27 Länder im Überblick

England verkürzt die Quarantäne für Einreisende aus Risikogebieten

Immer mehr Länder verlangen einen negativen Corona-Test bei der Einreise. So auch Spanien und Griechenland.
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Aktuell steigen europaweit die Corona-Infektionszahlen stark an, nur wenige Länder sind noch frei von Risikogebieten. Wie die Corona-Lage in den europäischen Ländern ist und welche Regeln jeweils gelten: TRAVELBOOK gibt einen Überblick!

Wer aus einem Corona-Risikogebiet nach Großbritannien einreist, kann ab Dezember mit kürzeren Quarantäne-Zeiten rechnen. Bisher durften Reisende 14 Tage lang ihr Quartier nicht verlassen. Alle Infos gibts in unserer großen Übersicht.

Wer aus einem Risikogebiet zurück nach Deutschland reist, muss einen Coronatest machen. Die vollständige Liste der Risikogebiete des RKI finden Sie hier.

Diese Regelungen gelten in den weiteren europäischen Ländern

Wo genau kann ich eigentlich wann einreisen – und welche Regelungen gelten dann für Urlauber in dem jeweiligen Land? TRAVELBOOK erklärt, wie es um beliebte Urlaubsländer in Europa und um Ägypten steht. 

Spanien
Dänemark
Irland
Andorra
Schweden
Finnland
Polen
Tschechien
Österreich
Schweiz
Frankreich
Belgien
Luxemburg
Niederlande
Italien
Portugal
Griechenland
Kroatien
Großbritannien
Norwegen
Türkei
Island
Zypern
Slowenien
Slowakei
Bulgarien
Malta
Rumänien
Ungarn
Ägypten

Spanien – Reisewarnung

Wer aus einem Risikogebiet nach Spanien einreisen will, muss ab dem 23. November einen negativen PCR-Test vorweisen können. Der Test darf nicht länger als 72 Stunden zurückliegen und das Ergebnis muss auf Spanisch oder Englisch vorliegen. Wer keinen negativen Test vorweisen kann, muss mit einer Geldstrafe rechnen, außerdem muss dann ein Antikörper-Test gemacht werden. Ministerpräsidentin Francina Armengol forderte bei einer Pressekonferenz am Mittwochabend (11.11.), dass die Maßnahme bis zum Beginn der Tourismussaison in Kraft bleiben müsse.

Alle Reisenden aus dem Ausland müssen sich bei der Einreise weiterhin einer Temperaturkontrolle unterziehen und ein Formular ausfüllen. Eine Quarantäne ist für deutsche Urlauber aber nicht notwendig. Deutschland gilt in Spanien mit den meisten anderen europäischen Staaten als Risikogebiet. Nur Urlauber aus Norwegen, Finnland, Griechenland oder Irland müssen bei der Einreise keinen Test vorzeigen.

Spaniens Zentralregierung hatte am 25.10. erneut den Gesundheitsnotstand verhängt, der bis zum 9. Mai 2021 andauern soll. Reisen zwischen den einzelnen Regionen Spaniens sind derzeit verboten. Zudem gilt ein landesweites Ausgehverbot zwischen 23 und 6 Uhr.

Spanien ist von der Corona-Pandemie besonders hart getroffen. Das Auswärtige Amt hat das komplette Land einschließlich Mallorca als Risikogebiet eingestuft. Die Kanarischen Inseln gelten seit dem 22.10. nicht mehr als Risikogebiet.

Wichtig: Wer nach Spanien fliegt, muss sich vorher online registrieren. Infos dazu gibt es in diesem TRAVELBOOK-Artikel zu Spanien.

Dänemark – Einreisestopp für Deutsche

Seit dem 8. November gilt das gesamte Dänemark mit Ausnahme der Färöer und Grönland als Risikogebiet. Deutsche Touristen dürfen seit dem 24. Oktober nicht mehr nach Dänemark einreisen. Grund für die Entscheidung sind die steigenden Infektionszahlen in Deutschland, die den kritischen Wert überschritten haben. Dänemark erklärt ein Land dann zum „Quarantäneland“, wenn innerhalb von zwei Wochen durchschnittlich mehr als 30 Neuinfektionen pro Woche pro 100.000 Einwohner erfasst werden. Dänische Urlauber müssen sich zukünftig nach einem Aufenthalt in Deutschland in Quarantäne begeben.

