Für jedes Bundesland

16 Ausflugsziele in Deutschland – perfekt für den Herbst

Blick auf die Externsteine
Die Externsteine wirken fast wie aus einem Märchenbuch entsprungen
Foto: Getty Images

Paradiesische Parks, zauberhafte Schlösser oder majestätische Berge – wir zeigen 16 Ausflug-Highlights, eins aus jedem Bundesland. Gerade der Herbst eignet sich perfekt, um diese wandernd oder per Rad zu erkunden.

Klare Bergseen spiegeln den majestätischen Wald vor felsigen Gipfel: Um Landschaften zu sehen, die an Kanada erinnern, müssen Sie Deutschland gar nicht verlassen. Vor allem im Herbst hat Deutschland einiges an Outdoor-Erlebnissen zu bieten, zum Beispiel Schlösser, mystische Landschaften, Seen und Aussichtspunkte.

TRAVELBOOK zeigt eine Übersicht mit tollen Ausflugszielen in ganz Deutschland – jeweils eins pro Bundesland. 

Baden-Württemberg
Bayern
Brandenburg
Berlin
Bremen
Hamburg
Hessen
Mecklenburg-Vorpommern
Niedersachsen
Nordrhein-Westfalen
Rheinland-Pfalz
Saarland
Sachsen
Sachsen-Anhalt
Schleswig-Holstein
Thüringen

Hochseilgarten und Schloss Lichtenstein, Baden-Württemberg

Ein Schloss vor grünem Wald

Das Schloss Lichtenstein in der Schwäbischen Alp ist noch nicht mal 200 Jahre alt
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Adrenalin und Märchenwelt gibt es in und ums Schloss Lichtenstein. Das Märchenschloss kann im Rahmen einer Führung besichtigt werden. Unter anderem erfährt man während dieser, dass das Schloss erst 1840 erbaut wurde. Besonders imposant ist es, weil es auf 817 Metern Höhe und über den Baumgipfeln der Schwäbischen Alp errichtet wurde. Das perfekte Foto ist quasi garantiert.

Nach dem Schlossbesuch kann man sich auf dem angrenzenden Kletterpark vergnügen. Auf einem von acht Parkours kann man ab acht Jahren klettern. Wer es noch aktiver mag, kann auch zum Schloss wandern. Von der Gemeinde Sonnenbrühl geht man etwa 1,5 bis 2 Stunden.

Eibsee, Bayern 

Der Eibsee in Morgenstimmung

Die Zugspitze spiegelt sich im See – eine Seilbahn bringt sie direkt an die Spitze
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Karibik in Deutschland mit dem Zugspitzenmassiv im Hintergrund. Der Eibsee sticht mit seinem grün schimmernden, kristallklaren Wasser ins Auge. Entweder kann man rundherum wandern oder mit dem Boot oder dem Stand-up-Paddle mitten durch. Der See liegt auf einer Höhe von knapp 1.000 Höhenmetern und ist umgeben vom Wettersteingebirge.

Übrigens: Eigentlich handelt es sich bei dem Bergsee um zwei! Denn er teilt sich in Untersee und Eibsee. Eine Brücke verbindet die beiden Badeseen. Die Eibseebahn bringt Besucher bis auf die Zugspitze. 2.000 Meter Höhenunterschied werden bei der Fahrt in nur einer Pendelseilbahn-Sektion zurückgelegt – Weltrekord!

Beelitzer Heilstätten, Brandenburg

Ein verlassenes Krankenbett

Die Beelitzer Heilstätten sind ein gruseliges Erlebnis
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Achtung, jetzt wird’s gruselig: im riesigen Krankenhauskomplex starben einst unzählige Menschen, da es keine wirksamen Medikamente für sie gab. Die Beelitzer Heilstätten wurden zu Beginn des 20. Jahrhunderts als Lungenheilstätten und Tuberkulose-Krankenhaus genutzt. Danach wurden die 60 Häuser schon zur Kulisse von einigen Horrorfilmen.

Während der Weltkriege wurden die Heilstätten als Lazarett genutzt, der wohl bekannteste Patient war Adolf Hitler, auch Erich Honecker wurde hier einst behandelt. Außerdem wurde hier bis 1994 das größte russische Militärhospital im Ausland betrieben.

