiterhin nur die Region Hovedstaden in Dänemark als Risikogebiet.

Irland – Lockdown!

In Irland beginnt ab Mittwoch (21. Oktober) um Mitternacht ein sechswöchiger Lockdown. Nicht wesentliche Geschäfte bleiben dann geschlossen, Restaurants können Essen nur noch zum Mitnehmen anbieten und die Bürger dürfen sich nur im Umkreis von fünf Kilometern um ihren Wohnort aufhalten, kündigte Premierminister Micheál Martin an. Im Gegensatz zum ersten Lockdown zu Beginn des Ausbruchs bleiben die Schulen und wichtige Gewerbe wie das Baugewerbe allerdings geöffnet.

Ab kommendem Samstag, dem 24. Oktober, gilt ganz Irland als Risikogebiet. Das Auswärtige Amt warnt vor nicht notwendigen, touristischen Reisen auch „vor dem Hintergrund geltender Quarantäneregelungen für Reisen aus Deutschland.“

Andorra – Reisewarnung!

Das Auswärtige Amt warnt derzeit vor nicht notwendigen, touristischen Reisen nach Andorra. Aufgrund hoher Infektionszahlen gilt das zwischen Frankreich und Spanien in den Pyrenäen gelegene unabhängige Fürstentum seit dem 26. August als Risikogebiet. Wer von Andorra nach Deutschland einreist, muss sich einem (kostenlosen) PCR-Test unterziehen. Gegebenenfalls besteht Quarantänepflicht.

Schweden – teilweise Reisewarnung!

In Schweden gelten die folgenden Provinzen seit 17. Oktober als Risikogebiete: Jämtland, Stockholm, Uppsala, Örebro. Dies gilt ab dem 24. Oktober 2020 auch für die Provinzen (Iän) Jönköping und Östergötland.

Die schwedischen Grenzen sind für EU-Bürger offen – die Anreise per Flugzeug oder mit der Fähre ist möglich, und auch innerhalb des Landes gibt es keine Beschränkungen. Angesichts der sinkenden Infektionszahlen hob das AA Mitte Juli seine Reisewarnung für das skandinavische Land auf.

Finnland – teilweise Reisewarnung!

In Finnland gilt ab dem 17. Oktober die Region Österbotten als Risikogebiet.

Reisende aus Deutschland seit dem 19. September wieder im Land willkommen. Auch Reisende aus anderen Ländern, deren Infektionsrate von bis zu 25 pro 100.000 Einwohner nicht übersteigt, dürfen demnach ab diesem Zeitpunkt wieder einreisen. Ein Covid-19-Test oder eine Selbstisolierung nach der Einreise nach Finnland sind dem Fremdenverkehrsamt zufolge ab dem 19. September nicht mehr erforderlich. „Finnland selbst hat derzeit eine sehr niedrige Infektionsrate“, heißt es in der Mitteilung.

Polen – Reisewarnung!

Für Polen gilt ab Samstag, 24. Oktober, eine Reisewarnung. Das ganze Land wurde vom Robert-Koch-Institut zum Risikogebiet erklärt.

Polen hat seit Juni seine Grenzen zu allen EU-Nachbarn geöffnet. Einreisende EU-Ausländer und Polen müssen nicht in Quarantäne. Hotels, Einkaufszentren sowie Restaurants und Cafés sind geöffnet. Das gleiche gilt für Friseursalons und Kosmetikstudios. Auch Schwimmbäder und Fitnessstudios sind in den meisten Regionen in Betrieb. Angesichts eines wieder wachsenden Infektionsgeschehens, besonders im Süden und Südosten des Landes, können Fitnessstudios allerdings regional geschlossen werden, wenn das Gesundheitsamt dies empfiehlt.

In Polen gilt eine Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln, in Restaurants, Geschäften und Museen. Die Zugverbindungen mit Deutschland, darunter der EC zwischen Berlin und Warschau, laufen planmäßig. Seit dem 1. Juli fliegt die polnische Fluglinie Lot wieder Ziele im Ausland an, darunter auch Hamburg, Frankfurt und Berlin. Andere Verbindungen, beispielsweise nach Hannover, werden aber erst Ende Oktober wieder aufgenommen.