Irland – Lockdown!

Irland startete am 21. Oktober einen sechswöchigen Lockdown. Nicht wesentliche Geschäfte sind deshalb nun geschlossen, Restaurants können Essen nur noch zum Mitnehmen anbieten und die Bürger dürfen sich nur im Umkreis von fünf Kilometern um ihren Wohnort aufhalten. Im Gegensatz zum ersten Lockdown zu Beginn des Ausbruchs bleiben die Schulen und wichtige Gewerbe wie das Baugewerbe allerdings geöffnet.

Seit dem 24. Oktober gilt ganz Irland als Risikogebiet. Das Auswärtige Amt warnt vor nicht notwendigen, touristischen Reisen auch „vor dem Hintergrund geltender Quarantäneregelungen für Reisen aus Deutschland.“

Andorra – Reisewarnung

Das Auswärtige Amt warnt derzeit vor nicht notwendigen, touristischen Reisen nach Andorra. Aufgrund hoher Infektionszahlen gilt das zwischen Frankreich und Spanien in den Pyrenäen gelegene unabhängige Fürstentum seit dem 26. August als Risikogebiet. Wer von Andorra nach Deutschland einreist, muss sich einem PCR-Test unterziehen. Gegebenenfalls besteht Quarantänepflicht.

Schweden – teilweise Reisewarnung

Mit Ausnahme der Provinz Västernorrland gilt ganz Schweden als Risikogebiet. Ausgangsbeschränkungen gibt es allerdings nicht. Bars, Restaurants, Geschäfte und Schulen sind weiterhin geöffnet. Wer in Schweden urlaubt muss nach der Rückkehr in Quarantäne. Sehen Sie sich die aktuellen Regelungen dazu an: Die neuen Corona-Regelungen für Reiserückkehrer aus Risikogebieten

Finnland – Einreisestopp

In Finnland gilt ab dem 17. Oktober die Region Österbotten als Risikogebiet.

Reisende aus Ländern, deren Infektionsrate von bis zu 25 pro 100.000 Einwohner nicht übersteigt, sind in Finnland willkommen. Deutsche Touristen dürfen demnach aktuell nicht einreisen, da der Grenzwert überschritten wurde. Nicht notwendige, touristische Reisen sind deutschen Urlaubern seit dem 12. Oktober nicht gestattet. Für in Finnland Studierende gelten Ausnahmen.

Polen – Reisewarnung

Für Polen gilt ab Samstag, 24. Oktober, eine Reisewarnung. Das ganze Land wurde vom Robert-Koch-Institut zum Risikogebiet erklärt, die Corona-Lage im Land spitzt sich zu.

Die Einreise ist für Deutsche weiterhin ohne Einschränkungen möglich. Das öffentliche Leben in Polen ist aber deutlich eingeschränkt und die Übernachtung in Hotels ist Geschäftsreisenden vorbehalten. Restaurants dürfen Speisen nur noch zum mitnehmen anbieten, in Geschäften darf sich nur eine bestimmte Personenanzahl pro m² aufhalten. Kultur- und Unterhaltungsveranstaltungen sind nicht mehr möglich, auch Fitnesseinrichtungen und Schwimmbäder sind geschlossen.

Die medizinische Versorgung kann durch die starke Belastung des Gesundheitssystems mit COVID-19-Patienten eingeschränkt sein, heißt es auf der Website des Auswärtigen Amts.

Tschechien – Einreisestopp

Seit dem 25. September gilt das ganze Land als Risikogebiet, es gibt keine Ausnahmen mehr. Einreisen zu touristischen Zwecken sind nicht erlaubt. Wer aus Deutschland einreisen will, darf das derzeit nur mehr für Geschäfts- und Dienstreisen, Familienbesuche, aus medizinischen Gründen, zur Wahrnehmung von Behördenterminen und zur Teilnahme an Hochzeiten und Bestattungen.

Seit dem 8. November 2020 nutzt Tschechien das europäische Ampelsystem. Dabei werden Länder in Abhängigkeit der Infektions- und Testrate der grünen, orangen und roten Kategorie zugerechnet. Deutschland ist in diesem System derzeit rot markiert. Eine Folge des Inzidenzwerts, der über 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern liegt.