Große Teile des Gebäudes sind heute verfallen. Das Gelände ist frei zugänglich, durch die verlassenen Senatorien werden Touren angeboten.

Pfaueninsel, Berlin

Ein weißes Schloss in einem Park

Auf der Pfaueninsel steht neben dem Schloss auch ein Tempel
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Der Name ist auf der Berliner Pfaueninsel Programm. Hier laufen tatsächlich Pfaue frei herum. Auch den ein oder anderen Wasserbüffel kann man hier sehen, sie dienen als natürliche Rasenmäher.

Das Eiland wurde zum UNESO Weltkulturerbe erklärt und bietet ein weißes Schloss, einen Rosengarten und den „Luisen-Tempel“. Wer mehr über die Orte erfahren will, kann an fünf markierten Hörstationen mehr Informationen bekommen.

Verlaufen kann man sich nur schwer, denn die Insel ist nur rund 1,5 Kilometer lang und 500 Meter breit. Eine große Runde um die Insel dauert etwa 2,5 Stunden, eine Fähre bringt Sie wieder ans Festland. Einen anderen Zugang gibt es nicht.

Kloster Hude, Bremen

Die Vorderansicht einer Klosterruine

Teile der Anlage werden noch heute genutzt
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Die Gemeinde Hude liegt zwischen Bremen und Oldenburg und lockt mit einigen Sehenswürdigkeiten. Vor allem die Anlage des ehemaligen Zisterzienserkloster am Rande des Ortes ist sehenswert. Es wurde 1232 gegründet und wird zum Teil heute noch genutzt.

Das alte Kloster ist umgeben von einem englischen Landschaftspark. Als Wanderung könnte man auf den sechs Kilometer lange Planetenlehrpfad nach Wüsting gehen.

Altes Land, Hamburg

Ein Fluss, der an zwei Häusern vorbeifließt

Das Alte Land umfasst Stadtteile Hamburgs, liegt aber zur Hälfte in Niedersachsen
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Vor allem in der Blüte- und Erntezeit lohnt sich ein Ausflug ins Alte Land. Erdbeeren, Kirschen und Äpfel werden hier ab Juni geerntet. Mehr als zehn Millionen Apfel-, Kirsch-, Birnen-, und Zwetschkenbäumen ist das alte Land ist das größte zusammenhängende Obstanbaugebiet Deutschlands. Jeder dritte Apfel Deutschlands stammt aus der Region. Viele Höfe bieten von Frühling bis Herbst Verkostungen an.

Der längste Fahrradweg der Weg, der Nordseeküstenweg, der hier vorbeikommt, sollte Argument genug dafür sein, den Drahtesel nicht zu Hause zu lassen.

Draisine fahren im Odenwald, Hessen 

Im Süden von Hessen fährt die erste Solardraisine der Welt
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Im Süden von Hessen befindet sich der Odenwald, Heimat der weltweit ersten Solardraisinen. Sie fahren auf einer stillgelegten Trasse der Überwaldbahn zwischen Mörlenbach und Wald-Michelbach. Zehn Kilometer lang können Sie in die Pedale treten und die Draisine mithilfe eines Elektromotors antreiben. Die Fahrt durch den Odenwald führt über drei Viadukte und durch zwei Eisenbahntunnel.

In der Region Bergstraße-Odenwald gibt es aber auch zu Fuß oder am Rad noch einiges zu entdecken. Das Kloster Lorsch zum Beispiel, das zum UNESCO Welterbe zählt oder die Eberstadter Tropfsteinhöhle. Entspannen kann man in der Odenwald-Therme.

Wanderdüne Klein Schmölen, Mecklenburg-Vorpommern

Eine Sanddüne

Der höchste Punkt der Umgebung liegt auf 40 Metern 
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Europas größte Binnendüne liegt zwischen Hamburg und Berlin und ist auf jeden Fall einen Ausflug wert. Die Düne gehört zum UNESCO Weltkulturerbe Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe. Wer auf der Elbuferstraße fährt, sieht sie schon von weitem.

