Neuer „Atlas der Vorurteile” erklärt uns die Welt

Für die Schweden sind wir „Menschen ohne Mode“

Die Holländer denken, wir fahren ausschließlich mit ihren Rädern durch Deutschland und Rumänen sehen in uns nur „Schwabbelweiber” – der neue „Atlas der Vorurteile“ deckt auf, was wir Europäer voneinander denken. Und: wie ein Facebook-User die Welt wahrnimmt.

Ganz klar: Die Spanier essen den ganzen Tag nichts als Stierhoden, die Franzosen ernähren sich ausschließlich von Froschschenkeln und in Korsika kommt Madenkäse auf den Tisch. Was die Europäer über die kulinarischen Vorlieben ihrer Nachbarn denken, lässt sich bunt auf weiß in der Horrorküchen-Landkarte ablesen.

Schonungslos deckt der bulgarische Designer Yanko Tsvetkov in seinem zweiten „Atlas der Vorurteile“ auf, wie die Welt aus Sicht der anderen aussieht. Die Idee ist so einfach wie genial: In seinen illustrierten Karten ersetzt der Autor die Ländernamen durch lustige und teils bitterböse Klischees. Zum Beispiel sind die Deutschen für die Norweger die großen „EU-Strippenzieher“ und der Äquator verläuft entlang der Breitengrade Norditaliens. Für die Rumänen ist Italien „Rumänien V.2“ und Frankreich ein riesiger „Zigeuner-Campingplatz“.

Neben neuen Landkarten mit nationalen Stereotypen hat Tsvetkov auch unter die Lupe genommen, wo die Grenzen der europäischen Wahrnehmung verlaufen, zum Beispiel die  zwischen guter und schlechter europäischer Küche oder zwischen den faulen und den fleißigen Europäern. Und er zeigt, wie die Welt aus Sicht eines Facebook-Nutzers aussieht.

Das Buch besteht aber nicht allein aus Illustrationen: In begleitenden Texten beschäftigt sich Tsvetkov mit der Frage, woher unsere Vorstellungen auf die Welt eigentlich rühren und was das für unser klischeehaftes Denken bedeutet.

Der „Atlas der Vorurteile 2“ ist beim Knesebeck-Verlag erschienen und kostet 16,95 Euro.

TRAVELBOOK gewährt schonmal einen kleinen Einblick ins Buch – in der Foto-Galerie oben!  

  

                                               

Der Autor

Yanko Tsvetkov wurde 1976 in Varna an der Schwarzmeerküste geboren. Er machte zunächst eine Ausbildung zum Kameramann, tauschte die Kamera später gegen einen Computer und verliebte sich hoffnungslos in Fotografie, Illustration, Grafikdesign und Schreiben. Er nahm den Spitznamen „alphadesigner“ an und startete seine eigene Website: www.alphadesigner.com. Der erste Atlas der Vorurteile ist 2013 bei Knesebeck erschienen. 

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