Der Tourismus in der Unesco-Weltkulturerbe-Stadt Prag ist aufgrund der Corona-Pandemie dramatisch eingebrochen. Die Zahl der Übernachtungsgäste in Prag ging im zweiten Quartal 2020 um 93,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zurück, wie die Statistikbehörde CSU mitteilte.

Österreich – Reisewarnung

Ganz Österreich gilt mit Ausnahme von zwei Regionen als Risikogebiet. Ausnahmeregelungen gelten für das Kleinwalsertal und die Gemeinde Jungholz mit zusammen gut 5000 Einwohnern. Beide Exklaven sind auf der Straße nur von Deutschland aus erreichbar. Deutsche Urlauber können uneingeschränkt nach Österreich einreisen, die Einstufung als Risikogebiet bedeutet für deutsche Urlauber einen Corona-Pflichttest und Quarantäne bei der Rückkehr, bis ein negatives Testergebnis vorliegt.

Schweiz – Reisewarnung

Für die Schweiz gilt seit dem 24. Oktober eine Reisewarnung. Aus Deutschland sowie den Schengen- und einigen Drittstaaten wie Neuseeland und Australien ist die Einreise in die Schweiz kein Problem. Aufgrund hoher Infektionszahlen gilt für Restaurants und Bars in der Schweiz allerdings eine Sperrstunde von 23 Uhr bis 6 Uhr. Bei der Rückkehr nach Deutschland müssen Urlauber in Quarantäne.

Frankreich – Reisewarnung

Das RKI hat Frankreich am 15. Oktober vollständig zum Risikogebiet erklärt. Außerdem gilt eine Reisewarnung für die  Überseegebiete Französisch-Guyana, Guadeloupe, St. Martin, La Réunion, Martinique.

Die Lage in Frankreich hat sich verschärft und die Intensivbetten werden knapp. Frankreich hat einen Lockdown verhängt, der vom 30. Oktober bis zum 1. Dezember andauern soll. Eine Einreise aus Deutschland ist momentan möglich.

Alle Informationen zu der Corona-Lage in Frankreich finden Sie hier

Belgien – Reisewarnung

Ganz Belgien ist seit dem 30. September vom RKI als Risikogebiet eingestuft. Vor nicht notwendigen, touristischen Reisen nach Belgien werde aufgrund hoher Corona-Infektionszahlen derzeit gewarnt, teilte das Auswärtige Amt mit. Belgien wurde im europäischen Vergleich extrem stark von der Pandemie getroffen.

Wer nach Belgien einreisen will, muss innerhalb von längstens 48 Stunden vor der Einreise ein elektronisches „Public Health Passenger Locator Form“ ausfüllen und elektronisch versenden. Auch Personen mit Wohnsitz in Belgien müssen diese Regelung beachten. Wenn das Formular nicht ausgefüllt ist, droht eine Strafe in Höhe von bis zu 250 Euro.

Belgien benutzt ein Ampelsystem, in dem es Länder und Regionen weltweit in rote und orange Zonen einstuft. Aufgrund des hohen Infektionsrisikos gilt Deutschland derzeit als rote Zone. Deutsche Touristen unterliegen demnach nach der Einreise nach Belgien einer Quarantänepflicht von bis zu zehn Tagen. Je nach Angaben auf der Public Health Passenger Locator Form kann die Quarantäne verlängert oder aufgehoben werden. „Freitesten“ zur Verkürzung der Quarantäne ist nicht möglich.

Ausnahmen gelten bei Personen, die sich weniger als 48 Stunden in Belgien aufhalten oder sich vor der Einreise weniger als 48 Stunden in einem Gebiet in der „roten Zone“ aufgehalten haben. Auch bei unaufschiebbaren dienstlichen und privaten Anlässen gelten Ausnahmeregelungen.

Luxemburg – Reisewarnung

Das Auswärtige Amt hat am 25. September eine Reisewarnung für ganz Luxemburg erlassen, da die Infektionszahlen dauerhaft hoch geblieben sind. An den Grenzen zum Großherzogtum gibt es keine Kontrollen und keine Einreisebeschränkungen. Restaurants, Gaststätten, Bars, Sport- und Kulturinstitute wie Theater, Kulturzentren, Konzertsäle, Kinos und Kirchen sind offen.