An der Düne angekommen führt ein Lehrpfad durch das Gebiet, das an seinem höchsten Punkt eine Höhe von 40 Metern erreicht. Ein Aussichtspunkt bietet einen Blick über das Elbtal, das für seine beeindruckende Natur bekannt ist. Besonders gut lässt es sich mit dem Fahrrad erkunden.

Auch die Wanderdüne konnte eine große Pflanzenvielfalt entwickeln. Bei einem Besuch könnte ihnen ein Storch oder Kranich begegnen.

Herrenhausen Gärten, Niedersachsen

Herrenhausen Gärten bei Sonnenuntergang

Mitten in Hannover liegt einer der ältesten botanischen Gärten
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Eine der schönsten Gartenanlagen in Europa liegt mitten in Hannover. Hier spazierten schon Könige des 17. Jahrhunderts. Angelegt wurde er schon 1638 als Gemüsegarten.

Mittelpunkt des Geländes ist der Barockgarten „Großer Garten“, der sich am französischen Versailles orientiert. In dem fünfzig Hektar großen Garten gibt es sogar ein Labyrinth. Daneben mutet der Georgengarten wie ein englischer Landschaftspark an. Auch sehenswert ist der Berggarten, der zu den ältesten botanischen Gärten Deutschlands zählt und Natur- und Pflanzenliebhaber begeistern dürfte.

Externsteine, Nordrhein-Westfalen

Blick auf die Externsteine

Auch die Externsteine sind hervorragend für einen Ausflug geeignet
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Stonehenge des Teutoburger Waldes werden die mystischen Steine mitunter genannt. Mutmaßlich waren die Felsen schon Urmenschen bekannt. Die dreizehn zerklüfteten Steine sind bis zu 35 Meter hoch und ziehen neben Esoterikern auch selbsternannte Hexen an.

Die Externsteine bieten Stoff für zahlreiche Legenden. Manche meinen sogar, sie hätten magische Kräfte. Ihre eindrucksvolle Form bekamen sie wahrscheinlich durch enorme Wassermassen, die sie in der Eiszeit umspülten.

Gegen Gebühr kann man die Steine besteigen oder an dem Wanderweg Hermannshöhen, der direkt an der Formation vorbeiführt, weiterwandern. Ein einzigartiges Fotomotiv bietet der anliegende See. Dort spiegeln sich die Externsteine. Den umliegenden Teutoburger Wald kann man am besten von der Aussichtsplattform auf den Steinen fotografieren.

Schloss Bürresheim, Rheinland-Pfalz

Erkennen sie das Schloss vom „WDR“-Film Rumpelstilzchen?
Foto: dpa picture alliance

So stellt man sich ein echtes Märchenschloss vor: nordwestlich der Stadt Mayen versteckt sich das Schloss Bürresheim mitten in der Natur. Das Schloss diente bereits mehrmals als Filmkulisse, unter anderem in „Indiana Jones und der letzte Kreuzzug“ oder im WDR-Märchenfilm „Rumpelstilzchen“.

Die Schlossanlage wurde nie erobert oder verwüstet. Im Gegensatz zu einigen anderen Burgen der Umgebung ist sie von kriegerischen Auseinandersetzungen verschont geblieben und wurde bis 1921 bewohnt. Der Name der Burg stammt übrigens von der Familie, die sie im 14. Jahrhundert besaß.

Der Eintritt ist nur in Verbindung mit einer Führung möglich. Nach dem Besuch bietet sich die Umgebung des Schlosses zum Wandern und Spazierengehen an.

Freizeitzentrum Petersberg, Saarland

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Das perfekte Ausflugsziel für Familien – ein Freizeitpark mitten in der Natur. Auf mehreren Rutschen, Trampolinen und einem Themenspielplatz können sich Kinder aller Altersklassen hier austoben. Highlight des eher kleinen Freizeitzentrums ist die 1.000 Meter lange Sommerrodelbahn, die zu den Längsten in Deutschland gehört.

