Ire sagt: Jeder kann es schaffen

»Wie ich durch meine Weltreise zum Millionär wurde

Johnny Ward hat während einer zehnjährigen Reise alle Länder der Welt besucht – und ist nebenbei auch noch Millionär geworden. Der Ire behauptet: Das kann jeder schaffen. TRAVELBOOK sprach mit ihm und wollte wissen, wie das geht.

Torsten Johannknecht Von Torsten Johannknecht

Es klingt einfach zu schön, um wahr zu sein: Während einer Weltreise Millionär werden. Genau das aber hat Johnny Ward geschafft – jetzt möchte er möglichst viele Weltreisende und Urlauber dazu motivieren, genau das Gleiche zu machen: unterwegs viel Geld verdienen.

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Dieses Bild entstand in der indischen Millionenstadt Agra

Foto: Johnny Ward

Daraus macht er auch kein großes Geheimnis, auf seiner Homepage onestep4ward.com steht oben groß und für jeden ersichtlich die Summe, die er verdient hat: unglaubliche 1,5 Millionen Dollar. Wie er das große Geld gemacht hat? Die Antwort ist schlicht und einfach: mit seinem Blog. Dort verrät er auch, dass er eine Million innerhalb von nur drei Jahren verdient hat.

Die Insel Sokrota liegt im Arabischen Meer und gehört zum Jemen

Foto: Johnny Ward
Was ist sein Geheimnis?

Aber wenn es doch so einfach ist, dann wären ja ganz viele Reisende Millionäre – oftmals ist aber das Gegenteil der Fall: Globetrotter müssen viel Geld in die Hand nehmen, verbrauchen oft ihr gesamtes Erspartes, um die Welt zu erkunden. Wie also hat es Johnny geschafft, mit einem Reiseblog Millionär zu werden?

Auch auf den Philippinen wie hier auf der Insel Palawan ließ es sich Johnny gutgehen

Foto: Johnny Ward

TRAVELBOOK fragte den Iren: Was ist dein Geheimnis, mit dem Reisen so viel Geld zu verdienen? „Ich halte mich nicht für erfolgreich, vielleicht das Reise-Leben, ja, aber der Haupterfolg in meinem Geschäftsleben dreht sich mehr um meine Work-Life-Balance als um das Geld, das ich verdiene. Der Schlüssel ist, dass ich mein Leben dem Geschäft in 99 Prozent der Fälle vorziehe. Wenn ich dadurch Kunden verliere, dann ist das völlig ok“, sagt Johnny.

Lebensstil eines Reisenden mit den Verdiensten eines Geschäftsmannes

Johnny in der Nähe der Stadt Salala im Oman, unweit der Grenze zum Jemen

Foto: Johnny Ward

Wie genau er sein Vermögen angehäuft hat, verrät er sehr detailliert in seinem Blog. Dort schreibt er: „Bevor es losgeht: Bloggen hat mein Leben verändert. Ich kann nicht glauben wie viel sich geändert hat und wie schnell.“ Anschließend beschreibt er, wie alles anfing, nämlich als Englisch-Lehrer in Thailand und Südkorea.

The message behind my blog is that you can do anything you set your mind to, regardless of your background. The internet won't judge your religion, skin colour, sexuality, family - it's waiting for all us to make our move, and from there you're free. I've used that freedom to travel to every country in the world, but you're free to do whatever you want to do! I know the media loves the sexy 'million dollar blogger' angle, and I get it, and even though it's true, it's click bait. But if it inspires others to be true to themselves, and concentrate on chasing their passions, then I'm happy for it. Thanks guys! #saltflat #bolivia #livingthedream #everycountryintheworld #onestep4ward #uyunisaltflats #uyuni #saldeuyuni

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Alles nur, um sich ein bisschen Geld zusammenzusparen, damit er wieder auf Reisen gehen konnte. „Viele Leute, vor allem Reiseblogger, sprechen von der Romantik, pleite zu reisen. Und das stimmt, das ist eine tolle Sache. (...) Aber für immer? Auf keinen Fall.“ Johnnys Idealvorstellung: Den Lebensstil eines Reisenden zu führen und dabei so viel zu verdienen wie ein Geschäftsmann. Diesen Traum hat er ins Visier genommen.