Niederlande – Reisewarnung

In den Niederlanden wurde nun auch Zeeland an der Nordsee vom RKI als Risikogebiet eingestuft. Damit sind nun die gesamten Niederlande offiziell Risikogebiet. Das Auswärtige Amt warnt vor nicht nötigen, touristischen Reisen in das Land. Deutsche Touristen müssen nach Einreise in die Niederlande für zehn Tage in Quarantäne.

Ausführliche Informationen zu der Corona-Lage in den Niederlanden.

Italien – Reisewarnung

Am 8. November hat das RKI ganz Italien zum Risikogebiet erklärt. Für deutsche Urlauber ist die Einreise weiterhin problemlos möglich. Bei einem Urlaub in Italien kann man derzeit aber nicht viel sehen, denn es wurden umfassende Beschränkungen beschlossen, die bis zum 3. Dezember gelten sollen. Von 22 bis fünf Uhr gilt eine Ausgangssperre. Hotels und Geschäfte haben weiterhin geöffnet, es ist aber mit verkürzten Öffnungszeiten zu rechnen. Bars und Restaurants müssen um 18 Uhr schließen, Einkaufszentren bleiben am Wochenende geschlossen. Museen, Kinos, Theater und Sportstätten sind geschlossen.

Im Kampf gegen wieder steigende Corona-Infektionszahlen hat Italiens Regierung eine landesweite Maskenpflicht im Freien beschlossen. Ausgenommen sind lediglich Kinder im Alter unter sechs Jahren und Menschen mit Krankheiten oder Einschränkungen. Weitere Informationen zur Corona-Lage in Italien finden Sie hier

 

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Portugal – Risikogebiet

Das RKI reagiert auf die steigenden Infektionszahlen und erklärt nun das gesamte portugiesische Festland zum Risikogebiet. Portugal hat den Gesundheitsnotstand ausgerufen und eine Teil-Ausgangssperre für Wochenenden verhängt. An Samstagen und Sonntagen von 13 Uhr bis 5 Uhr morgens darf die Wohnung nun nicht mehr verlassen werden.

Die autonomen Regionen Azoren und Madeira gelten derzeit nicht als Risikogebiet. Für Deutsche gibt es keine Einreisebeschränkungen für Portugal. Besucher müssen Angaben unter anderem zum Zielort und zur Erreichbarkeit während des Aufenthalts im Land machen. Zudem wird die Körpertemperatur gemessen.

Von 28. Oktober bis zum 6. Januar gilt eine Maskenpflicht im Freien, wenn der Mindestabstand von zwei Metern nicht gehalten werden kann.

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Griechenland – teilweise Reseiwarnung

Für die Einreise nach Griechenland brauchen Urlauber seit dem 11. November einen negativen Corona-Test. Laut dem Auswärtigen Amt muss die Diagnose auf Englisch ausgestellt werden und darf nicht älter als 72 Stunden sein. Außerdem müssen Touristen bis spätestens 24 Stunden vor der Abreise ein Online-Formular ausgefüllt haben. Dadurch erhalten sie eine Bestätigung und einen QR-Code, der bei der Einreise vorgezeigt wird. Der Code wird erst am Tag der Einreise per E-Mail zugestellt.

In den letzten Monaten galt eine Reise nach Griechenland noch als relativ sicher. Jetzt sind die Regionen Westmakedonien, Attika, Zentralmakedonien, Ostmakedonien und Thrakien, Epirus und Thessalien als Risikogebiet ausgewiesen worden. Die beliebten Urlaubsinseln Kreta, Rhodos und Santorin liegen zwar nicht in den betroffenen Bezirken, allerdings gilt seit dem 7. November ein landesweiter Lockdown, der drei Wochen dauern soll.

Nur Apotheken, Bäckereien, Metzgereien, Wochenmärkte und Tankstellen bleiben geöffnet, auch Touristenunterkünfte dürfen öffnen. Maskenpflicht gilt auch im Freien, wie der griechische Zivilschutz mitteilte. Die Regierung in Athen verhängte diese neuen Einschränkungen, nachdem ein Rekord an Neuinfektionen registriert worden war.

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Kroatien – Reisewarnung

Das COVID-19-Infektionsaufkommen in Kroatien bewegt sich weiterhin auf recht hohem Niveau, daher hat das Auswärtige Amt auf Basis der Einschätzungen das Robert-Koch-Institut am 1. November ganz Kroatien als Risikogebiet eingestuft.