Tschechien – Reisewarnung!

Seit dem 25. September gilt das ganze Land als Risikogebiet, es gibt keine Ausnahmen mehr.

Die Einreise ist für Deutsche seit Anfang Juni wieder möglich. Eine Quarantäne oder ein negativer Corona-Test sind nicht erforderlich. Eine Maskenpflicht gilt unter anderem in der Prager U-Bahn.

Der Tourismus in der Unesco-Weltkulturerbe-Stadt Prag ist aufgrund der Corona-Pandemie dramatisch eingebrochen. Die Zahl der Übernachtungsgäste in Prag ging im zweiten Quartal 2020 um 93,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zurück, wie die Statistikbehörde CSU mitteilte.

Österreich – teilweise Reisewarnung!

Wegen der gestiegenen Zahl von Corona-Neuinfektionen hat die deutsche Bundesregierung die österreichische Hauptstadt Wien, die Bundesländer Vorarlberg und Tirol zum Risikogebiet erklärt und eine entsprechende Reisewarnung ausgesprochen. Ab dem 24. Oktober 2020 gilt dies auch für die Bundesländer Salzburg, Oberösterreich, Niederösterreich, das Burgenland und die Steiermark

Nicht mehr zum Risikogebiet gehören die Gemeinden Mittelberg/Kleinwalsertal (Vorarlberg) und Jungholz (Tirol).

Die Einstufung als Risikogebiet bedeutet praktisch für deutsche Urlauber einen Corona-Pflichttest und Quarantäne bei der Rückkehr, bis ein negatives Testergebnis vorliegt.

Schweiz – Reisewarnung!

Für die Schweiz gilt ab Samstag, dem 24. Oktober, eine Reisewarnung. Das gesamte Land gilt dann als Risikogebiet.

Aus Deutschland sowie den Schengen- und einigen Drittstaaten wie Neuseeland und Australien ist die Einreise in die Schweiz kein Problem. Wer sich in den 14 Tagen vor der Einreise allerdings in fast 50 Ländern und Regionen aufgehalten hat, die als Risikogebiet gelten, muss zehn Tage in Quarantäne. Deutschland gehört nicht dazu, aber Luxemburg, Festland-Spanien, die USA und Serbien. Wer aus einem Risikogebiet wie Spanien mit dem Auto zurück nach Deutschland reist, darf durch die Schweiz fahren und dort bei später Ankunft sogar übernachten. Kontakte müssen aber auf ein Minimum beschränkt und Hygiene- und Abstandsregeln eingehalten werden.

Innerhalb der Schweiz gibt es keine Reisebeschränkungen oder Quarantäneauflagen. Schweizweit gilt in öffentlichen Verkehrsmitteln, darunter Seilbahnen, Maskenpflicht. Immer mehr Kantone schreiben Mund- und Nasenschutz in Geschäften vor. Die meisten Restaurants und Museen sind geöffnet. Es müssen aber Abstandsregeln eingehalten werden. Bars und Nachtclubs durften schon im Juni wieder öffnen, aber vielerorts gibt es seit dem Anstieg der Fälle wieder Beschränkungen.

Frankreich – Reisewarnung!

Das RKI hat Frankreich am Donnerstagabend (15. Oktober) vollständig zum Risikogebiet erklärt. Außerdem gilt eine Reisewarnung für die  Überseegebiete Französisch-Guyana, Guadeloupe, St. Martin, La Réunion, Martinique.

Alle Informationen zu der Corona-Lage in Frankreich finden Sie hier

Belgien – Reisewarnung!

Ganz Belgien wird seit dem 30. September als Risikogebiet eingestuft. Vor nicht notwendigen, touristischen Reisen nach Belgien werde aufgrund hoher Corona-Infektionszahlen derzeit gewarnt, teilte das Auswärtige Amt mit. Zuletzt galt nur die Hauptstadt Brüssel als Corona-Risikogebiet. Die Ausweitung auf das ganze Land betrifft auch Grenzregionen zu Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz.