Mogadischu in Somalia

Foto: Johnny Ward
Mit 100-Dollar-Investition fing alles an

2010 gab er einem Philippiner 100 Dollar für die Programmierung – und sein Blog war geboren. Dann aber ging es für Johnny erstmal nach Australien, wo er in Sydney seinen ersten – und bislang einzigen – echten Büro-Job antrat. Allerdings pflegte er während der Arbeit lieber hauptsächlich seinen Blog. Das dauerte nicht lange, irgendwann kündigte er und flog Oneway nach Afrika. Wenig später, es passierte in Addis Abeba (Äthiopien), traute Johnny seinen Augen nicht, als er seine Mails kontrollierte. Er hatte ein Angebot vorliegen für eine Werbung auf seinem Blog, für 85 Dollar. „Ich hatte mein erstes Geld im Internet verdient. Von jetzt an glaubte ich fest daran, dass das möglich war. Wow.“

Johnny in Misrata in Libyen

Foto: Johnny Ward

Innerhalb der nächsten sechs Monate kam er auf 500 Dollar pro Montag, später waren es 1000, dann 2500 Dollar – während er nur „fünf oder sechs Stunden pro Woche“ arbeitete. Und er fragte sich: „Wenn ich so viel Geld mit einer Website verdienen kann, was, wenn ich drei, fünf oder 20 habe?“ So warf er seine Geldmaschine an.


Dazu hat er unter anderem auch ein E-Book geschrieben, welches er kostenlos anbietet. Für seine Homepage schreibt er die Texte immer noch selbst – mit Ausnahme natürlich der werblichen Inhalte. Denn auch wenn man die Werbung auf seiner Seite zuerst gar nicht sieht – sie ist da. „Die ist einfach gut platziert“, verrät er. Die ganzen Texter, die er zurzeit beschäftigt, schreiben für seine anderen Seiten. Worüber kommt das Geld rein? Johnny: „Über direkte Werbung, Affiliate-Marketing, Content-Marketing, Vorträge – um nur ein paar Varianten zu nennen.“

Nicht ganz ungefährlich diese Szene in Äthiopien

Foto: Johnny Ward
Vor seinen Augen wurde jemand erschossen

Ob er jemals daran gedacht hat, einfach alles hinzuschmeißen? „Absolut! Nicht meinen Blog, aber alles andere. Da denke ich ständig drüber nach. Es wäre schön, einfach das Geld zu nehmen, mir mein Traumhaus im Norden Thailands zu bauen, einen netten Sportflitzer zu haben und einfach zu entspannen. Aber dann wäre irgendwann das Geld weg und ich sowieso gelangweilt.“

Beeindruckendes Bild: Johnny am „Tor zur Hölle“ in Turkmenistan

Foto: Johnny Ward

Auch interessant: Wo sich das „Tor zur Hölle” öffnet

Sprechen wir über das Reisen selbst – welcher war sein schönster Moment unterwegs? Johnny: „In den Tiefen Mauretaniens, in West-Afrika, bin ich mit dem längsten Zug der Welt gefahren. Der transportiert Roh-Eisen von der Sahara zur Küste. Ich habe im Stockdunkeln auf dem Eisen geschlafen – das war unglaublich.“ War es auch mal gefährlich? „Ich wurde Zeuge, wie ein Typ in Angola mit zwei Schüssen direkt vor meinen Augen erschossen wurde, 20 Minuten, nachdem ich in dem Land ankam. Das war der Horror.“


er liebt den schwarzwald und das oktoberfest

Und Deutschland? „Ich war schon ein paar Mal in Deutschland, und so klischeehaft es auch ist, das Oktoberfest ist wohl mein Lieblings-Festival weltweit. Aber auch Berlin ist eine tolle Stadt und der Schwarzwald ist spektakulär.“

Libyen

Foto: Johnny Ward

Er hat alle Länder der Welt gesehen, ist dabei Millionär geworden – welche Zukunftspläne hat Johnny noch? „Ich habe eine Wohltätigkeits-Organisation gegründet, GiveBackGiveAway.com, mit der wir Spielplätze für arme Schulen in armen Regionen bauen: Senegal 2015, Kambodscha 2016 und jetzt wieder im Juni in Thailand. Ich möchte, dass das kontinuierlich wächst.“

So sieht Kabul in Afghanistan von oben aus

Foto: Johnny Ward
Von Bangkok bis Belfast – im Tuktuk

Und weiter: „Dann möchte ich einen Kurs ins Leben rufen der Menschen Schritt für Schritt zeigt, wie ich es von komplett pleite bis zum Millionär geschafft habe, dadurch, dass ich Englisch unterrichtet, dann geblogt habe und schließlich mit Hilfe der digitalen Medien Geld verdient habe. Der Kurs wird auch auf meinem Blog onestep4ward.com erscheinen. (...) Zu den Reiseplänen: Im August, September und Oktober gibt's mein 'In 80 Tagen um die Welt' (ohne Flüge!) – das wird fantastisch. Nächstes Jahr geht's dann von Bangkok bis Belfast mit dem Tuktuk, was auch episch werden wird.“

Johnny in Kabul, Afghanistan

Foto: Johnny Ward

Mal sehen, ob da bald schon der nächste Reise-Millionär dabei ist...

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