Kroatien erlaubt Deutschen und Bürgern anderer EU-Staaten die Einreise ohne Nachweis bestimmter Gründe. Die Reisenden müssen an der Grenze nur erklären, wo sie sich aufhalten werden und wie sie erreichbar sind. Damit sollen sie gefunden werden können, wenn es in ihrer Umgebung neue Corona-Infektionen gibt. Ein entsprechendes Formular kann vor Reiseantritt aus dem Internet heruntergeladen werden.

An den Stränden gelten Abstandsregeln, eine Überbelegung soll verhindert werden. In Geschäften und öffentlichen Verkehrsmitteln gilt Maskenpflicht.

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Großbritannien – ausgeweitete Reisewarnung!

Großbritannien gilt seit Samstag, 24. Oktober, als Risikogebiet – mit Ausnahme einiger Überseegebiete sowie der Kronbesitze Isle of Man und der Kanalinsel Guernsey. Touristische Reisen sind in England und Wales nicht erlaubt.

Einreisende aus Risikogebieten können ab Mitte Dezember in England mit einer kürzeren Quarantäne-Dauer rechnen. Nach fünf Tagen solle es dann möglich sein, auf eigene Kosten einen Corona-Test zu machen.

Nach negativem Ergebnis soll man dann die Wohnung wieder zu verlassen dürfen, wie Verkehrsminister Grant Shapps am Dienstag ankündigte. Bislang mussten sich alle Einreisenden aus Risikogebieten verpflichtend 14 Tage lang in Quarantäne begeben. Auch Deutschland gilt derzeit für Großbritannien als Risikogebiet.

Die Reisebranche begrüßte die Regelung, beschrieb sie aber als „überfällig“. Viele andere Staaten, darunter auch Deutschland, ermöglichen bereits seit längerem, die Quarantäne nach der Einreise durch einen Corona-Test abzukürzen. In Nordrhein-Westfalen hatte zuletzt sogar ein Gericht die Quarantäne-Regeln gekippt und sie als unwirksam zur Bekämpfung der Pandemie bezeichnet.

Innerhalb Großbritanniens bestimmt jeder Landesteil über seine eigenen Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie. So variieren die Vorschriften zwischen England, Wales, Schottland und Nordirland stark.

Norwegen – teilweise Reisewarnung

Aufgrund der steigenden Infektionszahlen gilt Norwegens Hauptstadt Oslo seit dem 8. November wieder als Risikogebiet. Für Einreisende aus Deutschland gilt in ganz Norwegen eine 10-tägige Quarantänepflicht. Ausgenommen von der Quarantänepflicht sind Personen, die innerhalb der letzten sechs Monate von COVID-19 genesen sind und dies durch medizinische Dokumente nachweisen können. Da Deutschland in Norwegen als Risikogebiet zählt, müssen Einreisende einen negativen Coronatest vorzeigen, der nicht älter als 72 Stunden sein darf. Ohne Test wird die Einreise verweigert.

Auch wer mit dem Flugzeug aus einem Gebiet einreist, dass von Norwegen als quarantänepflichtig eingestuft wurde, muss für zehn Tage in Quarantäne, selbst wenn der Transitbereich des Flughafens nicht verlassen wurde.

Türkei – Reisewarnung

Die Bundesregierung hat die Reisewarnung für die ganze Türkei wegen der Corona-Pandemie mit Beginn des 9. November wieder in Kraft gesetzt. Die bisher bestehende Ausnahmeregelung für die Touristenregionen Aydin, Izmir, Mugla und Antalya am Mittelmeer gelten nicht mehr, wie das Auswärtige Amt auf seiner Website mitteilte

Dort heißt es: „Aufgrund der Ausbreitung von COVID-19 und damit einhergehenden Einschränkungen im internationalen Luft- und Reiseverkehr sowie Beeinträchtigungen des öffentlichen Lebens wird vor nicht notwendigen, touristischen Reisen in die Türkei weiterhin gewarnt.“

Weitere Informationen zur aktuellen Einreise lesen Sie in diesem Türkei-Artikel.