Luxemburg – Reisewarnung!

Das Auswärtige Amt hat am 25. September eine Reisewarnung für ganz Luxemburg erlassen, da die Infektionszahlen dauerhaft hoch geblieben sind.

An den Grenzen zum Großherzogtum gibt es keine Kontrollen und keine Einreisebeschränkungen. Maskenpflicht gibt es unter anderem im öffentlichen Nahverkehr. In Geschäften und öffentlichen Einrichtungen muss zudem ein Mindestabstand von zwei Metern eingehalten werden. In manchen Bereichen gelten unter Umständen noch strengere Bestimmungen.

Niederlande – Reisewarnung!

In den Niederlanden ist Zeeland an der Nordsee von den aktuellen Einstufungen des RKI betroffen. Damit sind nun die gesamten Niederlande offiziell zum Risikogebiet erklärt. Das Auswärtige Amt warnt vor nicht nötigen, touristischen Reisen in das Land (mit der erwähnten Ausnahmen).

Ausführliche Informationen zu der Corona-Lage in den Niederlanden.

Italien – teilweise Reisewarnung!

Italien schränkt im Kampf gegen wieder rasant steigende Infektionszahlen das öffentliche Leben weiter ein. Von Montag (26.10.) an müssen Bars und Restaurants ab 18 Uhr schließen. Kinos, Theater, Spielhallen, Clubs, öffentliche Sportstätten und Schwimmbäder werden ganz dichtgemacht.

In Italien gelten seit 17. Oktober die Regionen Kampanien und Ligurien als Risikogebiete, ab dem 24. Oktober auch die Regionen Aostatal, Umbrien, Lombardei, Piemont, Toskana, Venetien, Latium, Abruzzen, Friaul-Julisch Venetien, Emiglia-Romagna, Sardinien und die Autonome Provinz Bozen-Südtirol als Risikogebiete.

In Kampanien und Ligurien wurde zur Eindämmung des Coronavirus eine nächtliche Ausgangssperre verhängt. Ab 22. Oktober müssen die Menschen in Ligurien von 23 Uhr bis 5 Uhr zu Hause bleiben, im Kampanien ab dem 23. Oktober. Die Maßnahme soll bis zum 13. November dauern.

Im Kampf gegen wieder steigende Corona-Infektionszahlen hat Italiens Regierung eine landesweite Maskenpflicht im Freien beschlossen. Ausgenommen sind lediglich Kinder im Alter unter sechs Jahren und Menschen mit Krankheiten oder Einschränkungen.

Weitere Informationen zur Corona-Lage in Italien finden Sie hier

 

Auch interessant: 7 Dinge, die ich an Mallorca vermissen werde

Portugal – ein erstes Risikogebiet

Lissabon wurde vom RKI bereits am 23. September als Risikogebiet eingestuft. Das gilt für den Großraum der Hauptstadt. Neu hinzugekommen ist am Donnerstag (15. Oktober) die Region Norte.

Für Deutsche gibt es keine Einreisebeschränkungen. Besucher müssen aber Angaben unter anderem zum Zielort und zur Erreichbarkeit während des Aufenthalts im Land machen. Zudem wird die Körpertemperatur gemessen. Portugal galt lange Zeit als eines der Länder Europas, die vergleichsweise gut und mit geringen Ansteckungs- sowie Opferzahlen durch die Krise gekommen waren.

Es besteht anders als in Spanien keine generelle Maskenpflicht auch im Freien, aber immer mehr Städte und Regionen wie etwa Madeira haben das regional angeordnet.

Auch interessant: Wie ist die aktuelle Corona-Lage in Portugal?

