Global Peace Index

Wo Südamerika am gefährlichsten ist – und wo sicher

In diesen Tagen wird in einigen Ländern Südamerikas das Polizeiaufgebot deutlich höher sein als sonst. Denn Papst Franziskus besucht Ecuador, Bolivien und Paraguay. Urlauber haben einen solchen Schutz natürlich nicht – und dürften sich vor einer Reise nach Südamerika fragen, welche Länder sicher sind und welche besonders gefährlich. Der Global Peace Index gibt darüber Auskunft.

Wenn der Global Peace Index, der jährlich die friedlichsten und somit auch die unfriedlichsten Länder der Erde ermittelt, seine Ergebnisse in die Landkarte überträgt, wird es in der Regel bunt. Und vielerorts: unübersichtlich. Recht harmonisch ist das Bild noch in Europa, wo alles mehr oder weniger im grünen Bereich liegt. Chaotisch wird es spätestens in Afrika, wo alle Farben der Skala vertreten sind, und zwar im munteren Wechsel.

Ganz anders sieht es da in Südamerika aus. Hier ergibt die Einfärbung der Länder nach Friedlichkeit und Gefährlichkeit eine klare Ampel: oben rot, in der Mitte gelb, unten grün – und könnte somit Reisenden, denen die Sicherheit im Urlaubsland besonders wichtig ist, eine erste Orientierung geben.

Der Global Peace Index 2015 für Südamerika

Foto: http://www.visionofhumanity.org

Das Ranking der gefährlichsten Länder Südamerikas (in Klammern die Platzierung im weltweiten Ranking von 162 Ländern):

  1. Kolumbien (146)
  2. Venezuela (142)
  3. Brasilien (103)
  4. Peru (93)
  5. Guyana (92)
  6. Bolivien (90)
  7. Paraguay (89)
  8. Ecuador (85)
  9. Argentinien (60)
  10. Uruguay (44)
  11. Chile (29)

Das friedlichste Land Südamerikas bleibt Chile. Es ist zudem das zweitsicherste nach Kanada in ganz Amerika. Peru hat sich im Vergleich zu den anderen Ländern Südamerikas am meisten verbessert. Grund dafür sei, so die Friedensforscher, die sinkende Zahl der Todesfälle aus internen Konflikten.

Chile ist das friedlichste Land in Südamerika, hier im Bild: ein Lama in der Atacama Wüste

Foto: getty images

Die größten Verschlechterungen waren in Uruguay, Venezuela und Brasilien festzustellen. Uruguay ist zwar immer noch das zweitfriedlichste Land in Südamerika, verschlechterte aber seine Werte durch einen signifikanten Rückgang in der Anzahl von Security-Personal und Polizei-Offizieren. Das Auswärtige Amt mahnt vor allem bei Reisen nach Montevideo zur Vorsicht. Hier stieg die Kriminalität, etwa bewaffnete Raubüberfälle auf Restaurants, in den letzten Jahren spürbar an. Lesen Sie hier die Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes für Uruguay.

Vorsicht ist immer angebracht

Brasilien verlor reichlich Punkte durch die zunehmende politische Instabilität des Landes. Die Wirtschaft stagniert, die Inflation steigt – und damit die soziale Unzufriedenheit, die sich regelmäßig in Demonstrationen und Auseinandersetzungen mit der Polizei entlädt. Der Frust der Bevölkerung über Korruptionsskandale in der Regierung tut sein Übrigens.

Das Auswärtige Amt weist darauf hin, dass vor allem Großstädte wie Belém, Porto Alegre, Recife, Salvador, Fortaleza, Rio de Janeiro und São Paulo hohe Kriminalitätsraten aufweisen. Grundsätzlich sei aber immer Vorsicht angebracht, auch in als sicher geltenden Landes- oder Stadtteilen. Hier geht es zu den ausführlichen Sicherheitshinweisen des Auswärtigen Amtes

Demonstrationen meiden

Venezuelas schlechte Platzierung im Global Peace Index ist ebenfalls den fortlaufenden inneren Konflikten geschuldet sowie der allgemeinen militärischen Aufrüstung. Das Auswärtige Amt rät ausdrücklich, sich von Menschenansammlungen und Demonstrationen fernzuhalten, denn hier kam es in der Vergangenheit oft zum Einsatz von Schusswaffen. Deutschen, die sich im Land aufhalten – wenn auch nur kurzfristig – wird empfohlen, sich elektronisch zu registrieren, um im Fall einer Verschlechterung der Sicherheitslage zentral erreichbar zu sein. Hier geht es zur Registrierung.

In Kolumbien sind es die anhaltenden Kämpfe zwischen der Regierung und den Revolutionären Streitkräften Kolumbiens (Farc), die für die untere Platzierung im Friedlichkeitsranking sorgen. Allerdings machen hier die jüngsten Friedensverhandlungen Hoffnung. Wo es besonders gefährlich ist und was bei Reisen nach Kolumbien zu beachten ist, lesen Sie hier auf der Internetseite des Auswärtigen Amtes.

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