Island

Für Island wird die Reisewarnung mit Wirkung ab 22. November wieder aufgehoben, gab das Auswärtige Amt dieser Tage bekannt. Von nicht notwendigen, touristischen Reisen nach Island werde jedoch aufgrund bestehender Quarantäneregelungen abgeraten. Island ist damit nun das einzige Land in Europa, das frei von Risikogebieten ist.

Die stark vom Tourismus abhängige Nordatlantik-Insel führte Mitte Juni die Möglichkeit ein, sich direkt bei der Einreise auf Corona testen zu lassen und somit einer 14-tägigen Quarantäne nach der Ankunft zu entgehen. Noch vor der Abreise müssen Touristen ein Registrierungsformular ausfüllen und Kontaktdaten, Flug- und Aufenthaltsdaten sowie Informationen zum Gesundheitszustand und zu Voraufenthalten angeben.

Angesichts der international wie auch auf Island wieder steigenden Zahlen gab es dann aber eine grundlegende Änderung: Jeder Reisende muss sich nach der Einreise für fünf bis sechs Tage in Quarantäne begeben, dann steht ein zweiter Test an. Wer dieses Prozedere nicht mitmachen will, der muss sich für 14 Tage in Quarantäne begeben. In Situationen, in denen ein Abstand von zwei Metern nicht eingehalten werden kann, sowie auf Bus- und Bahnfahrten länger als 30 Minuten wird darüber hinaus um das Tragen eines Mundschutzes gebeten.

Zypern – Reisewarnung

Obwohl der Inselstaat anfangs nicht so viele Corona-Neuinfektionen zu verzeichnen musste, gilt nun aufgrund der gestiegenen Infektionszahlen eine Reisewarnung für ganz Zypern.

Die Einreise ist, unabhängig von der Staatsangehörigkeit, aus bestimmten Ländern erlaubt. Die zyprische Regierung hat dazu eine Liste erstellt, die Länder aufgrund der Entwicklung des Virus kategorisiert. Seit dem 9. November ist Deutschland der Kategorie B zugeordnet. Das bedeutet, dass Einreisende aus Deutschland einen negativen Coronatest vorlegen müssen, der nicht älter als 72 Stunden sein darf. In Ausnahmefällen ist es möglich, sich in Zypern auf eigene Kosten testen zu lassen.

Bei der Einreise werden Touristen nach dem Zufallsprinzip auf Covid-19 getestet, selbst wenn ein negatives Testergebnis vorgelegt wird. Vor dem Abflug müssen sich Reisende online für den „Cyprus Flight Pass“ registrieren. Wer diesen bei der Ankunft nicht vorlegen kann, muss mit Einreiseverweigerung oder einer Strafe in Höhe von 300 EUR zu rechnen.

Slowenien – Reisewarnung

Seit dem 1. November gilt ganz Slowenien als Risikogebiet. Das EU-Land zwischen Alpen und Adria lässt Reisende aus Deutschland und mehreren anderen europäischen Ländern ohne Auflagen einreisen. Auf dem Landweg kann man allerdings nur über die Grenzübergangsstellen Karawankentunnel, Loibltunnel und Spielfeld einreisen. Spielfeld ist auch der einzige Grenzübergang, der bei der Anreise mit der Bahn genutzt werden kann.

Slowenien dient jenen Urlaubern aus Deutschland als Durchreiseland, die mit dem eigenen Wagen nach Kroatien fahren. Es verfügt selbst über einen 46 Kilometer langen Abschnitt an der Adria mit gut ausgebauter touristischer Infrastruktur. Es gelten Abstandsregeln, in geschlossenen öffentlichen Räumen und öffentlichen Verkehrsmitteln muss eine Maske getragen werden.

Slowakei – Reisewarnung

Das Auswärtige Amt hat auf Basis der Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts eine Reisewarnung für die gesamte Slowakei ausgesprochen, diese gilt ab dem 17. Oktober. In den vergangenen Wochen seien die Fallzahlen stark angestiegen.

Einreisen aus Deutschland in die Slowakei sind ohne jegliche Einschränkungen möglich. Lediglich Reisende mit Voraufenthalten in sogenannten Risikoländern innerhalb der letzten 14 Tage vor Einreise in die Slowakei müssen ihre Einreise online in „eHranica“ der slowakischen Regierung oder beim Amt für öffentliche Gesundheit anmelden und eine 10-tägige Selbstisolation einhalten. Deutschland gilt jedoch bislang nicht als Risikogebiet in der Slowakei.