Griechenland

Die Einreise aus den meisten EU-Staaten ist erlaubt. Die griechische Regierung hat jedoch nach gestiegenen Corona-Infektionszahlen Einschränkungen auch für die Urlaubsregion der Halbinsel Chalkidiki und die Jetset-Insel Mykonos angeordnet. Feiern, Partys, religiöse Feierlichkeiten und Wochenmärkte werden von Freitag (21. August) an bis zum 31. August untersagt. Zudem sind Versammlungen von mehr als neun Personen verboten. Alle Bars und Tavernen müssen um 24.00 Uhr schließen.

Maskenpflicht gilt auch im Freien, wie der griechische Zivilschutz mitteilte. Die Regierung in Athen verhängte diese neuen Einschränkungen, nachdem am Vortag ein Rekord von 269 Neuinfektionen registriert worden waren. Zahlreiche Fälle davon wurden in den beiden Urlaubsregionen festgestellt.

Bereits im September hatte die griechische Regierung die Schließung der Tavernen und Bars aller Art in Athen, Piraeus und Thessaloniki sowie auf den Inseln Paros und Antiparos um Mitternacht angeordnet. Zudem sind Versammlungen von mehr als 50 Personen im ganzen Land verboten.

Auch interessant: Wohin darf ich eigentlich innerhalb von Deutschland reisen?

Kroatien – Reisewarnung ausgeweitet!

Das COVID-19-Infektionsaufkommen in Kroatien bewegt sich weiterhin auf recht hohem Niveau, das Auswärtige Amt hat auf Basis der Einschätzungen des Robert-Koch-Institut Teile des Landes als Risikogebiet eingestuft.

Ab dem 24. Oktober 2020 gelten die Gespanschaften Karlovac, Osijek-Baranja, Zagreba, Varaždin und Bjelovar-Bilogora als Risikogebiet. Bereits seit 17. Oktober zählen die Hauptstadt Zagreb und die Region Međimurska zu den Risikogebieten. Bereits seit Längerem gelten folgende Regionen als Risikogebiete: Lika-Senj, Split-Dalmatien, Dubrovnik-Neretva, Požega-Slawonien, Vukovar-Syrmien, Sisak-Moslavina, Krapina-Zagorje und Virovitica-Podravina. Corona-Tests sind also Pflicht für Reiserückkehrer aus diesen Gebieten.

Kroatien erlaubt Deutschen und Bürgern anderer EU-Staaten seit dem 10. Juli die Einreise ohne Nachweis bestimmter Gründe. Die Reisenden müssen an der Grenze nur erklären, wo sie sich aufhalten werden und wie sie erreichbar sind. Damit sollen sie gefunden werden können, wenn es in ihrer Umgebung neue Corona-Infektionen gibt. Ein entsprechendes Formular kann vor Reiseantritt aus dem Internet heruntergeladen werden.

An den Stränden gelten Abstandsregeln, eine Überbelegung soll verhindert werden. In Geschäften und öffentlichen Verkehrsmitteln gilt seit dem 13. Juli wieder Maskenpflicht.

Auch interessant: Urlaubsregionen in Kroatien jetzt Corona-Risikogebiete

Großbritannien – ausgeweiteteReisewarnung!

Großbritannien gilt ab Samstag, 24. Oktober, als Risikogebiet – mit Ausnahme der Kanalinseln und Überseegebiete.

Reisende aus Deutschland und mehreren Dutzend anderen Ländern und Territorien können inzwischen ohne Einschränkungen einreisen. Dazu zählen Österreich, die Schweiz und Italien. Es muss aber ein Formular mit Kontaktdaten und Informationen zu früheren Reisezielen ausgefüllt werden. Für viele andere Länder gilt weiterhin die Pflicht zur 14-tägigen Quarantäne. Dazu gehören inzwischen auch wieder eine ganze Reihe europäischer Länder wie Spanien, Frankreich sowie Belgien und die Niederlande.

Innerhalb Großbritanniens bestimmt jeder Landesteil über seine eigenen Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie. So gibt es beispielsweise unterschiedliche Regelungen zur Maskenpflicht in England und Wales. In mehreren Gebieten, wie im Raum Leicester, Manchester und Aberdeen gibt es derzeit lokal begrenzte Kontaktbeschränkungen.