Erzgebirge, Sachsen

Ein Granitfelsen in der Natur

Das Erzgebirge hat viel zu bieten – darunter die Greifensteine
Foto: dpa picture alliance

Das Erzgebirge hat einiges zu bieten – darunter die Greifensteine, sieben Granitfelsen, die gemeinsam ein Naturtheater formen, in dem im Sommer sogar Theater gespielt wird. Außerhalb der Theatersaison können die Steine von Profikletterern erklommen werden. Das Hochplateau bietet außerdem einen Ausblick über das Obererzgebirge.

Auch der Blauenthaler Wasserfall nahe der Ortschaft Blauenthal ist sehenswert. Mit 30 Metern Fallhöhe ist er der größte Wasserfall in Sachsen. Im Winter kann man sich hier sogar am Eisklettern versuchen.

Felsenidylle kann auch die Wolkensteiner Schweiz. Der Ort Wolkenstein bietet einen guten Ausgangspunkt für eine Wanderung in der Region. Die Wolkensteiner Schweiz bietet Aussichtspunkte, Wanderwege und fünf Klettersteige.

Auch interessant: Naturwunder in Deutschland – 29 Orte wie von einer anderen Welt

Hängebrücke an der Rappbodetalsperre, Sachsen-Anhalt 

Eine beleuchtete Brücke hängt über einer Schlucht

Die Brücke wird auch „Titan RT“ genannt
Foto: dpa picture alliance

Die längste deutsche Fußgänger-Seilbrücke ist nur etwas für Schwindelfreie. Die Hängebrücke wird, angelehnt an die griechische Mythologie, auch „Titan RT“ genannt und kann sich mit ihren 458 Metern frei hängendem Bereich sehen lassen. Die Brücke verläuft parallel zur Staumauer der Rappbodentalsperre und ist nur 50 Meter vom Betonbollwerk entfernt.

Wer sich überwinden kann und die Seilbrücke betritt, wird nach wenigen Metern mit einem beeindruckenden Gebirgspanorama belohnt. Angst, dass man eventuell zu spät kommt, braucht man nicht zu haben: Nach Einbruch der Dunkelheit wird die Brücke beleuchtet.

Rotes Kliff, Schleswig-Hollstein

Strandkörbe stehen unter einem Kliff

Strandkörbe am Strand zwischen Wenningstedt und Kampen laden zum Verweilen ein
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Das Rote Kliff auf Sylt ist eine Steilkante von knapp 30 Metern Höhe. Es erstreckt sich über vier Kilometer zwischen Wenningstedt bis Kampen. Schon Seefahrern diente das Kliff einst zur Orientierung, entstanden ist die Abbruchkante bereits in der Eiszeit. Heute steht das Gebiet unter Naturschutz.

Der Weg zum Kliff ist einfach und besonders zu Sonnenuntergang, wenn der Limonit-Sandstein des Kliffs leuchtet, lohnt sich ein Besuch. Für einen perfekten Abend eine Flasche Wein einpacken und einen Strandkorb entern – aber früh sein, denn die Strandkörbe sind heiß begehrt.

In der Nähe liegt übrigens auch die Uwe-Düne, mit 50 Metern Sylts höchste Erhebung. 110 Stufen bringen Sie zur Aussichtsplatzform.

Nationalpark Hainich, Thüringen

Ein Baumkronenpfad durch einen bunt gefärbten Wald

Der Baumkronenpfad im Herbstwald – das perfekte Ausflugsziel in Thüringen
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Der Nationalpark Hainich ist einer von 13 Nationalparks in Deutschland und der einzige in Thüringen. Er entwickelte sich jahrelang ungestört auf der Fläche eines ehemaligen militärischen Sperrgebiets. Seit 2011 gehört er zum UNESCO-Weltnaturerbe. Höhepunkt ist der Baumkronenpfad, auf dem sie spazieren und auf 40 Meter Höhe den Buchenwald überblicken können.

Sie wollen am Boden bleiben? Natürlich kann man den Park auch auf Wanderwegen am Boden erkunden. Das Gebiet, das 120 Kilometer Wanderwege parat hat, ist der Natur überlassen. Ein Urwald in Deutschland.

Der Nationalpark hat einen seltenen Bewohner: die Wildkatze. Im Wildkatzendorf Hütscheroda kann man die Katzen im Gehege beobachten.