Seit dem 24. Oktober gilt ein der Slowakei eine teilweise Ausgangssperre. Einige Geschäfte dürfen nur mit einem aktuellen negativen Testergebnis betreten werden. Eigentlich sollte die Ausgangssperre am 16. November wieder aufgehoben werden, es ist aber mit einer Verlängerung zu rechnen.

Bulgarien – Reisewarnung

Das Auswärtige Amt warnt wegen der Corona-Zahlen seit dem 1. November vor touristischen Reisen nach Bulgarien. Für Feriengäste aus allen EU-Staaten gibt es keine Quarantänepflicht, auch ein negatives Testergebnis muss nicht vorgezeigt werden.

Alle Infos zu den Corona-Schutzmaßnahmen in Bulgarien finden Sie hier

Malta – Reisewarnung

Mit Wirkung seit 17. Oktober stuft das RKI ganz Malta als Risikogebiet ein.

Nach Malta dürfen Bürger aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und vielen weiteren Ländern Europas, die als „sicher“ eingestuft sind, in der Regel wieder ohne Beschränkungen einreisen. Allerdings dürfen sie in den vergangenen 14 Tagen nicht außerhalb dieser „sicheren“ Länder gewesen sein. Nach Angaben des AA messen die Malteser bei der Ankunft die Körpertemperatur. Liegt sie bei 37,2 Grad Celsius oder höher, wird ein Corona-Test durchgeführt.

Rumänien – Reisewarnung

Auch Rumänien ist von Corona mittlerweile stärker betroffen und verzeichnet in fast allen Landesteilen eine Zunahme von Neuinfektionen. In vielen Landesteilen und insbesondere in der Hauptstadt Bukarest (București) liegt die Inzidenz über 50 Fälle pro 100.000 Einwohner auf sieben Tage. Deshalb hat das Auswärtige Amt seine Teilreisewarnung am 7. Oktober auf eine Reisewarnung erweitert.

Rückkehrer aus rumänischen Risiko-Gebieten sind in Deutschland zu einem Corona-Test und zu Quarantäne verpflichtet. Bis zum 14. November gilt im Land Alarmzustand, eine Verlängerung ist nicht ausgeschlossen. Zwischen 23 und fünf Uhr gelten nächtliche Ausgangssperren, die Innenbereiche von Restaurants und Kaffeehäusern müssen schließen. Trotzdem gibt es derzeit keine inländischen Reisebeschränkungen.

Ungarn – Reisewarnung

Das AA warnt wegen hoher Infektionszahlen vor Reisen nach Ungarn. Deutsche Urlauber können nicht mehr nach Ungarn einreisen. Bis zum 30. November kontrolliert Ungarn deshalb seine EU-Binnengrenzen.

Ägypten – Reisewarnung

Nicht Europa, doch ein beliebtes Reiseziel für Europäer. Ägypten ist von COVID-19 stark betroffen. Die Infektionszahlen sind unverändert hoch und Gesundheitseinrichtungen sind stark belastet. Die Testung auf COVID-19 erfolgt in Ägypten nicht risikoadaptiert und ist landesweit nicht einheitlich. Es ist daher von einer hohen Dunkelziffer auszugehen. Das Auswärtige Amt warnt vor „nicht notwendigen, touristischen Reisen nach Ägypten“.  Seit dem 15. August ist für die Einreise nach Ägypten ein negativer PCR-Test erforderlich, der nicht älter als 72 Stunden sein darf.

Rückreise bedenken

Grundsätzlich gilt für Urlauber aus Deutschland – egal, in welches Land sie reisen: Auch die Rückreise muss gesichert sein. Für den Fall, dass es – was jederzeit möglich ist – wieder zu einer Verschärfung der Lockdown-Regeln in Europa oder einzelnen Ländern kommt, muss jeder Urlauber selbst zusehen, wie er wieder zurück in die Heimat kommt. Außenminister Heiko Maas stellte klar: Es wird keine zweite Rückholaktion der Bundesrepublik geben. Wer also in diesem Sommer beispielsweise mit dem Flugzeug in den Urlaub fliegt, sollte das unbedingt bedenken und berücksichtigen

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