Norwegen

Seit Mitte Juli dürfen deutsche Urlauber in Norwegen wieder quarantänefrei einreisen, seitdem schießen die Touristenzahlen im Land in die Höhe. Dabei hatte der Norwegen-Urlaub lange in der Schwebe gehangen, da die Norweger ihre Mitte März geschlossenen Grenzen relativ lange dicht ließen. Nun haben die Skandinavier für einige Staaten wieder Reisebeschränkungen erhoben, weil die Sorge groß ist, dass Ausländer neue Infektionen mit sich ins Land bringen.

Das für den norwegischen Tourismus so wichtige Deutschland ist von der Wiedereinführung der zehntägigen Quarantänevorschrift aber bislang verschont geblieben. Dafür gibt es nach einem Corona-Ausbruch auf einem Schiff Einschränkungen bei Kreuzfahrten: Passagiere und Besatzungsmitglieder von Schiffen mit mehr als 100 Personen an Bord dürfen derzeit nicht an Land gehen.

Türkei

Die Bundesregierung setzt die Reisewarnung für die ganze Türkei wegen der Corona-Pandemie mit Beginn des 9. November wieder in Kraft. Die bisher bestehende Ausnahmeregelung für die Touristenregionen Aydin, Izmir, Mugla und Antalya am Mittelmeer würden nur noch bis zum 8. November gelten, teilte das Auswärtige Amt am Mittwoch in seinen Reisehinweisen für die Türkei im Internet mit.

Dort heißt es: „Aufgrund der Ausbreitung von COVID-19 und damit einhergehenden Einschränkungen im internationalen Luft- und Reiseverkehr sowie Beeinträchtigungen des öffentlichen Lebens wird vor nicht notwendigen, touristischen Reisen in die Türkei weiterhin gewarnt.“

Weitere Informationen zur aktuellen Einreise lesen Sie in diesem Türkei-Artikel.

Island – Reisewarnung!

Wie das AA am Mittwoch (30. September) mitteilte, ist Island von Covid-19 inzwischen stärker betroffen und verzeichnet aktuell einen sprunghaften Anstieg der Fallzahlen Die Zahl der Neuinfektionen überschreite 50 Fälle pro 100.000 Einwohner auf sieben Tage, weshalb Island zum Risikogebiet eingestuft wurde. „Vor nicht notwendigen, touristischen Reisen nach Island wird aufgrund hoher Infektionszahlen derzeit gewarnt“, so das AA.

Die stark vom Tourismus abhängige Nordatlantik-Insel führte Mitte Juni die Möglichkeit ein, sich direkt bei der Einreise auf Corona testen zu lassen und somit einer 14-tägigen Quarantäne nach der Ankunft zu entgehen. Für deutsche Island-Abenteurer fiel diese Maßgabe weg, weshalb sie sich auch ohne Test auf die Suche nach Gletschern und Geysiren machen konnten.

Angesichts der international wie auch auf Island wieder steigenden Zahlen gab es dann aber eine grundlegende Änderung: Jeder Reisende wird seit dem 19. August bei Ankunft auf Corona getestet, ein zweiter Test steht dann fünf bis sechs Tage später an. In der Zwischenzeit muss man sich in Quarantäne begeben. Wer dieses Prozedere nicht mitmachen will, der muss sich für 14 Tage in Quarantäne begeben. In Situationen, in denen ein Abstand von zwei Metern nicht eingehalten werden kann, sowie auf Bus- und Bahnfahrten länger als 30 Minuten wird darüber hinaus um das Tragen eines Mundschutzes gebeten.

Zypern

Die Zahl der Infektionen ist auf der Insel leicht gestiegen. Wer nach Zypern fährt, muss sich vor dem Antritt elektronisch anmelden. Eine Maskenpflicht gilt für alle geschlossenen Räume, öffentliche Verkehrsmittel oder Einkaufszentren. Für Bürger aus Rumänien und Bulgarien sind negative Coronatests spätestens 72 Stunden vor Einreise erforderlich. Die Urlaubsinsel hat verglichen mit anderen Staaten Europas eine sehr niedrige Infektionsrate.

Slowenien – teilweise Reisewarnung!

In Slowenienen zählen nun auch die Regionen Jugovzhodna Slovenija, Podravska und Pomurska als Risikogebiete. Das AA warnt darüber hinaus „vor nicht notwendigen, touristischen Reisen in die RegionenPrimorsko-Notranjska, Koroška, Zasavska, Osrednjeslovenska, Savinjska und Gorenjska.“ Ab dem 24. Oktober 2020 gilt dies auch für die Regionen Posavska und Goriška.

Das EU-Land zwischen Alpen und Adria lässt Reisende aus Deutschland und mehreren anderen europäischen Ländern ohne Auflagen einreisen. Wer dort Urlaub machen will, muss nicht einmal mehr eine Buchungsbestätigung vorlegen. Zudem können Bürger aus diesen sowie anderen Ländern im Transit durch das kleine Land reisen. Slowenien dient jenen Urlaubern aus Deutschland als Durchreiseland, die mit dem eigenen Wagen nach Kroatien fahren. Es verfügt selbst über einen 46 Kilometer langen Abschnitt an der Adria mit gut ausgebauter touristischer Infrastruktur. Es gelten Abstandsregeln, in geschlossenen öffentlichen Räumen und öffentlichen Verkehrsmitteln muss eine Maske getragen werden.

Slowakei – Reisewarnung!

Erstmals hat das Auswärtige Amt auf Basis der Empfehlungen des Robert-Koch-Insistuts eine Reisewarnung für die gesamte Slowakei ausgesprochen, diese gilt ab dem 17. Oktober. In den vergangenen Wochen seien die Fallzahlen stark angestiegen.

Einreisen aus Deutschland in die Slowakei sind ohne jegliche Einschränkungen möglich. Lediglich Reisende mit Voraufenthalten in sogenannten Risikoländern innerhalb der letzten 14 Tage vor Einreise in die Slowakei müssen ihre Einreise online in „eHranica“ der slowakischen Regierung oder beim Amt für öffentliche Gesundheit anmelden und eine 10-tägige Selbstisolation einhalten. Deutschland gilt jedoch bisland nicht als Risikogebiet in der Slowakei.

Bislang gibt es für Urlauber in der Slowakei relativ wenig Beschränkungen, einzig Bars, Cafés und Restraurants sind nach 22 Uhr geschlossen. Allerdings hat die Regierung der Slowakei am 1. Oktober wieder den Notstand verhängt, es sind also kurzfristige Änderungen möglich.

Bulgarien – teilweise Reisewarnung!

Das Auswärtige Amt warnt wegen der Corona-Zahlen vor touristischen Reisen in die Region Blagoewgrad und die Region Targowischte. Dies gilt ab dem 24. Oktober 2020 auch für die Verwaltungsbezirke (Oblaste) Rasgrad, Sofia Stadt und Sliwen.

Für Feriengäste aus allen EU-Staaten gibt es seit Mitte Juli keine Quarantänepflicht. Reisende aus Schweden und Portugal müssen allerdings einen negativen Coronavirus-Test vorweisen.

Alle Infos zu den Corona-Schutzmaßnahmen in Bulgarien finden Sie hier

Malta

Mit Wirkung ab 17. Oktober stuft das RKI nun ganz Malta als Risikogebiet ein.

Nach Malta dürfen Bürger aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und vielen weiteren Ländern Europas, die als „sicher“ eingestuft sind, in der Regel wieder ohne Beschränkungen einreisen. Allerdings dürfen sie in den vergangenen 14 Tagen nicht außerhalb dieser „sicheren“ Länder gewesen sein. Nach Angaben des AA messen die Malteser bei der Ankunft die Körpertemperatur. Liegt sie bei 37,2 Grad Celsius oder höher, wird ein Corona-Test durchgeführt.

Rumänien – Reisewarnung!

Auch Rumänien ist von Corona mittlerweile stärker betroffen und verzeichnet in fast allen Landesteilen eine Zunahme von Neuinfektionen. In vielen Landesteilen und insbesondere in der Hauptstadt Bukarest (București) liegt die Inzidenz über 50 Fälle pro 100.000 Einwohner auf sieben Tage. Deshalb hat das Auswärtige Amt seine Teilreisewarnung am 7. Oktober auf eine Reisewarnung erweitert.

Rückkehrer aus rumänischen Risiko-Gebieten sind in Deutschland zu einem Corona-Test und zu Quarantäne verpflichtet.

Die rumänischen Schwarzmeerstrände sind unter Einhaltung der Hygieneregeln geöffnet. Auch Freizeitaktivitäten im Freien (Radfahren, Wandern, Klettern, Jagd, Angeln etc.) mit bis zu 10 Personen sind erlaubt. Während Restaurants und Kaffeehäuser unter bestimmten Voraussetzungen und unter Einhaltung der Sicherheitsbestimmungen auch im Innenbereich wieder geöffnet haben, bleiben Clubs, Diskotheken und Bars weiterhin geschlossen.

Ungarn – teilweise Reisewarnung!

Das AA warnt wegen hoher Infektionszahlen „vor nicht notwendigen, touristischen Reisen in die Hauptstadt Budapest sowie in die Komitate Győr-Moson-Sopron, Pest, Csongrád-Csanád, Nógrád, Baranya, Hajdú-Biahr, Jász-Nagykun-Szolnok, Borsod-Abaúj-Zemplén, Komárom-Esztergom, Szablocs-Szatmár-Bereg,Veszprém und Vas. Von nicht notwendigen, touristischen Reisen in die übrigen Landesteile wird aufgrund wieder eingeführter Einreisebeschränkungen und Quarantänemaßnahmen abgeraten.“ Ab dem 24. Oktober 2020 gilt dies auch für die Komitate Heves, Zala und Somogy.

Deutsche Urlauber können ohne Einschränkungen einreisen, wenn sie ihre Reise in einem Land antreten, das als sicher in Hinblick auf die Pandemie eingestuft ist. Deutschland und die meisten EU-Staaten gelten als sicher.

Der Transit durch Ungarn ist in jedem Fall möglich, diese Reisenden dürfen aber von bestimmten Transitkorridoren nicht abweichen und müssen das Land in maximal 24 Stunden verlassen. In Ungarn haben die meisten Hotels, Restaurants und Bars wieder geöffnet. In öffentlichen Verkehrsmitteln, Taxis und Geschäften gilt eine Maskenpflicht. Zudem sind Abstandsregeln zu beachten.

Ägypten

Nicht Europa, doch ein beliebtes Reiseziel für Europäer. Ägypten ist von COVID-19 stark betroffen. Die Infektionszahlen sind unverändert hoch und Gesundheitseinrichtungen sind stark belastet. Die Testung auf COVID-19 erfolgt in Ägypten nicht risikoadaptiert und ist landesweit nicht einheitlich. Es ist daher von einer hohen Dunkelziffer auszugehen. Das Auswärtige Amt warnt vor „nicht notwendigen, touristischen Reisen nach Ägypten“.  Seit dem 15. August ist für die Einreise nach Ägypten ein negativer PCR-Test erforderlich, der nicht älter als 72 Stunden sein darf.

Rückreise bedenken

Grundsätzlich gilt für Urlauber aus Deutschland – egal, in welches Land sie reisen: Auch die Rückreise muss gesichert sein. Für den Fall, dass es – was jederzeit möglich ist – wieder zu einer Verschärfung der Lockdown-Regeln in Europa oder einzelnen Ländern kommt, muss jeder Urlauber selbst zusehen, wie er wieder zurück in die Heimat kommt. Außenminister Heiko Maas stellte klar: Es wird keine zweite Rückholaktion der Bundesrepublik geben. Wer also in diesem Sommer beispielsweise mit dem Flugzeug in den Urlaub fliegt, sollte das unbedingt bedenken und berücksichtigen

Themen